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K5(E)

von Alexander Bähr (1:72 Hasegawa)

K5(E)

Die K5 ist ein Geschenk zum 30. Geburtstag eines Freundes. Zum Diorama gehört auch eine Skatrunde, die auf dem Munitionstisch zockt. Das Geburtstagskind spielt natürlich mit 2, Spiel 3, Herz 10, gleich 30. Soweit meine Kenntnisse reichen, entspricht dieser Bausatz bezüglich seinen Details dem Dragon-Modell in 1:35, ist also ungenügend detailliert, aber eine gute Basis mit Aussicht auf viel Bastelspaß. Man kann den Bausatz in 3 Baugruppen aufteilen: Kanone, Lafette, vorderes und hinteres Fahrgestell.

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Die Kanone

Die Kanone ist von Hasegawa gut getroffen. Die Mündungsbremse ist etwas zu groß im Durchmesser, hat aber Züge! Die Leitungen auf der Kanone sind neu und am Endstück habe ich einige Details ergänzt, u.a. den Verschlußblock. Einiges mußte auch geändert werden, wie der Hebel zum Öffnen des Verschlusses, nebst ein paar Nieten, die Detaillierung des Verschlußblocks und die Kabelbäumchen an der Oberseite der Kanone.

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Die Lafette

Die Lafette benötigt schon mehr Aufmerksamkeit. Es fehlt die Holzverlattung auf dem Heck, der Rammbock mit Halterung. Die Leitern haben auch allerhand Fehler und daher habe ich sie weggelassen und nur die Halterungen angebaut, wobei mir gerade auffällt, daß ich die Abstützungen der seitlichen Leitern vergessen habe. Ergänzt habe ich noch alle Kabel und Kabelanschlüsse, die Rammbockschale, Griffe, Nieten und Schraubenköpfe, die Ketten zu den Fahrgestellen samt Haken, die Hebelkonstruktion vorne links, die Schellen der Rohrstütze, allerhand Details an der Kanonenlagerung, Kabel am Höhenrichtzylinder und hier und da noch eine Kleinigkeit. Bei der Montage des Geländers stellte sich heraus, dass Hasegawa zuviel Stützstreben im Bereich Kanonenlagerung vorgesehen hatte. Das bemerkte ich leider aber erst, als ich die fertig bemalten Baugruppen zusammensetzen wollte...

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Die Fahrgestelle

Die Fahrgestelle lassen es am meisten missen. Die Rohbaufotos sprechen für sich. Alles was von oben, unten, vorne und von hinten zu sehen ist - außer die Puffer, der Drehscheibenbügel und die Verlattung auf dem vorderen Fahrgestell sowie fast alle angegossenen Details an den Seitenwänden - wurde neu gebaut. Das hintere Fahrgestell erhielt eine neue Deckplatte im hinteren Bereich. Die Kraftfahrzentrale habe ich weggelassen, da das Bausatzteil zu schlecht war und ich für einen Neubau keine Zeit mehr hatte. Die böse Überraschung kam am Schluß, denn die Achsen waren zu kurz und die Spurweite der Gleise läßt es nicht zu, daß die schon aufgedickten Bremsbacken auf ganzer Breite am Radreifen anliegen.

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Die Figuren...

...stellen den Beschenkten, einen gemeinsamen Freund und mich dar. Der Beschenkte ist seit 10 Jahren Rolli und sitzt deswegen auch in einem Rollstuhl. Dieser ist natürlich selbstgebastelt; mit der Palme des DAK auf dem Rücken und auf der Lehne und mit Balkenkreuzen als Speichen. :-) Der zweite im Bunde ist mir seit Kindergartenzeiten und dem Beschenkten seit der 1. Klasse bekannt. Männerfreundschaften halten eben lange. Der Typ mit dem Hawaiihemd bin übrigens ich. Die Figuren sind eigentlich Panzersoldaten von Preiser. Diese sind schön modelliert und auch ansprechend posiert, so daß ich sie nur weiterempfehlen kann. Der Munitionstisch ist Eigenbau. Er gehört zwar aufs Geschütz, aber es dürfte schwer sein, den Rolli dort hinaufzuhieven. Die Kraftfahrzentrale, die ich wegen Detaillierungs- und Zeitmangels nicht baute, hat einen Kran, der dieses Problem gelöst hätte. Aber so müssen wir eben hinterm Geschütz zocken.

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Das Diorama:

Für das Diorama wurde ein 50 cm langes Brett verwendet auf dem das Bausatzschienenstück bewußt etwas schief aufgeklebt wurde. Leider sind keine Schienenbefestigungen dargestellt, die Schienen würde lose auf den Schwellen aufliegen, aber wegen Zeitdrucks habe ich darauf verzichtet, diese nachzubilden. Beidseitig der Gleisbettung wurde Moltofill nach und nach aufgetragen und im noch feuchten Zustand mit Vogelsand bestreut. Die ganze Angelegenheit erhielt nach Trocknung einen Überzug aus R87. Anschließend erfolgte ein Waschen mit schwarzer Acrylfarbe und darauffolgend ein Trockenmalen mit Sand und Grautönen.

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Die Schienen wurden rostig bemalt und die Lauffläche silbern abgesetzt. Die Schwellen und der Schotter in Nähe der Schienen erhielt einen schwarzen, einen grauen und einen dunkelgrünen Trockenbemalungsdurchgang. Zur Gleismitte hin erscheinen auch die Schwellen leicht flugrostig. Das Statikgras wurde mittels einer Spritzdose von Noch auf hier und da aufgepinselten verdünnten Weißleim aufgetragen und am Fernseher duch dessen elektrisches Feld aufgerichtet. Das Laub besteht aus Birkensamen, besser deren Abdeckern, und die Pflänzchen aus Meerschaum.

K5(E)

Fazit

Für das K5(E) von Hasegawa sollte man sich schon Zeit nehmen, damit ein detailliertes Modell entsteht. Die Mühe lohnt sich aber in jedem Fall, denn das K5(E) ist auch in 1:72 ein starkes Stück.

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Alexander Bähr

Publiziert am 27. Februar 2007

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