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Boeing EC-135C Looking Glass

Teil 1

von Jost Schreiber (1:72 AMT)

Boeing EC-135C Looking Glass

Das Original

Die Boeing EC-135C war eine aus der ausgemusterten Familie von Kommando- und Kontrollflugzeugen, die von der Boeing C-135 Stratolifter abgeleitet wurde. Während des Kalten Krieges war die EC-135 vor allem dafür bekannt, dass sie für die Looking Glass-Mission modifiziert wurde, bei der eine EC-135 immer 24 Stunden am Tag in der Luft war, um im Falle eines Atomkriegs als fliegender Kommandoposten für das Strategic Air Command zu dienen. Der Betrieb begann 1961 mit der EC-135A, die aus KC-135A Stratotankern modifiziert wurden. 1965 wurden dann ursprünglich als KC-135B gebaute Maschinen in EC-135C umbenannt. Andere EC-135-Flugzeuge (einschließlich EC-135A-, G- und L-Modelle) wurden zur Unterstützung der Looking Glass-Missionen (Kommunikationsrelais und Minuteman-Startkontrollzentren) herangezogen. Einige EC-135C erhielten den Milstar (Military Strategic and Tactical Relay) Dome, bei der eine sichere Kommunikation über dafür angelegte Satelliten lief.

Boeing EC-135C Looking Glass

Das Modell

Das Modell ist aus den 1990er Jahren, als AMT damals die KC-135A mit feinen, versenkten Gravuren und schönen Details auf den Markt brachte. Der Zusammenbau allerdings war und ist aufgrund des dünnen Materials und somit verzogenen Teilen eine Herausvorderung. Neben der KC-135A kamen dann später die Versionen KC-135E und R heraus. Es folgten auch noch die EC-135C, die RC-135V und eine NKC-135A Laser Lab.

Das Modell zeigt die EC-135C, 63-8054/OF von der 7. ACCS, 55.Wing auf der Offut AFB, Nebraska. Die Konfiguration ist, wie sie 1997 zu sehen war. Neben dem Milstar Dome sollte die Maschine dann auch wieder komplett ausgefahrene Landeklappen erhalten. Diese musste ich komplett neu auflegen, denn sie sind kleiner als an der 707 und die inneren Fillet Flaps haben eine andere Form. Der Bau begann mit dem Ausschneiden aller Landeklappen und der Flugsteuerungsflächen.

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Da das Modell einen Milstar Dome erhalten sollte, war es einfach, denn ich habe ja die Form, die ich für die E-6B Mercury hergestellt hatte.

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Um eine gute EC-135C bauen zu können, sind einige Änderungen und Ergänzungen durchzuführen. So sind die TF-33 Triebwerke nicht sehr schön und geben nicht die P-9 Version wieder. Deshalb habe ich die JT-3D Triebwerke aus dem Heller-Bausatz der Boeing 707/E-3 verwendet und dementsprechend umgestaltet.

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Die sogenannten Cove Lip Doors an den Tragflächenunterseiten habe ich ebenfalls ausgeschnitten und neu angefertigt. Diese bewegen sich nach innen, abhängig von der Gradzahl der ausgefahrenen T7E Flaps.

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Nachdem der Rumpf zusammengeklebt und gespachtelt war, wurden die Anbauteile angebracht. Im Bausatz sind keine kleinen Antennen vorhanden, so dass diese alle angefertigt werden mussten. Hierbei ist ein Studium von Fotomaterial wichtig.

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Für eine bessere Handhabung stelle ich bei solch großen Modellen immer erst den Rumpf komplett fertig. Bei diesem Modell ist es etwas schwieriger, später die Tragflächen und Hauptfahrwerk anzubringen. Der Rumpf wurde bis auf den Bereich um das Hauptfahrwerk gespritzt und dann mit allen Decals versehen. Den Großteil der Abziehbilder habe ich wieder selber hergestellt. Die Decals aus dem Bausatz waren zu alt, diese habe ich nicht verwendet. Einige wenige Decals kommen von Caracal in sehr guter Qualität.

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Weiter ging es mit den beiden Höhenleitwerken und den Triebwerken. An den Enden der Horz.Stabs wurden wieder statische Entladungsbesen angebracht. Nach dem Spritzen wurden dann einige Wartungsklappen und die Walkways aufgebracht.

Die Triebwerke wurden ebenfalls gespritzt. Nur im Bereich des Überganges zu den Tragflächen wurde keine Farbe aufgetragen. Selbst erstellte Decals wurden dann nach dem Trocknen der Farbe verarbeitet.

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Im zweiten Teil dieses Beitrags werden dann die restlichen Arbeiten bis hin zum fertigen Modell zu sehen sein.

Jost Schreiber

Publiziert am 12. August 2023

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