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HMS Courageous

von Andre Steckel (1:700 HP-Models)

HMS Courageous

Geschichte der HMS Courageous

Courageous wurde wie ihr Schwesterschiff die Glorius 1915 als Schlachtkreuzer mit einer Hauptbewaffnung von je 4 - 38,1cm-Geschützen in Zwillingstürmen fertiggestellt. Beide besaßen jedoch eine extrem leichte Panzerung. Durch Gefechtserfahrungen mit deutschen Kreuzern am 17.11.1917 erhielten beide Schiffe mehrere 15cm-Treffer, die zu empfindlichen Schäden führten und der Admiralität die krasse Fehlkonstruktion der beiden Schlachtkreuzer vor Augen führte. Im Rahmen des Washington-Abkommen von 1922 sollten die Schiffe bereits ausgemustert werden. In Anbetracht der Tatsache jedoch, daß die Marinefliegerei immer mehr an Bedeutung gewann, entschied man sich zum Umbau beider Schiffe zu vollwertigen Flugzeugträgern. Im Gegensatz zur Furious wurden beide Träger als Inseltypträger fertiggestellt. Durch die hohe Rauchgasabführung konnten in den Hallendecks ein Drittel mehr Flugzeuge untergebracht werden.

HMS Courageous

Technische Daten

  • Standardverdrängung: 22500 t
  • Einsatzverdrängung: 27400 t
  • Länge über alles: 239,65 m Flugdeck:175,56 m
  • Breite: 27,60 m
  • Hallendecks/Aufzüge/Katapulte: 2/2/2
  • max. Geschwindigkeit: 30,5 kn
  • Fahrstrecke: 6630sm / 10 kn
  • Besatzung: 839
  • Bewaffnung: 16 x 12 cm Flak, 4 x 4cm Flak u. 48 Flugzeuge
  • Panzerung/Seite 76 mm, Horizontal 25mm, Schilde 51 mm

HMS Courageous

Schicksal:

Bereits zwei Wochen nach Kriegsbeginn wurde die HMS Courageous am 17. September 1939 westlich von Island durch Torpedotreffer des deutschen U-Boots U 29 versenkt. Von der Besatzung fanden mehr als 515 Männer den Tod. Durch den frühen Untergang konnten dadurch keine weiteren Erfahrungen mit diesen vollwertigen Trägern gemacht werden. Die britsche Flotte hatte bis Ende 1941 große Probleme die Träger vollwertig zu ersetzen.

HMS Courageous

Zusammenbau

Die Rumpfteile, das Flugdeck und die Brücke erweisen sich als insgesamt gut detailliert und passen auf den ersten Blick auch gut zusammen. Der Teufel steckt jedoch im Detail: Die Geschützerker ragen unter den Geschützstellungen seitlich heraus und müssen deshalb abgeschliffen werden. Die gesamten Beiboote, sämtliche Flak, Scheinwerfer und Kräne sowie die Flugzeuge habe ich durch eine bunte Mischung aus der Ersatztteilkiste incl.Pom von WEM ersetzt. Schade dass HP hier noch immer keine gute Qualität liefern kann. Zu diesem Preis darf man einfach auch ein Träger-Ätzteilset erwarten (schade u. die Aufrüstung kann teuer werden).

HMS Courageous

Bemalung

Courageous war bis zu ihrer Versenkung bei der Home Fleet und bis zu diesem Zeitpunkt auch im Home-Fleet-Dunkelgrau ( Revel 79 ) angestrichen gewesen. Das Flugdeck habe ich in Braun( Humbrol 62) mit Fliegerkennung aus dem span. Bürgerkrieg in der Vorkriegsversion 1938/1939 gem. HP Bauplan angemalt. Die Deckmarkierungen sind aus der Restekiste entsprechend der HP Vorgabe angebracht. Das Deck habe ich mit Dunkelgrau(Revel 78) verschmutzt u. Rost mit Braun(Humbrol 62) als Abschluß bemalt.

HMS Courageous

Bordflieger

Die Swordfish von Aoshima sind nachbearbeitet recht akzeptabel, beim Bemalen sollte man auf keinen Fall die Farbbänder an den Flugzeugen vergessen: Blau für Courageous. Die weiteren Flugzeuge stammen aus dem HP Set und sind mit Ätzteilen (Räder/Propeller) ergänzt.

HMS Courageous

Fazit

Wer diese Flugzeugträger baut, sucht das einmalige Modell und die besondere Art dieser ersten echten und großen Inselträgertypen. Ein Traum wäre eine neue Produktionsreihe von HP und dazu endlich vernünftige Boote/Flak und ein schönes Ätzteilset. Der Preis von 150 Euro stellt die absolute Obergrenze für mich dar. In Anbetracht ihrer Größe wird wohl kaum ein anderer Hersteller an diese Modelle rangehen: Also Herr Pöpcke nochmal steigern!

Diesen Bausatz kann man direkt beim Hersteller oder aber bei NNT Modell+Buch (www.nntmodell.com) bestellen. Die angegebenen Zusatzteile gibt es in Deutschland nur bei NNT.

Andre Steckel

Publiziert am 08. Januar 2006

Die Bilder stammen von Martin Kohring.

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