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Boeing E-6B Mercury - Teil 2

E-6B Mercury Upgrade Block-II

von Jost Schreiber (1:72 verschiedene Hersteller)

Boeing E-6B Mercury - Teil 2

Das Original

Um eine Verbindung zu den Atom-U-Booten sicherzustellen, nutzte die US-Navy ab Mitte der 1960er Jahre die EC-130C Looking Glass. Zu Beginn der 1980er Jahre erreichten diese das Ende ihrer Lebensdauer, so dass nach einem Nachfolger gesucht wurde. 1983 erhielt Boeing den Auftrag für die auf der Boeing 707-320B basierenden E-6A. In den Jahren von 1989 bis 1992 wurden 16 E-6A ausgeliefert. Bis Ende 2003 wurden alle E-6A in die B-Version umgerüstet. Man erkannte die umgerüsteten Maschinen am „Buckel“ auf dem Vorderrumpf, der die MILSTAR-Ausrüstung und Antennen beherbergt. Seit 2022 erfährt die E-6B eine weitere Umrüstung (Upgrade Block-II), die äußerlich aus drei weiteren Buckeln besteht. Eine Besonderheit der Maschine sind ihre beiden Drahtantennen, die für den Einsatz mehrere Kilometer ausgefahren werden.

 

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Die Maschine wird oft als "Weltuntergangs-Flugzeug" bezeichnet, das einen Atomkrieg überstehen kann. Wie aber kann man einen Atomkrieg überstehen, wenn man nicht mehr landen kann, oder die Explosion in unmittelbarer Nähe der Maschine stattfindet? Fakt ist, dass die Ausrüstung der Maschine gegen die bei einer Nuklearexplosion entstehende, elektromagnetische Strahlung (EMP) gesichert ist. Des Weiteren verringert ihr weißer Anstrich die Aufnahme der thermischen Strahlung, welche Beschädigungen an der Zelle verursachen könnte.

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Das Modell

Das Modell ist aus dem Heller-Bausatz der E-3F Sentry entstanden, welcher auch die dicken CFM56 Triebwerke enthält: sie stellt die E-6B in der Upgrade Block-II Konfiguration dar. Dazu musste ich den Milstar Dome und die drei neuen Buckel herstellen. Es gab von Spectre/Wolfpack vor Jahren einen Milstar Dome. Air Graphic Models aus England hat diesen jetzt auch in seinem Programm.

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Es ist aber eine exakte Kopie des alten Spectre Domes und in der Form nicht ganz richtig. Also machte ich mich auf, sie selber aus Resin herzustellen. Die Maschine sollte in ihrem weißen Anstrich etwas Besonderes sein. So entschied ich mich, alle Landeklappen und Luftbremsen ausgefahren darzustellen - viel Arbeit. Da ich aber einige Sätze der Slats und Flaps angefertigt hatte, war es nicht so schwer. Nur die Speed Brakes musste ich neu anfertigen. Aber es hat sich gelohnt.

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Wer die AWACS mit den CFM56 Triebwerken schon einmal gebaut hat, weiß, dass die Triebwerke am Schluss auf dem Boden aufsetzen. Ich habe an allen vier die Aufhängungen über den Triebwerken abgeschnitten und um 2 mm verkürzt. Beim Zusammenbau von Rumpf und Tragflächen muss man dann noch einmal genau auf die V-Form der Tragflächen achten. Ein weiteres Problem sind fehlende Decals. Aber nichts einfacher als das: ich habe diese auch selber erstellt. Zusätzlich habe ich noch eine Menge Decals von Panels und Wartungsklappen erstellt.

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Weitere Bilder

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Jost Schreiber

Publiziert am 11. Mai 2023

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