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Bachem Ba 349A Natter

von Severin Kranich, 13 Jahre (1:48 Revell)

Bachem Ba 349A Natter

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Die Natter war ein senkrecht startendes Raketenflugzeug, das mit Flüssigtreibstofftriebwerk sowie einer Feststoffstarthilfsrakete ausgestattet war. Aufgrund dieser Konstruktion konnte sie ohne die sonst für Flugzeuge notwendige Infrastruktur schnell und ortsunabhängig starten, da für einen Einsatz nur eine Startrampe benötigt wurde.

Bachem Ba 349A Natter

Der Rumpf der Natter bestand vorwiegend aus Sperrholz, da Holz der einzige Rohstoff war, über den Deutschland noch in ausreichenden Mengen verfügen konnte. Nach dem Start sollte die Natter schnell die Wolkendecke durchstoßen, um zu den dicht fliegenden Bomberverbänden aufzusteigen und den Gegner dann mit ungelenkten Raketen anzugreifen. Der Pilot wurde nach dem Start durch einen funkleitstrahlgeführten Autopiloten unterstützt und übernahm erst unmittelbar vor dem Angriff auf die Ziele die Steuerung. Weil die Maschine kein Fahrgestell besaß und sich auch durch das Ausbrennen der Raketen der Schwerpunkt so verschob, dass das Flugzeug sich kaum noch steuern ließ, sollte der Pilot nach dem Angriff das Cockpit absprengen und mit dem Fallschirm abspringen. Die wiederverwertbaren Metallteile des Flugzeuges - Front- und Hecksektion sowie das Raketentriebwerk - wurden ebenfalls am Fallschirm zur Erde zurückgeführt, während der zentrale Rumpfbereich mit den Flügeln verloren ging.

Bachem Ba 349A Natter

Bis zum 27. Januar 1945 dauerte die Testserie verschiedener bemannter und unbemannter Tragschlepp- und Mistelschleppflüge. Bis dahin waren auch die unbemannten raketengetriebenen Steilstartversuche (begonnen am 18. Dezember 1944) auf dem Truppenübungsplatz Heuberg bei Stetten am kalten Markt sowie eine Beschusserprobung mit der vorgesehenen Bugbewaffnung beendet. Der erste und einzige bemannte Raketenstart mit einer Natter, der M23 am 1. März 1945, endete für den Testpiloten Lothar Sieber tödlich. Insgesamt wurden 30 Natter gebaut. 18 davon verwendete man für unbemannte Tests, zwei stürzten ab, sechs wurden nach Kriegsende verbrannt und vier wurden von den Amerikanern erbeutet.

Bachem Ba 349A Natter

Technische Daten

  • Spannweite: 3,60 m
  • Länge: 6,10 m
  • Höhe (im Flug): 2,25 m
  • Tragflügelfläche: 2,75 m²
  • maximale Startmasse: 2.200 kg
  • ein Raketentriebwerk Walter 109-509A-2 (1.700 kp, 16,671 kN) mit 70 sek Brenndauer
  • vier Starthilfsraketen (abwerfbar) Schmidding 109-533 (1.200 kp, 11,768 kN) mit 10 sek Brenndauer
  • Höchstgeschwindigkeit:1.000 km/h

Bewaffnung:

  • 33 ungelenkte 55-mm Raketen R4/M "Orkan"
  • oder 24 ungelenkte 73 mm RZ-73-Raketen "Föhn"

Bachem Ba 349A Natter

Der Bausatz

Das Modell ist trotz ein paar Passproblemen einfach zu bauen! Ich entschied mich, ein kleines Diorama mit dem Startturm zu bauen. Der Bausatz wurde mit dem Pinsel und Farben von Revell und Tamiya bemalt, die Figuren stammen von ICM und sind sehr schön und gut zu verarbeiten. Am Rand besprechen zwei Offiziere den Einsatz der „Wunderwaffe“, die Warte auf der Leiter überprüft noch das Cockpit. Ein Soldat hilft dem Piloten beim Anlegen des Fallschirms.

Für Fragen und Anmerkungen stehe ich unter severinju52@web.de zur Verfügung!

Bachem Ba 349A Natter

Severin Kranich, 13 Jahre

Publiziert am 11. November 2009

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