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Jakowlew Jak-23 Flora

von Steffen Erwerth (1:72 KP)

Jakowlew Jak-23 Flora

Vorwort

Die Jak-23 war ein einstrahliges Jagdflugzeug in Mitteldeckerbauweise, als Antrieb diente ihr ein RD-500 Triebwerk mit 15,7 kN Schub. Sie war die Weiterentwicklung der Typen Jak-15, Jak-17 und Jak-19. Der Erstflug erfolgte am 08.06.1947. Ab März 1948 wurden bis 1950 310 Stück produziert. Der Typ wurde von verschiedenen Luftstreitkräften des Warschauer Paktes eingesetzt, so unter anderem auch von Polen, das gleichzeitig auch einer der größten Nutzer war. Im November 1953 geriet eine Jak-23, mit der sich ein rumänischer Pilot nach Jugoslawien abgesetzt hatte, in die USA und wurde dort auf der Wright-Patterson AFB getestet. Nach den Tests wurde die Maschine an Jugoslawien zurückgegeben. Die Jak-23 hatte ein maximales Abfluggewicht von rund 3,4 t, sie erreichte eine vmax von 823 km/h und eine Gipfelhöhe von 14,8 km sowie eine Reichweite von 485 km.

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Zum Modell

Die Jak ist eins von vier Modellen, das die Zeiten überlebt hat, sie entstand so etwa 1988 rum, da war ich 14 Jahre alt. Da meine „Wurzeln" in den sogenannten „neuen Bundesländern" liegen, ist das Modell mit dem mir damals zur Verfügung gestandenen Mitteln und Möglichkeiten gebaut. Vernünftiger Klebstoff und Spachtelmasse waren kein Problem. Die entsprechenden Werkzeuge kamen meistens aus der gut ausgestatteten Garage meines Vaters bzw. Opas. Der eigentliche Knackpunkt lag bei den Farben, an spezielle Modellbaufarben, wie heute gang und gäbe, war damals nicht zu denken. Ich verwendete (und soviel ich weiß auch alle aus meinem Freundeskreis, die auch Plastikmodellbau betrieben) einen Fahrradreparaturlack auf Nitrobasis. Von dem gab es eine Grundfarbenpalette inklusive Klarlack. Diese Farben zu verarbeiten war immer eine riesige Gestanksorgie, die eigentlich nur am offenen Fenster zu bewältigen war. Die silberne Farbe in diesem Fall hier nannte sich Alusil und war eigentlich eine hitzebeständige Ofenrohrfarbe, die sich aber wunderbar für Modellbauzwecke verwenden ließ. Ganz im Gegensatz zu den Nitrolacken war diese Farbe geruchstechnisch eher verhalten.

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Das Modell von KP war lange Jahre das einzige in 1:72 erhältliche, bis Special Hobby 2012 für eine Ablösung sorgte. Es bestand nur aus wenigen Teilen, hatte erhabene Panellinien, war aber ansonsten für die damalige Zeit ganz gut gemacht. Nur die Spritzqualität der Teile ließ öfters zu wünschen übrig. Der Bau liegt schon zu lange zurück, deshalb kann ich dazu nicht mehr allzu viel berichten. Erinnern kann ich mich, dass die Schubdüse nicht so hundertprozentig passte. Die musste ich quasi einspachteln, was auch der Grund dafür ist, dass diese etwas außermittig sitzt. Im Bug habe ich etwas Gewicht in Form von Bleikugeln aus dem Anglerbedarf untergebracht. Alles in allem war die Jak-23 wohl eher ein Modell von der unkomplizierteren Sorte. Zur hier dargestellten Maschine macht die Bauanleitung leider keine Angaben, außer dass es sich, wie man auch sieht, um eine polnische handelt.

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Steffen Erwerth

Publiziert am 28. Mai 2018

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