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FuG28a Knickebein

von Michael Kayser (1:72 Eigenbau)

FuG28a Knickebein

Ich habe wieder etwas gebaut, was man nicht im Laden als Bausatz kaufen kann. Mein Interesse an den Radargeräten der deutschen Wehrmacht ist ja allgemein bekannt. Gemeinsam mit meinem Vater, einem begnadeten Modellbauer, habe ich ein Radargerät vom Typ FuG28a Knickebein geschaffen.

FuG28a Knickebein

Das Knickebein ist eine Weiterentwicklung des deutschen X-Systems und eines Blindlandesystems der Luftwaffe. Bei einer Entfernung von 250 Km konnten Bombenabwürfe mit einer Fehlerquote von ca. 150 Metern erfolgen. Für die damalige Zeit eine beachtenswerte Leistung.

FuG28a Knickebein

Wie immer gibt es auch hierzu keine Baupläne. Infos habe ich aus Fachliteratur zum Thema Atlantikwall und Radarwesen in Deutschland bezogen. Die Größe der Radarmatten ergibt sich aus einer Geräteliste der „Luftwaffe Boden“ zum Thema Radar. Es gibt sechs Originalfotos vom Objekt meiner Begierde. So konnte ich dann den Bauplan zeichnen.

FuG28a Knickebein

Im Modellzubehör habe ich für „teuer Geld“ die T- und Doppel-T-Träger aus Messing erworben.   Der Rundlauf mit Schiene, auf dem sich das Radar dreht, ist aus Holz und Styrodur. Den Schienenkranz habe ich mit einem Zirkel eingeritzt, mit einem harten Bleistift ausgemalt und anschließend mit einem braunen Buntstift den Rost simuliert. Die Holzhütte im Radargitter wurde aus Einzelteilen im lackierten Modell zusammengebaut. Die Arbeitszeiten für Löten, Entfetten, Grundieren und Lackieren betrugen ca. 40 Stunden.

FuG28a Knickebein

Zum Präsentieren des Modells habe ich ein kleines Diorama geschaffen. Eine Gruppe Falschirmjäger passiert ausbildungsmäßig den Wachposten am Radar. Die Figuren sind größtenteils aus Weichplastik. Die Wellblechhütte, die Tische und Bänke sind aus Zubehörkisten von Kibri und Preiser.

Michael Kayser

Publiziert am 21. September 2010

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