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Felixstowe F.2A

von Patrick Mierzwa (1:72 Roden)

Felixstowe F.2A

Das Felixstowe-Flugboot:

Die Felixstowe F2.A wurde in der britischen "Seaplane Experimental Station" in Felixstowe gefertigt, daher die Namensgebung der F-Baureihe. Gebaut wurden Versionen mit den Bezeichnungen F-1 bis F-5 in unterschiedlichen Ausführungen und Varianten. Die Felixstowe wurde als Aufklärer, Rettungsflieger und gleichermaßen als Bomber/U-Boot Jäger eingesetzt. Die Einsatzdauer solch einer Felixstowe konnte bis zu 9 1/2 Stunden dauern, die übliche Einsatzzeit betrug allerdings sechs Stunden. Bei der größten Wasserflugzeugschlacht im Juni 1918, an der vier F2A und eine H12 ganzen 14 deutschen Hansa-Brandenburg gegenüber standen, wurden drei deutsche Flieger abgeschossen sowie zwei F2A stark beschädigt.

Felixstowe F.2A

Nach diesem größten Gefecht zwischen Wasserflugzeugen hatte man sich entschieden, die Rümpfe der Felixstowes mit stark erkennbaren Farbmustern zu bemalen. Dies sollte auch das Auffinden nach einer Notwasserung erleichtern und diente zur besseren Erkennung der Maschinen. Die von der Marinebasis Great Yarmouth aus operierenden Maschinen wurden mit „Zick-Zack" und Schachbrettmustern, je nach Geschmack der Besatzung, bemalt. Die Maschinen von der Basis Felixstowe hingegen hatten meist standardisierte Streifenmuster.

Felixstowe F.2A

Das Vorbild:

Unser Modell stammt demzufolge von der Marinebasis Felixstowe. Das dargestellte Flugboot mit der Losnummer N4543 war unter allen Modellen einzigartig. Es hatte nämlich als einzige Maschine zu Testzwecken einen MG-Stand auf der oberen Tragfläche, der Schütze musste hier mehrere Stunden in einer Art Blechtonne ausharren. Vorteil war ein um 360 Grad freies Schussfeld. Etwaige Pläne weitere Maschinen mit dem Schützenstand auf der Fläche auszustatten sind nicht bekannt. Da sich der Krieg dem Ende zu neigte, sah man wohl von weiteren Umbauten ab. Das Flugzeug wurde am 9. Juli 1918 an das 230ste Squadron geliefert. Viel ist über die Maschine jedoch nicht bekannt. Als erwiesen gilt aber, dass die Maschine schon am Tag ihrer Auslieferung ein U-Boot mittels Bomben angriff.

Die Nummer N4543 diente bis zum 9. November 1918, als es aufgrund eines Treibstoffproblems notgelandet wurde und sank.

Felixstowe F.2A

Kurzes zum Bau:

Das gezeigte Modell stammt aus dem Hause Roden. Die Formen der Felixstowe F.2a werden dabei sehr gut wieder gegeben. Der Bau verlief recht problemlos. Beim Hersteller Roden muss man sich aber immer auf etwas mehr Arbeiten wie Schleifen, Spachteln und Entgraten einstellen. Ein "Schüttelbausatz" ist es nicht. Sehr viel Geduld erfordert hier die Verspannung, etliche Fäden mussten verspannt werden. Als Spannmaterial kam wie immer Infini Black Lycra im passenden Maßstab zum Einsatz. Im Großen und Ganzen kein Anfängermodell aber für den ambitionierten Bastler gut zu schaffen.

Felixstowe F.2A

Das Diorama entstand aus einem alten Bilderrahmen, welcher zunächst mit Styropor für die Kaianlage ausgekleidet wurde. Verkleidet wurde das Ganze mit Schaschlikspießen, etwas Rasenmatte aus dem Modellbahnzubehör und einem Betonweg aus Pappe sowie einer Rampe aus Eisstäbchen. Der Meeresboden wurde zunächst mit Vogelsand ausgelegt und dann mit der Airbrusch „dreckig"-Grün gesprüht. Wasser aus 2K Harz rundet das Diorama ab. Ein paar Wasserpflanzen von Noch und Wellen aus Acryl kamen dazu. Die Figuren stammen von Preiser. Das Ruderboot von Zvezda.

Hier noch Links zu einem Baubericht und einem Rolloutvideo.

Felixstowe F.2A

Felixstowe F.2A

Felixstowe F.2A

Felixstowe F.2A

Felixstowe F.2A

Patrick Mierzwa,
www.facebook.com/PPKModelling

Publiziert am 17. Juli 2018

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