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Bell OH-13S Sioux

1st SQN, 9th CAV, Vietnam 1966

von Jürgen Klinglhuber (1:72 Italeri)

Bell OH-13S Sioux

Das Original

Bell OH‑13S „Sioux“ ist der militärische Name des zivilen Modells Bell 47, genauer gesagt des um 16 Zoll verlängerten Modells 47G-3B. Der Bell 47 Prototyp absolvierte seinen Erstflug im Winter 1945/46 und basiert auf dem Modell 30 – dem ersten von der Firma Bell je gebauten Helikopter. Typische Merkmale des Fluggerätes sind der Zweiblattrotor mit zyklischer Blattverstellung und die rechtwinklig dazu angebrachten Stabilisatoren, sowie die verkleidungsfreie Gitterrohrkonstruktion. Dieser 2‑3sitzige 47er war der erste zivile Hubschrauber in den USA, welcher eine Flugzulassung von den zuständigen Behörden bekam. Der Heli war und ist in 20 zivilen und militärischen Varianten weltweit anzutreffen.

Bell OH-13S Sioux

In der Version Bell 47D und 47G wurde schließlich eine Großserie für Militärische Zwecke produziert, die unter der militärischen Kennung OH‑13 (light Observation Helicopter) geführt wurde. Der Einsatz in Vietnam und zuvor im Koreakrieg machte die Modellreihe bekannt – die beliebte TV-Serie M*A*S*H hat dazu natürlich auch einen großen Anteil beigetragen. Die auf Grund des Cockpitglases scherzhaft als „Goldfischglas“ bezeichneten Helis machten sich im Koreakonflikt auch als „Angel of Mercy“ einen Namen. Mit links und rechts auf dem Landegestell montierten Tragen konnten die als MedEvac eingesetzten Hubschrauber in über 18.000 Fällen verletzte Personen ausfliegen. In Vietnam kam der OH‑13 nur anfänglich zum Einsatz. Der OH‑6A „Cayuse“ trat ab 1968 vermehrt in Erscheinung und löste den OH‑13S „Sioux“ schließlich ab.

Bell OH-13S Sioux

Der Rotordurchmesser beträgt 11.35m, die Höhe 2,83m, die Rumpflänge 9,62m – macht 13,17m Länge über alles. Die Anzahl der Besatzung variiert von 1 bis 3 Personen. Die Startmasse beträgt 1340kg wobei noch gute 800kg zugeladen werden können. Die Höchstgeschwindigkeit des Sioux beträgt 170 km/h. Dienstgipfelhöhe ist 5330m, die Reichweite beträgt 500km. Fürs Vorankommen sorgt ein Lycoming TVO-435-25 Kolbenmotor mit Turbolader (270PS).

Bell OH-13S Sioux

Das Modell:

Das Model ist aus dem Italeri Kit No. 085, welcher mittlerweile leider vom Markt verschwunden und nur schwer aufzutreiben ist. Auf Grund der Konstruktion besteht der Helikopter nicht aus einer Unmenge an Teilen – der Zusammenbau ist relativ einfach und schnell abgeschlossen.

Bell OH-13S Sioux

Eine absolute Bereicherung sind die passenden Photoechted Parts von der Firma Eduard. Durch das „Goldfischglas“ Cockpit kann man endlich einmal alle eingebauten Details wirklich gut erkennen - Gurte, Instrumententafel, Verkabelungen,… da zahlt sich der Zurüstsatz tatsächlich aus. Das Selbe gilt für den Motor. Durch die verkleidungsfreie Formrohrkonstruktion ist die Antriebseinheit von allen Seiten gut einzusehen. Luftfilter, Turbo, Kühler, Batteriekasten, Treibstoffleitungen,…alles gut zusehen.

Bell OH-13S Sioux

Ich hatte so meine liebe Not mit all den Miniteilchen im Bereich des Motors, aber schließlich konnte ich zufrieden sein. Lackiert wurde der OH-13 übrigens in Etappen: Je nach Baustufe und Zugänglichkeit zu den zu lackierenden Teilen. Am Ende habe ich noch die Steuerkabel für die Bewegung um die Gierachse durch den Heckausleger gezogen und die Antennen angebracht. Die Kennung des Sioux ist jene des First Squadron der neunten Kavallerieeinheit, Vietnam 1966. Üblicherweise trug dieser Typ am Landegestell montierte Waffen – auf diese habe ich in meiner Darstellung verzichtet.

Bell OH-13S Sioux

Jürgen Klinglhuber

Publiziert am 10. Oktober 2006

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