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PZL P.11b

Aeronautica Regala Romana (Rumänische Luftstreitkräfte)

von Bert Andermann (1:72 IBG Models)

PZL P.11b

Die PZL P.11 war nicht nur DAS polnische Jagdflugzeugmuster der 1930iger Jahre, sondern auch ein recht ansehnlicher Exporterfolg. So erhielt Rumänien 1933/34 50 Exemplare der Version P.11b und startete anschließend die Lizenzproduktion eines modifizierten Modells.

PZL P.11b

Der Bausatz

Über den ordentlich detallierten Bausatz gäbe es Einiges zu sagen, auch zu kritisieren, aber ich möchte mich kurz fassen. Sehr gut gefällt mir die Wellblechstruktur, andere Details hätte man durchaus besser gestalten können. Der Spritzguss ist leider nicht von höchster Qualität, etwas Nacharbeit hier und da ist angebracht. Zum Glück gibt es keine Sinkstellen im kritischen Wellblechbereich. An den Triebwerksteilen fallen die viele Angüsse negativ auf, wodurch viel Fleißarbeit beim Heraustrennen und Versäubern anfällt. Zu guter Letzt, die Klarsichtteile sind schön klar, leider aber auch sehr dick.

PZL P.11b

Dem Bausatz liegt eine Ätzteilplatine bei, mit größtenteils sinnvollen Optionen. Wer keine Ätzteile mag, kann das Modell freilich auch ohne bauen und muss eben auf ein paar Details der feineren Art verzichten. Die Platine bietet übrigens einen Rahmen samt Folie für die Windschutzzscheibe. Diese Option, in meinen Augen leicht schrullig bzw. oldschool wirkend, ist übrigens recht anspruchsvoll in der Anwendung. Ich habe mir daher lieber ein Tiefziehteil gefertigt.

PZL P.11b

Zum Bau

Gebaut habe ich aus der Schachtel, bis auf die besagte Windschutzscheibe. Extra Arbeit fiel beim klobigen Propeller an, dessen Kontur habe ich mit Feile und Schaber nachgebessert. Und die Tragflügelteile habe ich dünner geschliffen, ohne diese Vorarbeit wirkt der Flügel einfach zu dick. Ansonsten ist die Passgenauigkeit recht gut, allerdings muss an einigen Stellen gespachtelt werden, damit keine hässlichen Fugen verbleiben. Am fertigen Modell könnten allerdings die sehr biegsamen Fahrwerksstreben zum Problem werden. In meinem Fall glücklicherweise nicht, da ich meine Modelle gewöhnlich auf der Grundplatte fixiere und die Fahrwerksstreben daher kaum durchhängen können.

PZL P.11b

Noch ein Wort zum Bauablauf. Ich habe die beiden Baugruppen für Tragflügel und Rumpf vor dem Verbinden lackiert, weil man später an den spitzwinkligen Übergang von Rumpf zu Flügel nur schwer herankommt. Anscheinend ist diese Vorgehensweise vom Design her auch so angedacht, denn beide Baugruppen lassen sich ohne sichtbare Fugen verkleben.

PZL P.11b

Farbgebung

Ich habe mich für die einfarbige "44" aus den späten `30er Jahren entschieden. An sich eine einfache Aufgabe, wenn man sich strikt an die Vorgaben hält. Jedoch über die korrekte Farbgebung des Abgassammlers an der Motorhaubenfront kann man sich ausgiebig den Kopf zerbrechen, sobald man selbst nachforscht. Außerdem lässt die Bauanleitung einige Fragen bezüglich der Detailbemalung offen. Dafür stellt die Anleitung die benötigten Farbtöne von fünf Herstellern zur Verfügung, vorbildlich!

PZL P.11b

Ärger gab es mit den Decals, die habe ich auch mit Weichmacher nicht sauber in die Wellblechoberfläche zwingen können. Entstandene Schadstellen wurden mit Farbe kaschiert und das Seitenruder gleich komplett lackiert.

PZL P.11b

Bert Andermann

Publiziert am 07. April 2022

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