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Lippisch P.01-117

Reißbrett-Raketen-Jäger

von Thomas Brückelt (1:72 Eigenbau)

Lippisch P.01-117

Der Entwurf der Lippisch P.01-117 stammt aus dem Jahr 1941. Der Jäger hätte von einem HWK-Raketenmotor angetrieben werden sollen. Als Bewaffnung waren sechs MG 151 (Kal. 20 mm) vorgesehen, kreisförmig um das Liege-Cockpit herum angeordnet. Start und Landung wären wie bei der Me 163 Komet abgelaufen.

Ich versuchte einige Zeit lang den alten AV models-Bausatz der P.01-117 aufzutreiben: Keine Chance... So beschloss ich den spektakulären Entwurf im Eigenbau meiner Sammlung hinzuzufügen.

Lippisch P.01-117

Markus, Ex-Kollege und guter Freund, bot mir vor einiger Zeit an, Teile mit seinem 3D-Drucker zu erstellen, falls ich etwas brauchen sollte. Nun war es soweit. Der Rumpf war am CAD-System schnell gezeichnet, da es sich - abgesehen von der Kufe und dem Sporn - um einen einfachen Rotationskörper handelt. Die Mündungskanäle der Kanonen konstruierte ich ebenfalls mit hinein, so hatte ich am Bauteil gleich die richtigen Positionen. Weiterhin ließ ich mir eine Tiefziehform für die Haube drucken.

Lippisch P.01-117

Die Teile aus dem 3D-Drucker haben durch den Aufbau in Schichten eine raue Oberfläche, die man komplett mit Spachtelmasse überziehen und verschleifen muss. Danach spritzte ich die verschliffenen Teile grau an, um Unebenheiten zu entdecken. So konnte ich nachspachteln und ein weiteres Mal die beiden Teile grau anspritzen.

Die Tragflächen und das Seitenleitwerk schliff ich aus einer 4 mm starken Polystyrol-Platte heraus. Auch die Flügelwurzeln entstanden durch bildhauerische Aktivität.

Lippisch P.01-117

Nachdem Tragflächen und Seitenleitwerk am Rumpf angeklebt waren gab es nochmals ein wenig Spachtel- und Schleifarbeit. Danach strich ich das komplette Modell in Hellgrau an, um eine gleichmäßige Basis für die Lackierung zu schaffen.

In der Ersatzteilkiste fand sich ein liegender Pilot, der gut passte. Mit gezogenen Gießästen stellte ich die Bedienelemente dar und fertigte genauso das Staurohr, die Antenne und die Mündungen der Kanonen an. Verklebt habe ich die Teile mit zähflüssigem Sekundenkleber. Die Tiefziehhaube brachte ich mit 5-Minuten-Epoxydharz an.

Lippisch P.01-117

Lackiert habe ich das Modell größtenteils mit dem Pinsel (Humbrol/Revellfarben). Die Tarnung auf der Rumpfoberseite und auf dem Seitenleitwerk tupfte ich mit dem Schwamm auf und ließ die Flecken noch etwas verschwimmen, indem ich sie mit einem in Verdünnung getauchten Pinsel überstrich.

Die Nassschiebebilder stammen aus der Restekiste und von dazugekauften Bögen. Matter Klarlack von Tamiya versiegelt den Raketenjäger.

Lippisch P.01-117

Das Display fertigte ich aus einer 3 mm starken Kunststoffplatte und einem CFK-Stab mit 1 mm Durchmesser an.

Dank Markus‘ Unterstützung mit den Teilen aus dem 3D-Drucker entstand hier recht zügig ein exotisches Modell, das in meiner Lippisch-Jäger-Sammlung nicht fehlen darf.

Lippisch P.01-117

Lippisch P.01-117

Lippisch P.01-117

Lippisch P.01-117

Thomas Brückelt,
acroairwolf.beepworld.de

Publiziert am 06. Februar 2018

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