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Mercedes-Benz L701 mit EinheitsfahrerhausEin Major versucht seine Raubkunst und Habseligkeiten vor der nahenden Front zu rettenvon Theo Peter (1:72 Academy)
Zu den OriginalenDer Opel Blitz ist ein Lkw mit drei Tonnen Nutzlast der Adam Opel AG. Fahrzeuge aus dem sogenannten Blitz-Programm wurden bis 1944 im Opelwerk in Brandenburg und danach bis Kriegsende im Werk in Mannheim und bei Daimler-Benz produziert. Während des Ersten Weltkriegs war Opel ein wichtiger Hersteller von militärisch genutzten Kraftfahrzeugen. Anschließend hatte man sich im Unternehmen weniger mit dem Thema Nutzfahrzeugen beschäftigt. Das Unternehmen wurde 1929 zu einem Teil des amerikanischen Unternehmens GM General Motors. Die Ausrichtung des Unternehmens und wohl auch die Eigentümersitutation führten dazu, dass Opel wie auch Ford nicht an den frühen Motorisierungsprojekten der Reichswehr beteiligt waren. Erfolge im Bereich der zivilen Personen- und leichten Nutzkraftfahrzeugfertigung führten zudem auch seitens des Unternehmens dazu, dass man wirtschaftlich kein Erfordernis sah, sich um militärische Aufträge aus dem Heereswaffenamt zu bemühen. Mercedes-Benz war kurz zuvor angewiesen worden, die Produktion des eigenen Mercedes L3000 einzustellen und stattdessen in Lizenz den Opel Blitz 3,6 zu fertigen – dieser wurde als L701 bezeichnet und besaß als auffälligsten Unterschied das sogenannte Einheitsfahrerhaus, das auch auf Grund von Rohstoffmangel keine runden Blechteile mehr besaß und so einfach und günstig wie nur irgendwie möglich sein musste.
Zum Bau des LastersDer Bau des Lastkraftwagens erfolgte überwiegend aus der Box. Es wurden nur einige Änderungen am Modell vorgenommen, so etwa die geöffnete Heckklappe sowie die geöffnete Tür. Die Passgenauigkeit ist sehr gut – ebenso wie die Aufteilung der einzelnen Baugruppen. Das typische "Blitz"-Logo am Kühlergrill wurde mit Sekundenkleber und Karton nachgebildet. Bemalt habe ich das Modell mit matten Revellfarben und dem Pinsel. Die Decals stammen aus der Restekiste, weil die Nassschiebebilder aus dem Bausatz selbst nur Nummernschilder der Luftwaffe und nicht der Wehrmacht enthalten hatten. Die Kompanieabzeichen stammen ebenfalls aus der Restekiste. Gealtert wurde das Fahrzeug im Trockenmalverfahren und durch ein leichtes Washing. Die beiden Scheinwerfer wurden mit Weißleim „verglast“.
Zum DioramaMir schwebte vor, einen verzweifelten Major darzustellen, der einige Soldaten zusammengetrommelt hat, um die von ihm gestohlenen Kunstwerke, Statuen und Möbel vor der nahenden Front in Sicherheit zu bringen. Die Grundplatte des Dioramas besteht aus einer ca. 25 x 30 cm großen Holzplatte, die mit Strukturpapier von NOCH beklebt wurde. Das Gebäude wurde hier auf Modellversium bereits einmal gezeigt. Dennoch wurde es grundlegend überarbeitet. Der Balkon besteht aus Karton, die Fenster stammen von Auhagen und das Balkongeländer aus zwei unterschiedlichen Perlen. Die Trümmer, Balken, Steine und der Schutt entstanden aus echten kleingeschlagenen Mauerziegeln und Dachplatten sowie dünnen Holzstäbchen. Der außenliegende Kellerabgang entstand ebenfalls aus sehr dünnen Holzstäbchen. Der Zaun und die beiden Laternen stammen aus dem Eisenbahnzubehör-Handel. Die Büste besteht aus einer zurecht geschnitten Figur aus der Restekiste und der Sockel aus dünnem Holz. Die Möbel sind aus Resin und stammen von TP Model.
Die Figuren......stammen aus dem Revell-Set „German Engineers WWII 1/72“, aus dem Zvezda Bausatz „German Airforce Ground Crew 1/72“, aus dem Revell Set „Deutsche Artillerie WWII 1/72“, aus dem Orion Kit „German WW2 Panzer soldiers basic set 2 1:72“, von Unimax aus dem Set „Deutsche Kavallerie Division WW2 1:72“ und von Caesar Miniatures aus dem Set „German Soldiers with Tank Riders 1:72“. Die Figuren wurden mit matten Revellfarben und dem Pinsel bemalt. Wichtiges Augenmerk lag wieder einmal auf winzigen Details wie Abzeichen usw. Einige Soldaten, wie der Major oder auch der Revellsoldat aus dem oben drittgenannten Set, der leider aus Weichplastik besteht, erhielten neue Köpfe aus dem Plastic Soldier Kit „German Stowage & Tank Commanders 1/72“.
Auf diesem Foto ist gut die Kabine zu sehen, die von Mercedes-Benz verbaut und auf Grund des Rohstoffmangels sehr einfach gehalten wurde
Theo Peter Publiziert am 26. Januar 2026 Du bist hier: Home > Galerie > Militärfahrzeuge bis 1945 > Mercedes-Benz L701 mit Einheitsfahrerhaus © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |