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Aero L-29 Delfin

NVA-Luftstreitkräfte

von Steven Draht (1:72 Avantgarde Model Kits)

Die Piloten tragen noch die traditionelle Fliegerkleidung.
Die Piloten tragen noch die traditionelle Fliegerkleidung.

Kurzgeschichte

Die ersten L-29-Strahltrainer kamen Ende 1963 / Anfang 1964 zu den Luftstreitkräften der NVA. Diese Flugzeuge gehörten zur 7. und 8. Produktionsserie. Äußere Unterscheidungsmerkmale zu den späteren Serien der NVA-L-29 (14., 15. und 20. Baulos) waren die durchbrochenen Bremsklappen und das längere Seitenruder. Bei allen „Delfínen“ in der DDR befand sich der Landescheinwerfer unter der linken Tragfläche.

Bei Einführung hatten die L-29 keine roten Markierungen an den Tragflächen- und Höhenleitwerkenden. Die taktischen Nummern waren in NVA-untypischen Ziffern, die 150-Liter Zusatzbehälter oberseitig ohne Blendschutz und das Hoheitszeichen als Nass-Schiebebild (Form B) aufgebracht.

Der Einsatz erfolgte im Jagdflieger-Ausbildungs-Geschwader 11 in Bautzen.

Durchbrochene Bremsklappen und langes Seitenruder sind die Merkmale der 1963/64 gelieferten Flugzeuge.
Durchbrochene Bremsklappen und langes Seitenruder sind die Merkmale der 1963/64 gelieferten Flugzeuge.

Der Bau

Der Bausatz von AMK ist einfach toll, viele schön ausgearbeitete Details und sehr gute Passgenauigkeit; kein Vergleich zu den KP- und Bilek-Modellen. Sogar eine kleine Ätzteil-Platine ist im Kit enthalten. Als Zubehör verwendete ich noch Eduard SS558 für das Cockpit, Eduard CX451 als Maskierhilfe und die Pitotrohre von MASTER AM-72-084.

Im Cockpit ergänzte ich die Schubhebel und Belüftungsrohre, eine Blindflughaube und verfeinerte die Pilotensitze. Vor allem mussten die Polster der Sitze dicker gestaltet werden.

Die „316“ kam im Januar 1964 zu den Luftstreitkräften der NVA und wurde im November 1978 verschrottet. Das Flugzeug gehörte zum 07. Baulos. Dementsprechend musste ich ein paar Gravuren verspachteln, den Landescheinwerfer unter die Tragfläche bringen, die Bremsklappen „löchern“ und das Seitenruder verlängern.

Die Hoheitszeichen waren Nass-Schiebebilder
Die Hoheitszeichen waren Nass-Schiebebilder

Den Bugradscheinwerfer habe ich am Fahrwerksbein etwas seitlich versetzt, aufgebohrt und mit KristalKlear verfüllt. Leider waren die Hauptreifen im Bausatz ohne Profil; ich gravierte ein paar Linien ein. Die separaten Felgen wiederum finde ich als sehr gute Lösung zwecks späterer Lackierung. Bei den L-29 der NVA waren die Stoßdämpfer an den Fahrwerken durch einen Lederschutz abgedeckt, was ich nachgebildet habe. In die Fahrwerkschächte kamen noch ein paar Leitungen und leichte Schmutzspuren.

Sehr schön im Bausatz gelöst sind die Flügel-Positionslichter, diese wurden aus Klarsichtkunststoff gefertigt.

Die Hoheitszeichen sind von TOModellbau, Stencils aus der Restekiste, die „316“ ist selbst auf Decalfolie gedruckt. Lackiert wurde mit Duraluminium von Alclad II. Die roten "Signal"-Flächen habe ich nach ausreichenden Recherchen aufgebracht. Später wurden diese an den Tragflächenenden durchgezogen und auch das Höhenleitwerk damit versehen.

Wer das Modell bauen möchte sollte unbedingt auf ausreichend Gewicht im Rumpfbug achten. Ich habe Bleikugeln verschiedener Größe aus dem Anglerbedarf benutzt.

Gut zu sehen: Landescheinwerfer in der Tragfläche, Leitungen der Fw-Schächte, profilierte Reifen.
Gut zu sehen: Landescheinwerfer in der Tragfläche, Leitungen der Fw-Schächte, profilierte Reifen.

Aero L-29 DelfinAero L-29 DelfinAero L-29 DelfinAero L-29 DelfinAero L-29 DelfinFlugplatz Bautzen, Sommer 1964Kurz vor dem Start, JAG-11

Aero L-29 Delfin

 

Steven Draht

Publiziert am 08. April 2017

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