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Lockheed L-049 Constellation

OE-IFA, Aero-Transport

von Johannes Wipauer (1:144 F-RSIN)

Zum Vorbild

Das hier vorgestellte Flugzeug wurde eigentlich als C-69-1-LO von Lockheed für die USAF gebaut, im Jahre 1945. Das Kriegsende machte es möglich, dass bald darauf nicht mehr so viele Militärflugzeuge benötigt wurden, und so wurde die c/n1969 entmilitarisiert zur Lockheed L-049D und als NC67901 zivil registriert, kam 1948 als N90830 zur TWA (Trans World Airlines), wo sie bis 1961 als "Star of Zurich" flog. Nach einem kurzen Intermezzo bei den britischen "Falcon Airways" landete sie als OE-IFA bei der österreichischen Aero-Transport.

Aero-Transport wurde bereits 1957 gegründet und war von Anfang an Partner der deutschen LTU. Zusammen mit zwei weiteren Connies ermöglichte die OE-IFA auch Langstreckenflüge, so war sie die erste österreichische Verkehrsmaschine, die New York anflog, auch Ziele in Afrika und Asien wurden bedient. Leider währte das Glück nur kurz, weil bereits 1964 zumindest 2 der 3 Connies in Wien bzw. Amsterdam beschlagnahmt wurden wegen zulange nicht bezahlter Rechnungen. Eine Quelle nennt auch unerlaubte Waffentransporte, welche 1963 in Djibouti aufgedeckt und geahndet wurden. Das war das Aus für die Airline und auch für die OE-IFA, welche 1966 verschrottet wurde. Die technischen Daten zur L-049 findet man in Wikipedia.

Weitere Quellen: rzjet.net sowie Zoggavia, auch Airliners-Airlines bietet Infos. Last not least das als gebundenes Buch erhältliche "Handbuch der Österreichischen Luftfahrzeug-Register 1920-2015", von Dr. Gottfried Holzschuh, dem Schriftführer der Österreichischen Flugzeughistoriker, ISBN 978-3-200-04140-0, erschienen 2015 in Wien. Es ist DAS Nachschlagewerk für jeden, den die zivile Luftfahrt in Österreich vor 2015 interessiert.

Lockheed L-049 Constellation

Mein Modell

Mein Modell entstand aus dem hier von mir vorgestellten Bausatz. Der wurde als L-749 angeboten, beinhaltet aber auch die etwas anderen Motorverkleidungen der L-049. Und nachdem der Rumpf von den Abmessungen her auch eher eine L-049 wiedergibt, und auch bereits sehr viele BOAC-Modelle in meinen Vitrinen stehen, wurde es zu diesem etwas exotischen Exemplar.

Lockheed L-049 Constellation

Der Bausatz ist gut proportioniert und für die "Ur-Connie" L-049 durchaus maßhaltig. Sehr sauber die 4 Propeller, erstaunlich stabil das Fahrgestell. Absolute Spitze sind die Decals, von denen ich allerdings nur die Stencils incl. Fenster verwendet habe. Alle airlinespezifischen Dekore und Beschriftungen sind nach Fotos selbstgemacht. Alle nicht erwähnten Teile sind frei nach den Cognac-Güteklassen "VVSR", "very very short run". Ein Tipp für alle, die das auch probieren wollen: bitte den Rumpf bis zu den Tragflächenwurzeln mit möglichst schweren Zeug ausfüllen! Das wuchtige Leitwerk zieht sonst die Bugräder in die Höhe! Bei meinem Modell ruhen alte M8-Schrauben, eingebettet in Knetmasse im Rumpf. Aber jetzt der obligate Walkaround:

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Lockheed L-049 Constellation

 

Geändert gegenüber dem Bausatz habe ich die Staudruckmesser beiderseits der Bugräder, diverse Kleinteile am Rumpfrücken sowie die Auspuffverkleidungen. Jene des Bausatzes sind nur eine Orientierungshilfe für die Lage. Antennenleitung aus "Rig that thing" von Uschi van der Rosten. Noch ein paar Fotos:

Weitere Bilder

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Johannes Wipauer

Publiziert am 17. August 2019

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