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Boeing AV-8B Harrier ll Plus

VMA-542 "Flying Tigers"

von Ralf Helgert (1:72 Hasegawa)

Boeing AV-8B Harrier ll Plus

Seit über einem Vierteljahrhundert versieht der Harrier konkurrenzlos seinen Dienst. Die neuesten land- und schiffsgestützten Versionen des einzigartigen Senkrechtstarters haben sich zu vielseitigen Kampfjets gemausert.

In den 50er und 60er Jahren beteiligten sich die USA, Großbritanien, Frankreich, Deutschland und auch die Sowjetunion am Run auf ein praktikables Kampfflugzeug, das nicht mehr auf riesige, höchst verwundbare Flugplätze angewiesen sein sollte. Hawkers P. 1127 ( Erstflug: November 1960 ) ging schließlich im April 1969 als Hawker Siddeley Harrier GR Mk.1 bei der Royal Air Force in den Truppendienst. Seither folgte eine bemerkenswerte Weiterentwicklung. Entsprechend hat sich auch das Einsatzkonzept verändert. In der Anfangszeit sollte die Maschine bei einem potentiellen Ost-West-Konflikt wirklich von Waldlichtungen, Gehöften oder Parkplätzen direkt hinter der Kampflinie aus eingesetzt werden. Bei einem Senkrechtstarter mit 1300 kg Waffenlast wäre der Harrier in Minutenschnelle bei einem etwa 90 km entfernten Ziel gewesen.

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Auch heute noch ist der Einsatz von Behelfsbasen die Stärke des Harriers, aber die Aufgabe ist doch mehr konventionell die Bekämpfung von Zielen auch hinter der Frontlinie. Üblich ist ein Kurzstart mit 200 m Rollstrecke, wobei dann 4000 kg Außenlasten über einen Einsatzradius von 350 km transportiert werden können. Die AV-8B entstand Ende der 70er Jahre auf Wunsch des US Marine Corps und wurde hauptsächlich bei MCDonnell Douglas in St. Louis entwickelt. Die Entwicklung des Harrier II Plus lief zunächst als Privatinitiative von BAe und McDonnell Douglas. Im September 1990 wurde dann ein Vertrag zwischen den USA, Spanien und Italien unterzeichnet. Der Erstflug eines Prototyps folgte im September 1992 und erste Lieferungen an das Marine Corps bereits im April 1993. Der Einsatzradius der Harrier II Plus liegt heute bei ca. 1130 km, er wird somit noch lange im Einsatz bleiben, bis die F-35 (Joint Strike Fighter) im nächsten Jahrzehnt verfügbar ist.

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Zum Modell:

Der Bausatz stammt von der Firma Hasegawa und ist im Maßstab 1:72. Die Maschine stellt eine Harrier II Plus des US Marine Corps Geschwader VMA-542 Flying Tigers, die in North Carolina stationiert ist, dar. Da auch hier wieder das Cockpit sehr leer ausgesehen hätte, habe ich das ganze mit Fotoätzteilen der Firma Eduard verbessert. Auch für das Fahrwerk und die schwenkbaren Düsen gab es einige nützliche Ätzteile im Eduard-Satz. Der Bau des Modells ging ohne Überaschungen recht schnell, es gab keinerlei Passprobleme.

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Bemalt wurde das Flugzeug mit verschiedenen Grautönen der Firma Testors. Die Decals waren in sehr gutem Zustand und ließen sich ebenfalls leicht am Modell anbringen. Nur mußte man ihnen eine längere Einweichzeit gönnen. Da Hasegawa ja leider so gut wie nie eine Bewaffnung seinen Bausätzen beilegt, habe ich auf den Waffensatz der Firma Italeri zurückgegriffen, und bestückte meine Maschine mit zwei Matra Raketenwerfern, zwei LAU-68B/A Raketenwerfer und zwei AIM-9L Sidewinder.

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Weitere Bilder

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Ralf Helgert

Publiziert am 01. Dezember 2009

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