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F-16C Fighting Falcon

Vipers beim Start auf Nellis AFB

von Alexander Jost (1:48 Verschiedene Hersteller)

F-16C Fighting Falcon

Ich darf vorstellen - NELLIS AFB (Airforce-Base), Las Vegas, Nevada, Start-/ Landebahn Südwest, im Frühling des Jahres 2000: Eine F-16C der 57th FW (Fighterwing) in der Lackierung "Flogger-Aggressor", mit spezieller Elektronik für Luftkampf-Übungszwecke ausgestattet, hat gerade vom Boden abgehoben; das Fahrgestell hat sich nach etwa drei Sekunden gerade zur Hälfte eingezogen, als plötzlich eine F-16A Bl. 15 der 120th FW, Montana Air National Guard (ANG), von steuerbord an ihrem Sparringpartner vorbeidonnert. Dieses Szenario ist natürlich mit viel Fantasie versehen, aber ich wollte ein wenig Nervenkitzel!

F-16C Fighting Falcon

Als ich die beiden F-16 "Klopper" von Academy und Italeri in meinem Regal fand, dachte ich nur: "Damit lässt sich doch bestimmt noch was anfangen!" Die Ansprüche waren hoch gesetzt, weil die Bausatzneuheiten von Kinetic und natürlich Tamiya um einiges besser sind. Also sollte es ein Diorama werden, möglichst mit zwei Flugzeugen, und - beide im Flug!

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Ein Wort zum Diorama: ich benutzte einfach den Regalboden meiner Vitrine als Dio-Basis und modellierte die Oberfläche mit Struktur-Acrylpaste und einer Holzspachtelmasse. Das Ganze wurde mit einer kleinen Schaumstoff-Rolle und mit Airbrush lackiert, danach mit Pastellkreiden gealtert, um die heftigen Gummiabriebspuren im Start-/ Landebereich (als Vorlage Originalfotos vom Satelliten...) darzustellen. Um die beiden Vögel zum Fliegen zu bringen, habe ich sie mit schwarzen, 4mm starken Karbonstäben versehen und in vorgebohrten Löchern auf dem Diorama befestigt.

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F-16C Fighting Falcon

 

Italeri F-16C

Der Bausatz von Italeri ist weit weg von Perfektion, es lässt sich aber was daraus machen. Beim startenden "Aggressor" verlängerte ich die Fahrwerksstreben, um sie im "entspannten" Zustand zu zeigen, und sägte das Fahrwerk in "Knickposition", etwa zur Hälfte eingefahren, zurecht. Ich musste ein wenig "Kitbashing" betreiben und benutzte Teile des Seitenruders des Academy-Gegenstücks, die Düse des PW-100er Triebwerkes, ebenfalls von Academy (plus Eduard Ätzteile für den Triebwerksauslass), verfeinerte die Flügelenden mit "Static Dischargers" aus 0,16mm Nylonfaden/ Angelschnur und brachte Decals von Two Bobs aus dem Jahr 2000 auf. Das farbenfrohe Tarnschema wird beim Original, hier A/C 87-0321, aus speziellen Farbtönen gestaltet, welche nicht der Federal Standard (FS)-Norm entsprechen. Auch ich musste mehrere Versuche unternehmen, bis ich die Farbtöne - anhand von Originalbildern - mit Mischungen meiner Gunze-Farben bzw. Revell Aqua-Color traf. Übrigens sind sämtliche für die "Aggressor"-Variante notwendigen Accessoires (AN/ALQ 188 jamming pod, die Rumpf- und Flügelsensoren etc.) scratch gebaut. Das spärliche ITALERI-Cockpit wurde zur "C"-Variante mit einem zusätzlichen Display aufgerüstet, der Wannenbereich hinter der Kopfstütze vom Schleudersitz (ACES 2, von der Monogram F-16 "geräubert") mit reichlich Sheet aufgefüttert, und ein Hasegawa-Pilot nahm Platz.

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F-16C Fighting Falcon

Academy F-16A Fighting Falcon Block 15 ANG

Diese graue "Reservisten-Maus" wurde als betagte Block 15-Variante etwas kräftiger gealtert; auch, um das recht eintönige Grau-in-Grau ein wenig aufzulockern. Wie bei allen F-16ern im Flugbetrieb markant: die Strähnen von Schmiermittel, das aus den Scharnieren der Vorflügel nach außen gedrückt und im Fluge nach hinten läuft; verwitterter Lack, etc. Ich verpasste ihr die Triebwerknozzles von Hasegawa (muss man schön aussägen - passen super!). Die imposante Waffenzuladung von vier AIM-9 Sidewindern und zwei schweren 2.000 lb's Bomben wurde in dieser Form vor allem in den Luftkriegsoperationen im IRAK-Krieg aufmunitioniert. Die Bömbchen stammen von Esci, die Raketen und der AN/ALQ Störbehälter aus dem Hasegawa Waffenset. Auch diese Maschine wird von einem Piloten von Hasegawa "gesteuert". Die Decals für die Darstellung der 120th FW Montana ANG stammen wiederum von Italeri, allerdings von deren F-16A-Bausatzvariante "NATO-Fighter". Sie sind super zu verarbeiten und besser detailliert als beispielsweise die Pendants von Microscale.

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F-16C Fighting Falcon

 

Die Lufteinlässe beider Maschinen wurden im hinteren Bereich buchstäblich "geschwärzt" (das fällt beim Blitzen natürlich voll auf); so verschwinden aber bei "normalen" Lichtverhältnissen die von beiden Herstellern komplett falsch wiedergegebenen Innenleben der Intakes... irgendwie musste ich das kaschieren, ohne einen mordsmäßigen Umbau zu starten.

In diesem Sinne: "Vipers, lasst es krachen - get ready to rumble!"

März 2010

F-16C Fighting Falcon

Update im März 2017 - Anpassung Dio-Basis mit Verwischungseffekt

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F-16C Fighting Falcon

 

Alexander Jost

Publiziert am 27. April 2010

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