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Convair XFY-1 Pogo

von Christian Breuning (1:72 KP)

Ohne die Leiter wäre die Pogo unscheinbar.
Ohne die Leiter wäre die Pogo unscheinbar.

Prop-Tailsitter Convair XFY-1 Pogo

Flexibel dort präsent sein, wo es nötig erscheint: Flugzeugträger haben im zweiten Weltkrieg im pazifischen Bereich eine neue Ära eingeläutet. Die Startbahn soll vermieden werden, damit die Schiffe kleiner und weniger komplex werden können. In den frühen 50ern entstanden so diverse Projekte, darunter Convairs Pogo. Ein Pogo ist eigentlich ein beliebtes Kinderspielzeug: Der Sitzstock mit eingebauter Feder war in den 50er Jahren in den USA so beliebt wie später der Hula Hup Reifen. Convairs Pogo musste auf Grund des gewählten Konzepts von Anfang an senkrecht starten und bekam das auch gut in den Griff. Das System funktionierte schließlich in allen Anforderungen, aber die Landung war immer noch sehr schwierig, selbst bei Windstille. Die Convair XYF-1 Pogo ist im San Diego Aerospace Museum in Kalifornien untergekommen.

Die Unterseite zeigt die gute Verarbeitung der Form von KP: alles ist symmetrisch und passgenau.
Die Unterseite zeigt die gute Verarbeitung der Form von KP: alles ist symmetrisch und passgenau.

Das Modell

Der Bausatz von KP ist immer wieder im Handel. Trotz seines Alters erfreut er durch gut gespritzte passgenaue Teile mit erstklassiger Oberfläche und versenkter Gravur. Auch die Klarsichtteile sind wirklich brauchbar. Die Inneneinrichtung des Cockpits erwarten wir heute sicher anders: ein Abziehbild für das Instrumentenbrett und ein sehr einfacher Sitz laden zum Nachbessern ein. Ich habe mich darauf beschränkt, ein bisschen an den Seitenkonsolen zu "supern" und einen Martin Baker Mk.7 Sitz einzubauen. Er ist von Verlinden und stellt mit guter Bemalung echt etwas dar. Welcher Sitz original verbaut war ist mir nicht bekannt, der Martin Baker sieht zumindest überzeugend aus. Er ist mit einem Stahlstift im Rumpf gelagert, so dass er um ca. 20 Grad geneigt werden kann, je nach Fluglage. Das ganze Modell lässt sich einfach und ohne jeden Spachtel kompromisslos aus der Schachtel bauen. Wer will, kann die Kanzel offen darstellen: die Hauben sind getrennt. Die Lackierung erfolgte mit Revell-Farben, die etwas ausgeprägte vertiefte Gravur zieht die stark verdünnte grau-schwarze Ölfarbbrühe sicher ein. Die sauber gedruckten Abziehbilder sind leicht aufzubringen und schmiegen sich nach Behandlung mit einem Weichmacher nach Wunsch in alle Vertiefungen. Die Treppe für den Piloten ist ein Nachbau aus Evergreen-Profilen. Es gab für die Wartung außer dieser Treppe auch eine Art von beweglichem Hangar in Form einer Pyramide und einen sehr komplexen Wartungsturm mit Starterkabel (1) (2): Eine Herausforderung für geübte Modellbauer, mit denen sich die wirklich hübsche Pogo noch mehr in den Mittelpunkt des Interesses setzen ließe. Fazit: Das ungewöhnliche bullige Delta-Flugzeug übt auf den Betrachter eine große Anziehungskraft aus. Danke KP für diesen guten Bausatz!

Dynamik zeichnet die Pogo auch aus dieser Perspektive aus.
Dynamik zeichnet die Pogo auch aus dieser Perspektive aus.

Der Weg nach oben ist beschwerlich!
Der Weg nach oben ist beschwerlich!

Convair XFY-1 Pogo

Die Bemalung mit Revell 90 ist nachpoliert worden.
Die Bemalung mit Revell 90 ist nachpoliert worden.

Convair XFY-1 Pogo

Convair XFY-1 Pogo

Die beiden Seitenkonsolen sind im Bausatz enthalten, ebenso die Pedale.
Die beiden Seitenkonsolen sind im Bausatz enthalten, ebenso die Pedale.

Quellen:

  1. Die ungewöhnlichsten Flugzeuge der Welt, Michael Taylor, Karl Müller Verlag
  2. Wings of Fame, Volume 16, Aerospace Publishing Ltd., AIRtime Publishing Inc.
  3. Naval Fighters No. 32, Lockheed XFV-1 VTOL Fighter von Steve Ginter

Christian Breuning

Publiziert am 29. Januar 2007

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