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Bell UH-1D Huey

von Hauke Ahrendt (1:35 Dragon)

Bell UH-1D Huey

Das Vorbild

Das Modell zeigt die Bundeswehr-Ausführung aus den 70ern. Der olle „Teppich-Klopfer“ ist für mich immer noch ein Synonym für die BW meiner Kindheit, das charakteristische Fluggeräusch ist prägend. Und dann bin ich tatsächlich in meiner Wehrdienstzeit noch in den Genuss dieser Huey gekommen. Wenn schon bei den Fallis, dann ja wenigstens das!

Anfang 1966 erhielt die Bundeswehr die ersten Bell UH-1D. Insgesamt wurden 352 Hubschrauber dieses Typs beschafft, 345 davon wurden von 1967 bis 1981 in Lizenz durch Dornier gefertigt, die Avco Lycoming T53-L-13 Wellenturbine wurden bei MTU nachgebaut. 132 Maschinen wurden an die LTG der Luftwaffe ausgeliefert, der Rest ging an die Heeresflieger. Einige der Luftwaffen-Hueys wurden  für die Luftrettung SAR eingesetzt und dazu umgerüstet.

Bell UH-1D Huey

Bei einer Reichweite von ca. 500 km mit einer Tankfüllung von 814 l kann bei einer Abflugmasse von 4.310 kg (Leergewicht 2.315 kg) eine Reisegeschwindigkeit von bis zu 200 km/h geflogen werden. Die Turbinenleistung liegt bei 1.044 kW. Die totale Nutzlast beträgt 1.050 kg, die auch am Außenhaken angehängt werden kann. Zwei Mann Besatzung und 12 ausgerüstete Soldaten (alternativ sechs liegende Verwundete + Sanitäter) kann der Innenraum aufnehmen.

SAR-Hubschrauber verfügten über einen Bergungskran, eine zusätzliche medizinische Ausrüstung und eine Besatzung von vier Personen (Flugpersonal, Arzt, Sanitäter), sind jedoch in der SAR-Funktion nicht mehr im Einsatz.

Bell UH-1D Huey

Obwohl die Bell UH-1D über keine Blindflugeigenschaften und nur eine Turbine verfügte, galt die Huey als eines der sichersten Lufttransportgeräte. Die Ablösung durch den NH 90 läuft an, in den nächsten Jahren kann man die Huey beim Heer aber noch erleben.

Bell UH-1D Huey

Das Modell

Das Modell von Dragon auf Basis der alten Pandamodell-Form ist so aus der Schachtel gebaut. Die Schrauben/Nieten wirken dabei etwas grob, das hat Revell sogar mit seinem 1:32- Modell in den 70ern besser gekonnt. Aber wie soll man das mit verhältnismäßigen Mitteln korrigieren? Ich habe es hier also so gelassen, es war ja auch nur als ein „Zwischendurchmodell“ gedacht. Deswegen habe ich insgesamt nur minimal geändert, um den frühen Zustand zu erreichen und ein paar Kleinigkeiten zu korrigieren. Ein Problem ist die Krümmung der Scheiben in den Schiebtüren, die nicht so recht zu der Geometrie der Türen passen will. Hier muss leicht nachgearbeitet werden, bis die Scheiben zumindest in die Tür eingeklebt werden können. Sonst ist das Modell schnell gebaut.

Bell UH-1D Huey

Was aber richtig nervt, sind die Löcher in den Frontscheiben für die Plastik-Scheibenwischer. Wie soll man das beheben, vor allem wenn man die beiliegenden und besser aussehenden Ätzteile nimmt? Hier wurde seitens des Herstellers leider überhaupt nicht nachgedacht! Die Ätzteile, die hier spendiert werden von Dragon, lassen die Darstellung der Gurte zu, das ist ganz nett, außerdem ist die Armaturentafel sehr schön. An den Pilotensitzen ist natürlich dumm, dass die Gurte in der Spritzform enthalten sind. Eine Entfernung kam mir zu mühsam vor, obwohl es sicher mit scharfem Messer problemlos möglich gewesen wäre. So habe ich die Ätzteilgurte einfach drübergelegt, sieht man kaum, wenn man nicht zu nah ran geht.

Bell UH-1D Huey

Alte Erinnerungen

Die Hubschrauberbesatzung fehlt leider, da es keine BW-tauglichen Heli-Piloten gibt, ich hab jedenfalls keine gefunden auf dem Markt. Die beiliegende Fallschirmjäger haben noch die alte Uniform, sind jedoch schon mit Splitterschutzweste in Flecktarn ausgerüstet. Da werden Erinnerungen wach. Deswegen habe ich sie auch gebaut, obwohl ich es mit Figuren sonst nicht so unbedingt habe, wie man sieht. Sie sind so gesehen ein Tribut an meine Wehrdienst-Zeit in Wildeshausen und Oldenburg. Ich liebte das G3 mit einschiebbarer Schulterstütze so...

Wenn ich so drüber nachdenke, müsste ich eigentlich auch mal ein Kraka bauen…

Bell UH-1D Huey

Die Lackierung erfolgte per Airbrush mit Revell 42  Gelboliv. Das schwarze Dach, die gelben, weißen und roten Markierungen sind lackiert. Die Decals stammen aus der Grabbelkiste, nur die Sanitäts-Markierung, die eisernen Kreuze am Schwanz und (glaube ich) der HEER-Schriftzug sind aus dem Bausatz. Die Kennung des Hubschraubers gab es wirklich, der war jedoch eher im Süden im Einsatz.

Bell UH-1D Huey

Hauke Ahrendt

Publiziert am 11. November 2009

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