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Sikorsky CH-53GS

mit selbst hergestellten Resinteilen

von Ralf Trepkowski (1:72 Revell)

Sikorsky CH-53GS

Die Grundlage für das Modell lieferte die neu aufgelegte CH53G von Revell. Das in Bezug auf die Detaillierung und Passgenauigkeit nicht allzu prickelnde Modell wurde von mir durch einige An- und Umbauten aufgewertet. Dargestellt werden sollte eine ISAF Maschine der Bundeswehr. Leider halten sich meine Fotografierkünste in Grenzen.

Sikorsky CH-53GS

Resinteile für die GS-Version

Da es meines Wissens noch keine GS-Version in 1:72 auf dem Markt gibt, entschloss ich mich, die notwendigen Teile (Radarwarner, Chaff/Flare-Dispenser…) selbst herzustellen und zu vervielfältigen. Dazu ist zu sagen, dass ich nie zuvor Resinteile gegossen habe. Da mein Modell eine auf dem Flugfeld stehende Maschine (vor dem Start?)  darstellen sollte, wurden die Chaff/Flare-Dispenser unter den Sponsons und an den Rumpfseiten verschlossen dargestellt. Die Luftfilter entstanden auf Basis von Teilen aus dem Revell CH53E Superstallion-Bausatz, die Zusatztanks der CH53E wurden durch die großen Heckstabilisatoren und deren komplizierte Arretierung ergänzt und dann abgegossen, genauso goss ich die Aufhängungen für die Tanks nach leichten Veränderungen ab, um meinen CH-53E Bausatz nicht zu stark zu plündern. Hier unsichtbar sind die Stutzen am unteren Rand der Sponsons, aus denen die rohrartigen Leitungen zum Ablassen des Treibstoffes (?) entspringen. Letztere wurden ebenfalls der CH-53E entnommen und gekürzt. Die Radarwarner an der Front gerieten zu groß, weshalb ich sie nachträglich wieder entfernte und durch kleinere ersetzte (Gasflaschenköpfe in 1:87).

Sikorsky CH-53GS

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Bau

Um es vorweg zu nehmen. Ich bin eigentlich ein Militärfahrzeug-Fan und tue mich mit der Präzision des Flugzeugmodellbaus schwer (Man kann Unsauberkeiten so schlecht mit Schlamm überdecken). Der Zusammenbau der Rumpfhälften und die Einpassung der Verglasung hätten noch monatelanger Spachtel- und Schleifarbeiten bedurft. Die Fujimi- bzw. die alten Airfix-Bausätze sind in der Beziehung viel präziser, waren mir aber für den Resinversuch noch zu schade. Ergänzt werden musste noch der kiemenartige Luftauslass des Getriebes. Das Fahrwerk wurde tiefer gelegt und teilweise in seiner Position versetzt. Die Bereifung wurde einem Airfix- CH-53G Bausatz entnommen. Die Rotorblätter neuer Form entstammen dem CH-53E Bausatz und wurden gekürzt mit Stiften wieder an den Rotorkopf der G angebracht. Der Rotorkopf wird in Zukunft noch durch Drähte weiter detailliert. Das Modell hat bisher nur ein Bord-MG3 erhalten. Das zweite, das an der rechten Ausstiegstür angebracht wird, konnte mangels 1:72er MG noch nicht angebracht werden.

Sikorsky CH-53GS

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Bemalung und Decals

Lackiert wurde der Heli mit Model Air Farben (Olive Drab war nach umfangreichen Versuchen die passende Wahl). Auf die Darstellung der oft farblich unterschiedlichen Oberfläche, die durch Wartungs-, Ausbesserungs-, und Umbauarbeiten entsteht, habe ich verzichtet.

Die Decals sind komplett dem Revell-Bausatz entnommen. Der Decalsatz ist in guter alter Revell-Manier sehr umfangreich und präzise gearbeitet. Leider sind sie insgesamt etwas zu groß geraten (ca. 1:68). Aus der vorgesehenen 84+38 wurde die 84+98, um einem konkreten Vorbild zu entsprechen. Die ISAF Schriftzüge wurden aus den HEER Schriftzügen des Bogens zusammengestückelt. Das Ganze wurde mit Model Air satin varnish versiegelt.

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Verschmutzung

Die Verschmutzung wurde mit Pastellkreiden erreicht, die durch die Abgase verrußten Rumpfseiten mit schwarzen Kreiden, die Afghanistan-typische Verschmutzung durch Wüstenstaub durch ein Gemisch von verschiedenen Beige- und Gelbtönen. Die Gitterstrukturen am Heck und in der Triebwerksverkleidung müssen noch Kontur und Tiefe erhalten.

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Ralf Trepkowski

Publiziert am 24. Oktober 2006

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