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Büssing 8000 S13

von Jacobus Lindhout (1:24 Revell)

Büssing 8000 S13

Vorab: Ich baue Plastikmodelle (Flugzeuge, Panzer, Kanonen, Autos, Schiffe) nicht mit der Maßgabe, daraus "Museumsmodelle" zu machen, aus dem einfachen Grund, dass ich trotz langjähriger Erfahrung und nach einigen Hundert Modellen nicht entfernt die Qualität erreiche, die man immer wieder in allen Foren etc. im Internet oder in den Modellbauzeitschriften sieht.

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Mir macht einfach die Bastelei Spaß und ich habe nicht die Geduld, ein Modell ein-, zwei-, oder gar dreimal zu grundieren, zu schleifen, und dann vier- oder sechslagig zu spritzen. Auch bin ich nicht bereit, zig Teuros hinzublättern für Cockpits und Schleudersitze etc. die man nach dem Zusammenbau nicht oder kaum sieht, obwohl es mich zugegebenermaßen manchmal juckt... Das hat was mit dem Modellbauvirus zu tun, oder?

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Manchmal habe ich den Eindruck, dass die „Modellbauprofis" Berufe wie Zahntechniker oder Uhrmacher ausüben oder gar in der Chipfertigung tätig sind. Wie sonst kennt man das erforderliche Werkzeug etc. und die Methoden, ein perfektes Modell zu kreieren oder quadratmillimeter PE-Teile zu montieren?

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Zwangsläufig bin ich dann auch nicht oft zufrieden mit meiner eigenen Arbeit. Nicht zuletzt aus Platzgründen verschwinden sie dann nach einiger Zeit zu meinen Enkelkindern. Oder ab und zu stampfe ich ein halbfertiges Modell zusammen, weil die Passgenauigkeit nicht stimmt oder ich trotz aller Erfahrung einen dicken Fehler gemacht habe, oder auch dass die Klarsichtteile verdrecken oder nicht sauber zu bemalen sind.

Aber ich hab meinen Spaß daran gehabt und bei jedem neuen Modell starte ich mit dem guten Vornehmen, diesmal ein perfektes Modell zu bauen.

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So auch beim Büssing. Nun bin ich bei Revellanern immer auf der Hut, weil deren Qualität öfter sehr wechselhaft ausfällt, weshalb ich meistens vorab in den Internetforen mal nachschaue.

Beim Büssing war aber eigentlich alles weitgehend in Ordnung, sollte aber jemand die Kiste noch auf Lager haben und bauen wollen, könnten folgende Erfahrungen dienlich sein:

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Ich war so blöd, Baugruppe (BG) 3 vorschriftsmäßig in Baugruppe 5 einzubauen. Beim vielen Handling später stören diese Teile ungemein und es bricht da garantiert etwas ab.

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BG 14: An Teil A45 sollte man m.E. besser erst die Montage der Lenkungsteile vornehmen und das Ganze dann nach dem Spritzen montieren, denn das ist Fummelarbeit mit den „Snap-Verbindungen" und Kleberei der beweglichen Teile.

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BG 17-19-21-22: Anstelle des Schraubendrehers tut es ein erwärmter kleiner Nagelkopf besser. Und die „Snap-Verbindungen" bekam ich (bis auf eine) erst gar nicht hin, sondern habe die Löcher gaaaanz geringfügig aufgebohrt und aus Gussast selbstgefertigte Ringe vorsichtig aufgeklebt.

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BG 27: Wer es schafft, Teil i-356 auf die Radwelle zu kleben und dabei das Rad drehbar zu halten, ist für mich ein wirklicher Profi. Mir gelang es nicht, also habe ich Stifte aus Gussast gezogen, diese in B-46 montiert und dann die Vorderräder mit einem selbstgefertigten Ring montiert. Wackelt zwar leicht, aber es ist schließlich ein so genanntes "Standmodell".

BG 34, BG 37 und BG 38 sollte man lieber auch später montieren, dann lässt sich der Rahmen besser spritzen.

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BG45: Die Teile D111 sind falsch herum dargestellt, jetzt passen sie nicht in die entsprechenden Vertiefungen der Motorhaube, wenn man diese geöffnet darstellen will.

BG 65: BG 60 an BG 64 zu kleben hat mich sehr viel Nerven gekostet und ist auch nur soso gelungen, weil keine Passstifte oder ähnliches vorhanden sind.

Trotz peniblen Zusammenbaus von BG 72 klaffen bei mir dünne Spalten zwischen Oberseite und Seitenteilen der Motorhaube.

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Plane und Gestell habe ich zwar gefertigt, aber nicht montiert, weil mir der Lkw so besser gefällt. Eine andere mir gefälligere Farbkombination wurde gewählt. Ich hatte noch Tamiya Medium Grey XF20 aus meiner Flugzeugfertigung, mit ein bisschen Klarlack sieht die Karre m.E. bestens aus.

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Jacobus Lindhout

Publiziert am 29. Juni 2010

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