Kleiner Panzerkampfwagen Typ 250Porsche-Entwurf mit 10,5 cm LFhvon Bernd Hauser (1:35 Das Werk)
Ich hatte mir jetzt auch einmal die Projekte vom Ferdinand Porsche Büro vorgenommen zum Thema: kleiner schwerer Panzer.
Rüstungsminister Speer hatte Porsche seinerzeit gerügt und die Panzer als Papierkram, Papiertiger und Staubfänger abgetan. Rheinmetall hatte dazu den Turm entwickelt mit der Maschinenkanone Mk108. Zumindest gibt es eine Zeichnung, datiert 07.April 1944, davon im Internet. Angefertigt in Düsseldorf. Porsche saß damals allerdings in Gmünden. Die zuständige Verwaltung hatte ihr Handeln und das Verzögern von Entscheidungen übrigens so hinbekommen, daß Rheinmetall 1943 schließlich die Frage stellte: sollen wir Ihnen Waffen herstellen oder LKW voll Papier?
Innovation lebt von Ideen und so wurden etwa 10 verschiedene Projekte entworfen. Dankenswerter Weise hat die Firma Das Werk ein Basisfahrzeug herausgebracht. Es läßt sich sehr einfach zusammen bauen. Schwierigkeiten hatte ich allerdings beim Spiel der Achsen der Laufrollen. Sie alle winklig zur Kette zu stellen, war etwas aufwändig.
Begonnen habe ich mit dem Typ 245/250. Ob diese Typbezeichnung echt ist, weiß ich nicht, ich entnahm sie der allgemeinen Panzerliteratur. Wie es scheint, hat es zumindest 1 Holzmodell mit Flakturm gegeben. Für mein Modell habe ich mich für eine Mk 103 entschieden. Auch eine zusätzliche Ausstiegsluke hinter dem Turm habe ich angebracht, da nicht zu erkennen war, wie man bei dem Fahrzeug hinein bzw. heraus kommt - bei 4 Mann Besatzung.
Anschließend erfolgte die Farbgebung und dieses mal wählte ich statt dunkelbraun die Farbe rotbraun. Sie erscheint überwiegend auf den Fahrzeugen nach 1944. Auch versuchte ich, die Fahrzeuge mittels Abziehbildern, die ich mir zusätzlich zu den beiligenden bei Hartmann-Original anfertigen ließ, ein wenig zu gestalten.
Die Aufschriften stammen aus der Zeit Ende 1944 und 1945. So auch: "Wir kapitulieren nie". Im Original wurde teilweise die Fläche für die Aufschrift grundiert und die Schrift in das Feld gemalt oder direkt auf das Fahrzeug gemalt. Es finden sich auf den zeitgenössischen Fotos beide Varianten! Man sieht teilweise auch die Grundfläche. D.h. für den Modellbauer: es ist also nicht schlimm, wenn es noch glänzt.
Bernd Hauser Publiziert am 03. Juni 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |