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U-Boot Klasse 212A

U-32

von Jürgen Crepin (1:144 Revell)

U-Boot Klasse 212A

Das Original

Die U-Boote der Klasse 212A sind hochmoderne, wendige Späh- und Beobachtungsunterseeboote für flache Küstengewässer. Sie zeichnen sich durch amagnetische Bauweise, geringe Wärmeabstrahlung, Geräuscharmut sowie durch eine geringe Radar- und Sonarsignatur aus. Dadurch sind sie sehr schwer zu orten. Es sind die ersten Einsatzboote, die serienmäßig mit Brennstoffzellen ausgerüstet sind. Diese zusätzliche außenluftunabhängige Energiequelle erlaubt eine wesentlich längere Verweildauer unter Wasser (AIP, Air Independent Propulsion). Außerdem ist der Brennstoffzellenbetrieb sehr leise.

U-Boot Klasse 212A

Die ca. 56 m langen Boote verdrängen aufgetaucht 1450 t und getaucht 1830 t. Der Permasyn Elektromotor sorgt offiziell für eine Höchstgeschwindigkeit von 20 kn (37 km/h). Die maximale Tauchtiefe liegt bei 300 m. Bewaffnet sind die Boote mit sechs Druckwasser-Ausstoßrohren für den drahtgelenkten Schwergewichtstorpedo DM2A4 Seehecht.

Vier Boote (U 31 – U 34) werden aktuell von der deutschen Bundesmarine und zwei Boote (Salvatore Todaro, Scire) von der italienischen Marine eingesetzt.

U-Boot Klasse 212A

Das Modell

Der Bausatz ist weit besser, als es die Fotos auf der Packung vermuten lassen. Wenn man es ganz genau nimmt ist das Modell etwas zu groß (1/142). Die Gesamtproportionen sind aber, nach den mir vorliegenden Unterlagen, gut getroffen. Auch die Details können überzeugen. Einzig die Gravuren sind gröber, als von den Bündenern gewohnt. Da das Boot sehr dunkel ist, ist dies aus meiner Sicht gerade noch in Ordnung. Die Passgenauigkeit ist sehr gut. Einzig das Klarsichtteil 6 muss vor der Montage auf beiden Rumpfhälften trocken angepasst werden.

Das einzige, was aus meiner Sicht nachgraviert werden sollte, sind die Flutschlitze. Danach hat man ein gut detailliertes Modell. Der Bausatz ist daher für Anfänger und Fortgeschrittene uneingeschränkt zu empfehlen.

Das Boot liegt im Hafen. Daher sind die Beschläge ausgefahren; ebenso die Ausfahrgeräte am Zentralaufbau. Die Türen sind geschlossen (es gibt sowieso keine Inneneinrichtung).

U-Boot Klasse 212A

Farbgebung

Die Farbe ist dieselbe wie bei der Klasse 206A (Graubraun). Sie zählt zu den Farben mit „Chamäleon-Effekt“, d. h., je nach den herrschenden Lichtverhältnissen ist der Farbeindruck anders. Bei schönem Wetter dominiert Dunkelgrau, während bei bewölktem Wetter der Eindruck von Dunkelbraun entsteht. Im Gegenlicht erscheinen die Boote fast Schwarz. Also sind auch diese Farben am Modell in Ordnung. Ich habe beim Grundanstrich Revell 9 mit Weiß abgetönt.

U-Boot Klasse 212A

Alterung und Verschmutzung

Die nicht druckfesten Teile der Außenhaut sind aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). An diesen Teilen hat Rost nichts verloren. Auch an den anderen Stellen sollte man damit sehr sparsam sein. Schließlich handelt es sich um sehr gepflegte, neue Boote im Friedensbetrieb.

Beim Überwasserschiff habe ich nach der Grundfarbe Filter mit brauner, blauer, grüner und weißer Acrylfarbe gesetzt. Diesem Schritt folgte ein Washing mit schwarzer Farbe. Das Schattieren der Kannten sieht zwar gut aus, entspricht aber nicht dem Eindruck im Original.

U-Boot Klasse 212A

Am Unterwasserschiff bilden sich grüne Algenablagerungen. Besonders an den Stellen, auf die Licht fällt. Diese Ablagerungen wurden mit dem Pinsel aufgetragen. Das Unterwasserschiff habe ich zum Schluss mit einer Schicht seidenmattem Klarlack versehen, so dass es nass aussieht.

U-Boot Klasse 212A

Markierung

Der Bausatz enthält Markierungen für alle sechs Boote. Die Bauteile sind aber nur für U 31 und U 32 während der Erprobung ganz korrekt – aber wer weiß das schon. Insgesamt sind die Markierungen etwas groß geraten. Die Decals sind sehr robust. Sogar die langen Ahminge (Zahlenreihen zur Bestimmung der Eintauchtiefe) können gut aufgebracht und korrigiert werden ohne zu zerreißen. Dennoch schmiegen sie sich gut an und nach einer Schicht Klarlack ist fast nichts mehr vom Trägerfilm zu sehen.

U-Boot Klasse 212A

Ich hatte mich entschieden, U 32 kurz vor seiner Indienststellung am 19.10.2005 zu bauen. Für kurze Zeit waren sowohl die Markierungen der Erprobung, als auch die Einsatzmarkierungen vorhanden. Außerdem kommen noch die beiden inoffiziellen Markierungen dazu. Somit ist dies die bislang „bunteste“ Ausführung dieses Bootstyps.

U-Boot Klasse 212A

U-Boot Klasse 212A

Jürgen Crepin

Publiziert am 01. Februar 2007

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