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Hanriot HD.1

Teil I

von Peter Hochstrasser (1:72 HR model)

Hanriot HD.1

Zwischen den Fokker-Serien (die nächste beginnt nach diesem Modell) wollte ich einen Hangar bauen, der so in den 20er Jahren in Thun stand. Auf einem Originalbild aus dieser Zeit steht davor eine Hanriot HD.1, neben Häfelis und einer Fokker D.VII. Ich beginne hier im ersten Teil mit dem Modell der Hanriot, im zweiten Teil zeige ich dann der Bau des Hangars und noch ein paar Bilder der Fokker D.VII, die auch auf dem Diorama zu stehen kommt.

Hanriot HD.1

Die Hanriot ist von HR model und relativ gut detailliert, mit einem kleinen Ätzteilset und Folie für Armaturen und Windschutzscheiben. Das Modell ist klein, aber arbeitsintensiv, schon deshalb, weil es eine schweizerische Version ist, und die haben bekanntlich immer etwas neu angesetzt oder verändert...;-). HR model geht da aber kaum darauf ein...(!), wer also eine schweizer Version bauen will, muss einiges recherchieren! Die Klappen wurden hinten abgesenkt, am Oberflügel wurden sie ausgeschnitten und in verschiedener Stellung wieder angesetzt. Auch die Öffnungen an den Rädern wurden abgedeckt.

Das Rumpfinnere und AußendetailsHanriot HD.1Rumpfunterseite mit AbdeckblechDie FahrwerksverspannungDie Gummiwicklung am Fahrwerk

Das Rumpfinnere und Außendetails

Das Rumpfinnere und Außendetails 

Die seitlichen runden Öffnungen wurden aus Metallfolie erstellt und gegenüber dem Modell versetzt angeklebt, auch die Serviceabdeckung wurde aus diesem Material geschnitten. Vieles im Rumpfinnern, wie Streben, Steuerknüppel, Spannseile und anderes, musste selbst hergestellt werden.

Knifflig war auch die speziell geformte "Hülse" mit Austrittsöffnung unter dem Rumpf, eine Art "Sammelstelle" für ausfließendes Öl...? Die Bleche unter dem Rumpf sind ebenfalls aus Metall. Die Fahrwerkdrähte sind aus gezogenem Gießast mit einer Dicke von 0,06mm bis 0,07mm. Die Fahrwerkstreben habe ich etwa 1mm gekürzt.

Schön ist mir die Gummiwicklung an der Achse gelungen. Solche Arbeiten geben einem Modell oft den gewissen "Kick", könnten sich aber auch zu einem Tritt in den Hintern entwickeln...;-),....und es ist wirklich im Masstab 1:72! Die Räder wurden wie üblich etwas abgeflacht.

Hanriot HD.1Die Streben am UnterflügelMontage der Spanndrähte am OberflügelDie zwei Steuerseile bleiben die einzigen am Heck, diese Version hatte keine Spannseile oben oder unten.

Hanriot HD.1

 

HR model will es einem nicht unbedingt leicht machen: Diese W-förmigen Streben hätte man getrost in zwei Teilen herstellen können, aber nein, acht Teile machen doch mehr Spaß, oder...? Ich habe in dem Fall alle Streben aus dünnerem Plastik neu gemacht. Das "Kupferrot" mischte ich aus zwei Teilen Humbrol 133 und drei Teilen Humbrol 62. Hier sind auch die verstellten Querruder zu sehen mit den bereits angesetzten Seilzügen, diese werden als Einzige durch ein 0,3mm Loch am Unterflügel gezogen!

Nachdem mit Hilfe einer Lehre die Streben auf dem Unterflügel montiert wurden, was eine ziemlich komplizierte Angelegenheit wurde, da sie nach außen schräg stehen und zudem noch nach vorne geneigt (!) sind, konnte mit der Verspannung begonnen werden.

Ein Teil der Spannseile wurde bereits am Oberflügel montiert, erst nach dem Aufsetzen des Flügels wurden die Seile auf die richtige Länge geschnitten, angeklebt und mit einem heißen Eisen gespannt. Bei all diesen Arbeiten schwebt das Modell zwischen "Sein oder nicht Sein"....;-) 

Hanriot HD.1Hanriot HD.1Hanriot HD.1Hanriot HD.1Hanriot HD.1Hanriot HD.1

Hanriot HD.1

 

Es ist vollbracht! Das Venturirohr vorne am Oberflügel ist vielleicht etwa 1mm zu hoch, doch das lasse ich so! Muss man wie so vieles bei diesem Modell selber herstellen. Das war's, im zweiten Teil geht's dann weiter!

Peter Hochstrasser

Publiziert am 03. April 2017

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