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CMC Messe Special

Nürnberger Spielwarenmesse 2017

CMC Messe Special

Besuch des Messestandes von CMC bei der Spielwarenmesse 2017

Dieses Special ist eine Fortsetzung des Berichtes über die Spielwarenmesse, weil die Menge an Material, das ich den Lesern nicht vorenthalten wollte, den Rahmen des sowieso schon 5-teiligen Gesamt-Berichtes gesprengt hätte. Ich werde nun das Geheimnis des "Schmankerls", das mir Herr Hußner ermöglicht hat, lösen und ich glaube nicht, dass ich zuviel versprochen habe, als ich etwas Besonderes ankündigte.

Allein der Messestand war in seiner Eleganz nicht zu übersehen. Das erstaunte uns nicht, denn das konnten wir ja schon im letzten Jahr feststellen. Damals hatten wir die Entstehung dieser einzigartigen CMC unter der Führung von Frau Shuxiao Jia geschildert. Sie hat es geschafft, das Erbe ihres Mannes Herbert Nickerl in so hervorragender Weise zu erhalten und auszubauen (siehe Bericht im Modellversium Spielwarenmesse Nürnberg 2016, Teil 1). Neu war die tolle Fotomontage eines Freundes der Firma, die eine ganze Wand des Standes zierte. Es zeigt den Renntransporter von Mercedes Benz LO 2750 in passender Umgebung, der gerade mit einem MB W25 "T" beladen wird.

Ich kann mich noch gut an das Gespräch mit Herrn Hußner im letzten Jahr erinnern, als er uns den 3-D Rohling des Modells zeigte. Es war imponierend zu sehen, wie das "Baby" erwachsen wurde. 

Hintergrund dieses Specials

CMC (=Classic Model Cars) zeigt in berauschender Form Rennlegenden und außergewöhnliche Schönheiten. Jedes auserlesene Modell bedingt aufwändige, monatelange Recherchen und Vorarbeiten bis es zur filigranen Verwirklichung kommt. Die Originale werden äußerst detailliert in den schönen Unikaten wiedergegeben. Jedes Fahrzeug hat eine interessante und oftmals spannende Geschichte aufzuweisen.

Diese Besonderheiten und last but not least die Einführung und Hilfe des Product-Managers Michael Hußner waren für mich ausschlaggebend, dieses Special zu kreieren, um damit den Modellversium-Lesern diese Welt der Spitzenmodelle zu eröffnen.

Das angedeutete "Schmankerl" sind die Aufnahmen der Vorarbeiten an einem wunderschönen Lancia Ferrari D50-Original eines Sammlers und wir können bei der Produktion den angestellten "Bastlern" in Hongkong über die Schultern schauen. Dazu kommen neben den Bildern, die wir auf der Ausstellung geschossen haben, die exzellenten Aufnahmen, die uns CMC für den Bericht zur Verfügung gestellt hat. 

Ich habe auch eine kleine Auswahl der interessanten Geschichten von Herrn Junginger über die Original-Fahrzeuge einfließen lassen und wünsche auch damit den Lesern viel Vergnügen. Herr Junginger dürfte den Automodell-Liebhabern von Berichten in diversen Modellbaumagazinen ein Begriff sein. 

Und jetzt, liebe Modellbaufreunde und -freundinnen ist Entspannung und Konzentration angesagt. Nehmt euch Zeit zum Genießen! Die kleinen Edel-Fahrzeuge sind das auf jeden Fall wert! Zuerst kommen die Bilder des Messebesuchs und anschließend im direkten Zusammenhang die "Schmankerl".

Die nostalgische Wanddekoration des MessestandesDer MB LO 2750 mit der ihm gebührenden AuszeichnungDrei Versionen des Ferrari 250 GTOLinks ein Talbot Lago Coupé, rechts das Alfa Romeo 8C 2900 B Speciale Touring CoupéLinks oben der Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport, rechts ein Bugatti Typ 35 aus dem Nation Color Project, links unten ein MB 540KFerrari Renntransporter mit wertvollem GepäckMB W25 in 1:18
Der MB LO 2750 ohne FarblackierungDer Maserati Tipo 61 - Birdcage -Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport Der Ferrari 250 GTO mit EinzelteiledemonstrationAuch der Auto Union 18 Rosemeyer präsentiert sich eindrucksvoll.Die MB Silberpfeile M-117 (links oben), M-119 (links unten) CMC Messe Special

Die nostalgische Wanddekoration des Messestandes

Die nostalgische Wanddekoration des Messestandes 

Die Birdcage-Story

Der Maserati Tipo 61 wird auch "der schnellste Käfig aller Zeiten" genannt. Diesen liebevollen Nick-Name verdankt das Fahrzeug seinem nur 30 kg leichten Gitterrohrrahmen, der von dem Chefkonstrukteur Giulio Alfieri erdacht wurde. Dieser Rahmen besteht aus über 200 kurzen Rohrstücken, was schließlich auch so im Modell, das insgesamt über 1.140 Einzelteile verfügt, zum Tragen kommt. Durch die fantastische Formgebung schmiegt sich die Karosserie wie eine zweite Haut an den Käfig an. 507 Teile des Modells bestehen aus den Materialien Edelstahl, Kupfer und Messing.

Das "Camoradi-Team" (= Casner Motor Racing Division) setzte seinen "Vogelkäfig" besonders erfolgreich ein: Beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring im Mai 1960 gewannen Stirling Moss und Dan Gurney mit der Startnummer 5 bei strömendem Regen gegen härteste Konkurrenz. Nur ein Jahr später wiederholte das Camoradi-Team das gleiche Kunststück mit den Fahrern Casner/Gregory. Diese nacheinanderfolgenden Siege verhalfen Maserati zu neuem Ruhm und einem dauerhaften Spitzenplatz im erlauchten Kreis der Rennsportwagen-Gilde.

Das Modell ist eine exakte Kopie des Siegerwagens Moss/Gurney.

Vorarbeiten am Original

Nach dem im Vorfeld monatelang recherchiert wurde, geht das Experten-Team vor Ort zum Sammler oder in das Museum, um das Original bis in's kleinste Detail zu vermessen. Dazu müssen die wertvollen Fahrzeuge vorsichtig zerlegt werden. Danach werden die Daten eingegeben und daraus entsteht die Vorlage zum Ausdruck eines 3-D Modells, nach dem dann die Teile aus Edelstahl, Kupfer und Messing gefertigt werden.

Generell ist zu erwähnen, dass neben den Materialien für die Karosserie erstklassige Lacke von weltweit führenden Herstellern wie z.B. Du Pont verwendet werden. Leder oder Stoff bezogene Sitze und Innenausstattung, Edelstahl-Drahtspeichen, Aluminium Felgen sowie hochdetaillierte Gussteile lassen jedes Sammlerherz höher schlagen.

Das alles ist eine Bestätigung des Mottos von CMC: "Qualität ist unser Anspruch".

Das ist jetzt eine Schilderung in sehr komprimierter Form, denn eine Wiedergabe der Vorarbeiten im Detail mit allen Hürden, die da zu meistern sind, würde den Rahmen sprengen. Allein schon der Versand des zerbrechlichen Rohlings von Stuttgart nach Hongkong oder umgekehrt ist mit heimtückischen Schwierigkeiten verbunden. 

Ich will damit in der gebotenen Kürze ausdrücken: Der Aufwand ist enorm! 

Der Lancia Ferrari D50 von 1956 in 1:1
Der Lancia Ferrari D50 von 1956 in 1:1

CMC Messe SpecialCMC Messe SpecialDer Ferrari wird buchstäblich mit Samthandschuhen behandelt.MaßnahmeCMC Messe SpecialDie Messdaten werden eingegeben.CMC Messe Special

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Das 3-D-Modell als Vorstufe zur Fertigung (das ist der Lancia D50 GP-Monaco 1955, der Ferrari ist noch brandneu).
Das 3-D-Modell als Vorstufe zur Fertigung (das ist der Lancia D50 GP-Monaco 1955, der Ferrari ist noch brandneu).

Tragische Geschichten im Umfeld des Lancia D50, 1954 - 1955

In den fünfziger Jahren sollte der D50 für Lancia in der Formel 1 zum Aushängeschild werden; doch es kam vieles anders.

Der Konstrukteur Vittorio Jano erhielt den Auftrag für Lancia einen Rennwagen zu entwickeln, der sowohl moderner, schöner und vor allem schneller sein sollte, als alle vergleichbaren Wettbewerber jener Tage. In erster Linie galt es, dem dominierenden Mercedes W 196 Paroli zu bieten.

Jano präsentiert einen originellen und höchst innovativen Boliden, der am 20. Februar 1954 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Die Konstruktion von Vittorio Jano war ihrer Zeit weit voraus. Der Monoposto erhielt einen 2,5 Liter V-Motor mit 90° Zylinderwinkel, der 260 PS leistete und mit einem Winkelvorsatz von 12° zur Fahrzeuglängsachse schräg nach links in das Chassis eingebaut wurde.

Diese Anordnung ermöglichte die Verlegung der Kardanwelle aus der Fahrzeugmitte auf die linke Seite und schaffte damit Platz für eine deutliche Tieferlegung des Fahrersitzes. Dies ermöglichte eine sehr niedrige Bauweise des Monopostos mit dadurch aerodynamischen Vorteilen.

Als weitere konstruktive Besonderheit ist hervorzuheben, dass der Motor als integraler Bestandteil der Gitterrohr-Rahmen-Kostruktion diente und somit ein mittragendes Bauteil abgab.

Als weiteres, hervorstechendes Merkmal fand die Anordnung der beiden Kraftstofftanks besondere Beachtung. Zwischen den frei stehenden Rädern platzierte Jano entlang der linken und rechten Karosserie-Außenseite lange, schmale Tanks, die dem Boliden aerodynamische Vorteile verschafften und mit zusammen 200 Liter Tankvolumen eine ganze Renndistanz ohne Nachtanken gewährten. Es lag die Idee zu Grunde, dass mit dem abnehmenden Füllstand das Fahrverhalten stabiler und für den Fahrer kalkulierbarer wurde. Ein deutlicher Vorteil gegenüber des bei Wettbewerbern üblicherweise anzutreffenden Hecktanks.

Mit zwei großen Namen der Rennszene, nämlich Alberto Ascari als zweifacher GP-Weltmeister von 1952/53 und Luigi Villoresi, konnten für den Lancia-Rennstall zwei herausragende Fahrer verpflichtet werden. Später kamen weitere bekannte Piloten hinzu. 

Sein Renndebüt gab der Lancia D50 am 24. Oktober 1954 beim GP von Spanien in Barcelona. Alberto Ascari erreichte im Training die beste Zeit und startete aus der Poleposition. Allerdings fiel er im Rennen wegen Kupplungsschaden aus. 1955 gewann Ascari früh in der Saison zwei nicht zur Weltmeisterschaft zählende Formel 1-Rennen in Italien. Beim GP in Monaco am 22.05.1955 lag Alberto Ascari in Führung, ehe er am Hafen verunglückte. Er touchierte in einer Schikane eine Streckenbegrenzung und stürzte spektakulär ins Hafenbecken. Ascari konnte sich aus seinem sinkenden Boliden befreien und mit einem gebrochenen Nasenbein ans Ufer schwimmen. 

Vier Tage später erschütterte die weltweite Rennsportgemeinschaft die traurige Nachricht, dass der beliebte Rennfahrer Alberto Ascari bei einer privaten Testfahrt mit dem Ferrari eines Freundes tödlich verunglückte.

Dieses tragische Ereignis und finanzielle Nöte mit dem Renn-Budget veranlassten Lancia zum Verkauf der Rennabteilung an Ferrari.

Der Lancia D50-Fahrzeugbestand wurde mitverkauft.

Die Ferrari-Ingenieure gingen daran, den D50 konsequent zu überarbeiten. Die modifizierten Boliden wurden ab 1955 als Lancia Ferrari D50 bei GP-Rennen eingesetzt. Juan Manuel Fangio gewann damit seine vierte Weltmeisterschaft.

Seitens der CMC ist in einem zweiten Schritt geplant, auch von dem original Lancia Ferrari D50 des Baujahres 1956 interessante Modelle nachzuzeichnen. (Siehe "Vorarbeiten am Original").

Das Modell des Lancia D50 in 1:18, der dem Ferrari zum Verwechseln ähnlich sieht.
Das Modell des Lancia D50 in 1:18, der dem Ferrari zum Verwechseln ähnlich sieht.

Die Fertigung in Hongkong

Anhand der Aufnahmen von der Fertigung und der Details an dem MB LO 2750 kann man eindrucksvoll sehen, was an jedem Modell der CMC geleistet wird.

CMC Messe Special

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Alles Handarbeit !
Alles Handarbeit !

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Der Siegertransporter

Mercedes-Benz feierte mit ihren Silberpfeilen in den dreißiger Jahren wahre Triumphe.

Aber genauso bedeutsam war die Rolle der Renntransporter, die den sicheren und zuverlässigen Transport der wertvollen Boliden zu den europaweiten Rennstrecken übernahmen. Sie waren dabei stark prägend für das Bild in der Öffentlichkeit und unterstrichen den eindrücklichen Willen zum Wettbewerb der Marke.

Mercedes-Benz stand seinerzeit für deren Transporte mit dem Typ LO 2750 ein bewährter 2 3/4-Tonner LKW aus eigener Produktion des Werkes Gaggenau zur Verfügung. Wegen seiner Niederflurbauweise und niederer Anordnung der Ladepritsche war er für die Be- und Entladung der Silberpfeile besonders gut geeignet. Ein zuverlässiger und sparsamer 4-Zylinder Dieselmotor mit 65 PS Leistung gewährleistete den sicheren und pünktlichen Transport zur Rennstrecke.

Schon bald gehörten die typischen Mercedes-blau lackierten Transporter mit dem Schriftzug "Mercedes-Benz Rennabteilung" an den Ladebordwänden zum festen Bestandteil der werksseitigen Transport- und Versorgungskette und waren von der Grand Prix-Rennszene nicht mehr wegzudenken. 

Oft genug kehrte die Transport-Armada als gefeierte Sieger nach Stuttgart zurück. Dabei wurden mit abgenommener Plane und heruntergeklappten Ladebordwänden im LKW-Korso der einheimischen Bevölkerung voller Stolz die aufgeladenen Sieger präsentiert.

Wegen der Bedeutsamkeit dieser Fahrzeuge war es für CMC eine Herausforderung, diese geschichtsträchtigen Transporteure der MB-Vorkriegs-Silberpfeile in Form eines authentisch nachgebauten CMC High-End Modells zu würdigen.

Und nachfolgend die Details der filigranen Fertigung im Bild:

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Der MB LO 2750 in verschiedenen Varianten

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Und weil wir schon bei den Renntransportern sind...

Jetzt erleben wir unser, bzw. das "Blaue Wunder" von Mercedes Benz in 1:18.

1954 entstand in der Daimler-Benz Versuchsabteilung ein von Hand gefertigtes Unikat: Der Mercedes-Benz Renntransporter. Mit seiner tiefblauen Daimler-Benz-Lackierung, den weich geschwungenen Formen der Karosserie und einer Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h erregte das "blaue Wunder" ebenso viel Aufmerksamkeit wie die Rennwagen W 196 und 300 SLR auf seiner Ladefläche. Als sich Daimler-Benz Ende 1955 vom Formel-1-Rennsport zurückzog, verschwand auch der Renntransporter aus der Öffentlichkeit und wurde bedauerlicherweise 1967 verschrottet.

Erst Anfang der 90er Jahre erinnerte sich Daimler-Benz wieder an sein Kleinod und ließ es unter der Regie des Mercedes-Benz-Classic-Center als identischen Nachbau wieder auferstehen.

Anläßlich der Geburtstagsparade zum 100-jährigen Marken-Jubiläum im Jahre 2001 wurde der Renntransporter beim Festival of Speed im südenglischen Goodwood einem begeisterten Publikum präsentiert.

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Exclusiver Luxus in 1:12

Der Name Horch stand im Automobilbau der damaligen Zeit als Synonym für Noblesse, beste Qualität und edle Linienführung. Mit dem Typ 853 stellte die Zwickauer-Autoschmiede 1937 wohl ihr bemerkenswertestes Modell der Öffentlichkeit vor. Das vielseitige Sport-Cabriolet mit seinem Fünflitermotor war das bevorzugte Fahrzeug von Industriellen, Filmschauspielern und hohen Politikern - kurz: der High Society.

Auch heute noch wirkt dieser Horch 853 so faszinierend wie damals. Um sein ganzes Flair voll zur Geltung zu bringen, hat CMC bei dieser Modell-Variante mit der attraktiven Lackierung in Rot-Schwarz den Großmaßstab 1:12 gewählt. Auf diese Weise konnten sie ein Modell von außergewöhnlicher Ausstrahlung, Eleganz und Wertschöpfung anbieten, das sich durch eine große Liebe zum Detail und seiner Funktionalität (u.a. bewegliches Faltdach) auszeichnet. Auch die handgefertigte Karosserie aus 0,6 mm starkem Kupferblech ist bei diesem Modell eine wegweisende Innovation, auf welche die Firma mit Stolz blickt.

Das Juwel Horch 853 1937 in 1:12
Das Juwel Horch 853 1937 in 1:12

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Der Jahrhundert-Klassiker

Mit dem Talbot Lago Coupé erfüllte sich die CMC Geschäftsleitung einen schon lange gehegten Traum. In den Anfangsjahren der CMC war dieser anspruchsvolle Autotyp "noch eine Nummer zu groß", um den hohen Modell-Anforderungen dieses Jahrhundert-Klassikers gerecht zu werden.

Aus heutiger Sicht, nach über 20-jähriger klassischer Automodellbau-Erfahrung (letztes Jahr feierte die Firma ihr 20-jähriges Jubiläum), waren die Stuttgarter nun bereit, dieses Traumfahrzeug mit einer an Eleganz und unübertroffener Ästhetik durch nichts zu überbietenden "Teardrop"-Karosserie des französischen Blech-Virtuosen Figoni & Falaschi als High-End Modell der Spitzenklasse nachzuzeichnen.

Als Talbot 1937 auf dem Pariser Auto-Salon das Coupé erstmals präsentierte, waren die Betrachter sofort in fast atemlose Begeisterung versetzt. Alles an diesem faszinierenden Fahrzeug und jedes Detail zeugt von tiefer Liebe und schon fast "Besessenheit" zur vollendeten Formgebung und passendem Beiwerk.

Dazu kommt noch für die damalige Zeit ein selten anzutreffendes Metall-Schiebedach.

Ein luxuriös ausgestatteter Innenraum mit kunstvoller Verarbeitung von edlem Holz und vornehmem Leder sorgt für Wohlfühlatmosphäre und ein seidenweich laufender Sechszylinder-Reihenmotor, der je nach Ausführung zwischen 140 und 160 PS leistet, vermittelte den Passagieren höchsten Fahrgenuss.

Als Anthony Lago 1937 mit dem damals schon international bekannten französischen Guiseppe Figoni und dessen Partner Ovidio Falaschi einen Exclusivvertrag zur Zusammenarbeit vereinbarte, entstand als Spitzenprodukt dieser Verbindung das sogenannte Teardrop-Coupé, das zwischen 1937-1939 mit gerade einmal 16 produzierten Exemplaren auf den Markt kam.

In der ersten Produktionsserie, genannt "Jeancart", wurden fünf Einheiten gebaut. Die zweite Produktionsserie wurde 1937 auf der New Yorker Auto-Show vorgestellt und beinhaltete elf Fahrzeuge, die ausschließlich mit dem T150 C-SS Chassis und kurzem Radstand mit 2.650 mm gefertigt wurden. Dieses Fahrzeuglos ging als "Modell New York" in die Talbot-Lago Annalen ein.

Dabei unterschied sich jedes einzelne Fahrzeug entweder in kaum wahrnehmbaren oder auch größeren, auffälligen Details.

Als typisches Beispiel sei hier die Auslegung der Scheinwerfer genannt, die entweder zwischen der Kühlermaske und den Kotflügeln frei aufgesetzt oder in die Karosserie eingelassen hinter einer verchromten Metallstabblende angeordnet waren. 

Anthony Lago, zusammen mit seinem Chefingenieur Walter Brecchia, waren technologisch ihrer Zeit damals weit voraus.

An erster Stelle ist das verkürzte und in Leichtbauweise gefertigte T 150 C-SS Chassis zu nennen. Eine Einzelradaufhängung, ein Wilson 4-Gang Vorwahlgetriebe, hervorragende Bremsen und wie schon erwähnt ein kultiviert laufender Sechszylinder-Reihenmotor waren die weiteren technischen Highlights dieses außergewöhnlichen Fahrzeugs.

 

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Auto Union und der Nebelmeister

Auto Union tritt mit einem Typ C mit der Start-Nr. 18 und pilotiert von ihrem Fahrerstar Bernd Rosemeyer am 14. Juni 1936 zum bekannten Eifelrennen auf dem Nürburgring an. Es sollte eines der denkwürdigsten "Nebelrennen" werden, das jemals auf dem Nürburgring gefahren wurde.

Das Rennen ging über zehn Runden, das entspricht 228 km Renndistanz. Bereits die erste Runde wird von den drei bedeutendsten Fahrern jener Zeit bestimmt. Rudolf Caracciola auf einem Mercedes W25 nimmt die erste Position ein, gefolgt von dem alten Haudegen Tazio Nuvolari auf Alfa Romeo P3 und an dritter Stelle liegend Bernd Rosemeyer mit seinem Typ C. Nach der dritten Runde liegt zunächst sensationell Nuvolari vor Caracciola an der Spitze. Rosemeyer ist jedoch im Begriff, ständig aufzuholen. Nach dem Ausscheiden von Caracciola wegen eines Stoßdämpferschadens entsteht ein packender Zweikampf um den Sieg zwischen Nuvolari und dem Draufgänger Rosemeyer. Der macht seinem Namen alle Ehre und übernimmt ab der 7. Runde unangefochten die Spitze des Feldes. Nuvolari hetzt als zweiter schon mit deutlichem Abstand hinterher.

Ab der achten Runde geschieht das Unvorhersehbare. Plötzlicher starker Nebeleinbruch hüllt den Nürburgring in eine undurchdringliche Nebelwand ein. Sichtweite etwas weniger als 20 Meter! Und was macht Rosemeyer? Dieser Teufelskerl fährt, ohne die Geschwindigkeit zurückzunehmen, praktisch ohne Sicht und nur nach Streckengedächtnis und einem offensichtlich angeborenen 7. Sinn für Orientierung und Gefahren unverdrossen weiter und gewinnt das Rennen.

Ein Mythos ist geboren. Bernd Rosmeyer geht als "Nebelmeister" in die Annalen der Renngeschichte ein. 

Auto Union hat mit dem Siegerfahrzeug Typ C ein weiteres Zeichen gesetzt, dass die bisherige Dominanz von Mercedes nicht mehr unantastbar ist. 

Auto Union Typ C Bernd Rosemayer 1936
Auto Union Typ C Bernd Rosemayer 1936

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Bergrennwagen 1936
Bergrennwagen 1936

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Die Geburtsstunde einer Legende

2. Juni 1934: Am Vorabend des Eifelrennens auf dem Nürburgring findet die Abnahme der erstmals in der neuen 750-kg Rennformel antretenden Mercedes-Benz Rennwagen W25 statt. Das Wiegen der in strahlendem Weiß lackierten Monopostos ergibt ein Gewicht von 751 kg. Eine echte Katastrophe, denn das bedeutet Startverbot

Aber so schnell gibt die Mercedes-Crew nicht auf. Das Kilo zuviel muss weg. Aber wie? 

Schließlich findet sich die geniale Lösung: Das Einzige, was man nicht braucht, ist die Lackierung! Also werden die Rennwagen in einer langen und schweißtreibenden Nachtschicht komplett abgeschliffen.

Am Morgen steht ein Rennbolide mit silbern glänzendem Aluminiumlack am Start, der exakt 750 kg wiegt - und gewinnt. Ein furioser Sieg für Mercedes-Benz und den Sieger Manfred von Brauchitsch.

Die begeisterte Presse tauft den Rennwagen "Silberpfeil". Und das zu Recht: Von acht in der ersten Rennsaison veranstalteten GP-Rennen gewinnen die silbernen Flitzer vier erste und drei zweite Plätze. Ein Mythos ist geboren, der bis heute nichts von seinem Zauber verloren hat.

Der Nachbau des ersten Mercedes-Benz-Silberpfeils W 25 ist ein echtes Liebhaber-Projekt für alle Silberpfeil- und Modellfans.

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300 SL Panamericana 1952
300 SL Panamericana 1952

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Der dirty 300 SLR Dirty Hero
Der dirty 300 SLR Dirty Hero

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MB W 196R
MB W 196R

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Das Flaggschiff von CMC - Alfa Romeo 8C 2900 B - Speciale Le Mans - in 1:18

Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um eine Einzelanfertigung und es ist der Stolz des Alfa Romeo Museums "Storico" in Arese/Italien. Nicht nur, weil das Fahrzeug eine interessante Vorgeschichte hat, sondern weil auch das Erscheinungsbild spektakulär und einmalig ist.

Und gerade deswegen hat sich CMC entschlossen, von diesem außergewöhnlichen Fahrzeug eine kleine, limitierte Auflage von weltweit nur 300 Stück im Großmaßstab 1:12 herauszubringen. Um der Exklusivität und Wertigkeit des Modells gerecht zu werden, wurde eine Metallkarosserie aus dem Werkstoff Kupfer gefertigt. Selbstverständlich lassen sich Motorhaube, Türen und Kofferraumdeckel wie gewohnt öffnen, um Motor, Cockpit und Kofferraum betrachten zu können.

Ursprünglich wurde der 8C 2900B für das 24 Stunden Rennen von Le Mans im Jahre 1938 präpariert. Dazu erhielt das Fahrzeug einen vom Karosseriespezialisten Touring entworfenen geschlossenen Aufbau (Berlinetta), der nach aerodynamischen Erkenntnissen in Leichtbauweise auf Basis des von Touring patentierten Superleggera Prinzips (Alu-Karosserie) gefertigt wurde. Ein leistungsangehobener 8-Zylinder-Reihenmotor mit 220 PS und eine weitere Le Mans spezifische Ausrüstung vervollständigten die Renn-Ausstattung für Le Mans. 

Trotz überlegener Führung im 24 Stunden Rennen war dem Fahrzeug kein Erfolg beschieden.  Ein Reifenplatzer und ein darauf folgender Ventilbruch setzten dem sicher geglaubten Sieg ein jähes Ende.

Nach dem Rennen wurde das Fahrzeug komplett repariert und in Privatbesitz verkauft. Zu dieser Zeit wechselte es mehrfach die Besitzer. Schlussendlich landete das gute Stück in England, wo es in den achtziger Jahren vom Alfa Romeo Museum "Storico" im Tausch gegen einen Grand Prix Boliden Typ 158 Alfetta nach Italien zurückgeholt wurde.

"Storico" ließ das Fahrzeug als Straßenversion restaurieren und verordnete ihm eine dem ehemaligen Originalzustand näher kommende dunkelrote Lackierung. Seither zieht das Fahrzeug als Solitair mit dem Status absoluter Rarität die Museumsbesucher in ihren Bann.

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Ferrari 250 GTO in 1:18

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MB 300 SL in 1:18

1952 kehrte Mercedes-Benz mit dem neu entwickelten Rennsportwagen des Typs 300 SL (W194) in den Motorsport zurück. Der stromlinienförmige Sportwagen mit dem ungewohnten Einstieg durch eine hochschwenkbare Klappe, die von der Unterkante der Seitenscheibe bis zur Dachmitte reichte, zog sofort die rennsportbegeisterten Zuschauer in ihren Bann.

Nach einem gelungenen Einstand bei der Mille Miglia geht es für die 300SL beim internationalen Sportwagenrennen um den Großen Preis von Bern am 1. Mai 1952 um einen erneuten Kampf um den Sieg.

Drei offiziell gemeldete 300SL-Wagen in für Mercedes-Verhältnisse ungewöhnlich bunter Lackierung in den Farben Dunkelrot (Rudolf Caracciola #16); Grün (Karl Kling, # 18) und Blau (Hermann Lang,#20) sowie das Ersatzfahrzeug in der Farbe Silber, mit dem Fahrer Fritz Rieß (#22), nehmen das Rennen mit ihren Konkurrenten von Ferrari, Lancia, Aston Martin und Jaguar auf.

Am Ende kann Mercedes einen eindrucksvollen Dreifacherfolg mit Karl Kling als Sieger und den Zweit- und Drittplatzierten Hermann Lang und Fritz Rieß feiern. Leider wurde die Siegesfreude durch den tragischen Unfall von Rudolf Caracciola getrübt, der in der 13. Runde durch eine blockierte Vorderradbremse von der Strecke abkam und gegen einen Baum prallte. Mit einem Oberschenkelbruch und weiteren Verletzungen musste er ins Spital eingeliefert werden.

Seine Genesung dauerte lange und der Knochenbruch und eine Knieoperation hinterließen bleibende Beeinträchtigungen am rechten Bein, die für ihn das Ende seiner Rennkarriere bedeuteten.  

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Wow - das war für mich ein aufregender, spannender Bericht, bei dem ich viel gelernt habe und bei dem viele Bilder aus meiner Jugendzeit vor meinem inneren Auge abliefen.

Gerade der tragische Tod von Alberto Ascari ist mir dermaßen haftengeblieben, dass ich mich frage, wie das eigentlich sein kann. Ich war damals im zarten Alter von 7 Jahren und hatte keine Möglichkeiten, Autorennen life im TV zu sehen. Das Fernsehen befand sich wie ich noch in den Kinderschuhen. Auch das Interesse für GP-Rennen war damals bei mir noch nicht ausgeprägt, bzw. überhaupt nicht vorhanden. Aber ich habe damals die Illustrierten gesehen, in denen die spektakulären Berichte und Bilder zu sehen waren. Und das ist dann überproportional hängengeblieben. Das war wohl auch der Startschuss für mein späteres Faible zu diesem Sport.

Wenn man sieht, wie sich das Rennsportreglement im Laufe der Jahre entwickelte und es manchmal um relativ kleine Details geht, die zu einer Disqualifikation führen, ist es schon interessant, wie groß damals die Unterschiede bei der Konstruktion der Boliden waren.

Bei Betrachtung der wunderschönen Modelle wird einem schnell klar, warum CMC für Modellminiaturen der Spitzenklasse steht. Nichtsdestoweniger wird ständig versucht, sich weiterzuentwickeln, um auch künftig eine führende Rolle im Modellbau einzunehmen. (Wie wollen die das noch steigern ?).

Nebenbei bemerkt sind diese Modelle in meinen Augen eine wesentlich bessere Wertanlage als ein Sparbuch!

Ich denke, liebe Modellbauer und -bauerinnen, ihr werdet mir rechtgeben, dass diese Erfolgsstory mit den spannenden Geschichten und den schönen Bildern ein Special verdient hat. Bei welchem Autoliebhaber beschleunigt sich nicht automatisch der Puls bei Namen wie Talbot Lago, Bugatti, Alfa Romeo, Ferrari, Maserati, Horch, Silberpfeile, Mercedes-Benz 300SL, um nur Einige zu nennen.

Ich darf mich deshalb herzlich für die freundliche Mitarbeit bedanken bei dem Team der Firma CMC, bei Herrn Junginger und postum bei dem großartigen Rennfahrer Alberto Ascari, die mich alle sehr beeindruckt haben.

Nicht zu vergessen ist auch der Gründer der Firma, Herr Herbert Nickerl. Der Stuttgarter (ein typischer Schwabe) fand damals selten Produkte, die seinen Ansprüchen genügten und entschloss sich deshalb, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Das war, wie ich meine, eine Super-Idee!

Wenn es ein Jenseits gibt, wird er mit äußerstem Wohlwollen und Stolz auf die enorme Entwicklung seiner Firma blicken, die seine Frau und deren Team ermöglicht haben.

Wolfgang Hartung

Publiziert am 18. Februar 2017

Die Bilder stammen von CMC / Gertrud und Wolfgang Hartung.

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