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2016 Chevrolet SS

Fictional Throwback #3 „Wrangler Jeans / Goodwrench“

von Thomas Lutz (1:24 Revell)

2016 Chevrolet SS

Im Oktober 2008 gab Revell USA bekannt, dass die Produktion von sogenannten NASCAR Kits (Stock Cars) zum Februar 2009 eingestellt werden würde. Für einen Teil der Automodellbauer schien so ein Weltbild einzubrechen. Was im Plastikmodellbau gut 30 Jahre Bestand hatte, mit zahlreichen Modellen und Auflagen zum Bau für 1:25 und 1:24 Autos, sollte zu einem jähen Ende kommen.

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Der erste wirkliche Stock Car Modellbausatz war (meines Wissens) der Bausatz 1-0731 von MPC mit dem 1969 Dodge Daytona, der bereits im Jahr 1970 erschien. Danach folgten weitere Bausätze von MPC, die Oval Stock Racer von Jo-Han und dann Bausätze von AMT. Lindberg, Monogram und Revell kamen in späteren Jahren hinzu. Von 1970 bis 2007 gab es eine große Auflage verschiedener NASCAR (Stock Car) Modelle, die größte Auswahl gab es im Programm von Monogram bzw. später Revell-Monogram.

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Damit war es nach dem Jahreswechsel 2008 vorbei. Weder von R2 AMT/Ertl noch von Revell USA wurden weiterhin NASCAR Kits produziert. Ein kurzes Intermezzo gab es im Jahr 2010 mit vier ProFinish Snap-Tite Bausätzen des Chevrolet Impala von AMT. Danach konnten Stock Car Fans nur noch auf Resin-Karosserien zurückgreifen. Bei Verwendung von Resin Bodies stiegen die Kosten für ein Modell um das Drei- bis Vierfache, denn zur Resinkarosserie, die gut den doppelten Preis hat wie ein Bausatz, musste man für das Chassis, die Reifen und das Innenleben auch noch einen normalen Bausatz dazunehmen.

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Die NASCAR Durststrecke dauerte bis 2016 an. Revell kam zurück in die Sparte „American Motorsports“. Als erster Bausatz erschien der Kit Nr. 85-1472 mit einem ProFinish Snap-Tite Modell des 2015 Ford Fusion #2 „Blue Deuce“ von Brad Keselowski und gleichzeitig das baugleiche Auto Kit Nr. 85-1473 Ford Fusion #22 „Shell / Pennziol“ von Joe Logano. Im Jahr 2016 folgten dann zwei weitere Bausätze mit dem 85-1474 eines 2016 Chevrolet SS (Impala) #88 „Nationwide“ Dale Earnhardt Jr. und Kit Nr. 85-1475 mit der Startnummer #48 „Lowes“ von Jimmie Johnson.

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Wie alle Bausätze der früheren ProFinish Serie haben diese Modelle farblich vorproduzierte Karosserien, auf die man nur noch die Klebedecals aufbringt und das Modell in Snap-Tite Steckbauweise ohne Kleber fertig montieren kann.

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Man „kann“ – muss aber nicht. Die sehr feinen Oberflächen der Modelle eignen sich hervorragend zum Überlackieren und von den Decalherstellern gab es schnell genügend Decalbögen, um aktuelle Autos der NASCAR Serie zu bauen.

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Auf der Rennstrecke in Darlington wurden in den letzten Jahren immer wieder Fahrzeuge mit sogenannten „Throwback Paint Schemes“ eingesetzt. Dabei wurden aktuelle Autos mit Lackierungen historischer NASCARs gefahren, praktisch eine Homage an frühere Rennfahrerlegenden. Mit relativ wenig Aufwand, neuer Lackierung und älteren Decalbögen kann man so Throwback Cars bauen, z.B. als #43 „STP“, #21 „Motorcraft“ oder #42 „MelloYello“.

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Mein kreatives Projekt eines Throwback Paint Schemes sollte in Ehren und zum Gedenken an „BigE“ The Intimidator Dale Earnhardt sein und die mehrfarbige Lackierung ist frei erfunden. Das Modell vereinigt die bekannten Sponsoren, Farben und Lackierungen von DE mit Gelb und Blau für die Wrangler Jeans Epoche von 1984 bis 1987, Schwarz, Rot und Silbergrau für die „GM Goodwrench“ Autos von 1988 bis 2001.

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Innen wurde der Chevrolet SS im typischen Rot bemalt. Die Decals kamen von einem Monogram Goodwrench Lumina Bausatz und einem Wrangler Decalbogen von Powerslide Decals. Das AC Delco Decal kam aus der Grabbelkiste und das schwarze Goodwrench Service Plus Decal auf dem Heck stammt vom Decalbogen der Revell CR5 LeMans Corvette. 

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Da es ein Fictional Car ist blieb das Modell ohne den Namen des derzeitigen Fahrers der No. 3 Austin Dillon. Stets nach genauem Vorbild zu bauen muss also auch bei den NASCAR Stock Cars nicht sein, ein bisschen Kreativität, eine Hätte-so-sein-können-Lackierung und Reste aus der Grabbelkiste machen auch Spaß.

2016 Chevrolet SS

Thomas Lutz,
stockcarmodels.weebly.com

Publiziert am 22. Februar 2018

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