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Eurofighter Typhoon

"Bronze Tiger" 30+09, Jagdgeschwader 74, Tiger Meet 2014

von Alexander Jost (1:48 Revell)

Eurofighter Typhoon

Das Original

Der Eurofighter ist eines der modernsten Mehrzweck-Kampfflugzeuge. Auf die Luftüberlegenheitsrolle sowohl im Luftfern- als auch Nahkampf optimiert, verfügt der Eurofighter auch über die erweiterten Fähigkeiten zum Luft/Boden-Einsatz. Das Taktische Luftwaffengeschwader 74 Neuburg präsentierte zum TigerMeet 2014 eine wirklich fantastische Lackierung und gewann damit einen der begehrten Preise.

(Quelle: Revell.de)

Eurofighter Typhoon

Das Modell

Ein Eufi in knalligem Metallic-Orange? Mit schwarzen und silbernen Streifen? Diese Sonderlackierung von 2014 ist meiner Meinung nach mit Abstand das Spektakulärste, was seit langer Zeit an einem Luftwaffen-Jetflugzeug aufgesprüht/gepinselt/geklebt wurde. Als ich dieses Teil zum ersten Mal sah, war es mit der Planung der nächsten Projekte geschehen. 'Der ist mal direkt fällig', dachte ich mir, und konnte Dank des 48er Revell-Bausatzes und der mitgelieferten Decalvariante bald mit dem Bau loslegen.

Eurofighter Typhoon

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Es handelt sich um den Revell-Bausatz No. 03949, den wir euch vor einigen Monaten hier bei MV vorgestellt haben. Bau und Lackierung/Decalauftragen klappten soweit ganz gut. Dank der umfangreichen Decals, die Revell mitgeliefert hat, ist der Verlauf der schwarzen und silbernen Streifen und des Tigeraugen-Motivs vorgegeben. Allerdings müssen die Decals teilweise zurechtgeschnitten und an die Konturen des Flugzeugs angepasst werden. Dabei ist neben viel Geduld beim Anpassen auch ein guter Weichmacher von Nöten. Außerdem ist ein wenig schwarze und silberne Farbe notwendig, um die Abziehbilder nach dem Aufbringen und Ausrichten an den Kanten und dortigen "Überlappungen" farblich auszugleichen. Einige Bereiche habe ich gar nicht erst mit einem Decal beklebt, sondern die schwarzen Streifen direkt mit dem Pinsel aufgetragen (Revell Aqua Colors Schwarz Seidenmatt 302). So geschehen an schwer zugänglichen Stellen (Übergang Lufteinlauftunnel-Rumpf, die äußeren Unterrumpf-Pylone, Gehäuse der Klappensteuerung unter dem Rumpf).

Eurofighter Typhoon

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Eurofighter Typhoon

 

Beim Bau und der Lackierung...

... ging ich wie folgt vor:

  1. Montage des Modells "im Fluge", also Fahrgestell eingeklappt/ Fahrwerksklappen geschlossen, Piloten in's Cockpit hineingesetzt (umgebauter F-4-Kutscher von Academy), Canopy maskiert und verschlossen, 4mm-Bohrung zur Aufnahme eines Karbonstabes als "Modellstütze" vorbereitet.
  2. Lufteinläufe weiß vorlackiert und mit Schaumstoff verschlossen/maskiert.
  3. Anmischen der orangenen Deckfarbe. Es handelt sich um RAL "Perlorange Metallic". Ich wich wegen schlechter Erfahrungen von der von Revell vorgeschlagenen Mischung (Revell Orange 30 mit Revell Bronze Metallic 95) ab. Die Metallpigmente der Bronze sind einfach zu grobkörnig und schwer und lassen sich daher nicht glatt mit dem Airbrush auftragen, egal ob als Revell Aqua Colours oder aus dem Emaille-Programm der Bündener. Wie gesagt, es handelt sich um meine eigenen Erfahrungswerte. Wer mit den Farbtönen klarkommt - umso besser. Passender fand ich allerdings 3 Teile Revell Rot glänzend 51 mit 1 Teil Revell Alu 99 und ca. 1,5 Teilen Revell Orange glänzend 30 (alles Emaillefarben).
  4. Fertigstellen des Cockpits, Lackieren des Triebwerksbereiches. Die beiden Nozzles setzte ich nicht schon jetzt ein, sondern verbaute sie ganz zum Abschluss der Lackierung, ebenso die Nase (einteiliges Radom). So konnte ich das Modell gut vorne und hinten anfassen und während der Arbeitsschritte festhalten.
  5. Polieren/Glätten der Modelloberfläche, Maskieren der Cockpitkanzel und des Triebwerksbereiches.
  6. Aufsprühen der orangen Deckfarbe. Detailbemalung der Flügel Sensor Pods, Antennen, Anstellwinkelgeber (AOA-probes), grauen Unterseite vor dem Lufteinlass. Modellieren der Antikollisionslicher auf und unter dem Rumpf (in Rot) und am Leitwerk (transparent) sowie der Positionslichter mit BONDIC-UV-Kleber.
  7. Demaskieren und farbliches Ausbessern einzelner Bereiche.
  8. Überzug des gesamten Modells mit Acryl-Glanzlack (hier: Future).
  9. Aufbringen der Decals unter Zuhilfenahme verschiedener Weichmacher, wie z.B. Gunzes "Decal Set" oder "Micro Set". 
  10. Ausbessern der Decalübergänge/ Kantenbereiche mit schwarzer und silberner Farbe (Revell Aqua Colours Seidenmatt 302 und Alu 99, jeweils verdünnt mit 10%iger SIMPLE GREEN-Lösung) und Pinsel. Lackieren der grauen Canard-/Flügel-/Leitwerk-Vorderkanten. Hierbei wichtig: der Flieger hat auch graue Tragflächenvorderkanten, was Revell nicht in der Bemalungsanleitung angegeben hat.
  11. Erneuter Überzug des gesamten Modells mit Future. Mattieren des Triebwerk-Bereiches. Der Rest des Fliegers behält ein Hochglanz-Finish.
  12. Befestigung des Karbon-Haltestabes mit Pattex STABILIT EXPRESS 2K-Kleber, Montage von Radom und Triebwerken, letzte farbliche Ausbesserungen.
Eurofighter TyphoonHier gibt's einiges zum Spachteln: die schwarzen Linien markieren die Klebefugen des Modells. Ich verschloss sie teils mit Tamiya-Spachtel, teils mit Bondic UV-Kleber.Durch Verkleben und Verschleifen werden einige der recht seichten Panellines des Modells zerstört.Die maskierte Kanzel wurde mit schwarz gefärbtem Weißleim fixiert. Spalte wurden mit Sekundenkleber von außen verschlossen.Die maskierte Kanzel wurde mit schwarz gefärbtem Weißleim fixiert. Spalte wurden mit Sekundenkleber von außen verschlossen.Mögen die Spiele beginnen...Auf der Oberseite der Tanks sieht man einige der lückenhaften Stellen, die mit Pinsel und schwarzer Farbe auszugleichen sind.

Eurofighter Typhoon

 

Fazit:

Wenn der Vogel erst einmal fertig ist, leuchtet er in aller Pracht und macht ordentlich was her. Optisch definitiv eine lohnende Abwechslung in der Vitrine.

August 2017

Alexander Jost

Publiziert am 02. September 2017

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