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Selbstfahrlafette Pak 55 mm auf T-26

von Erich Rauthe (1:35 Zvezda)

Selbstfahrlafette Pak 55 mm auf T-26

Geschichte:

1930 kaufte die Sowjetunion vom britischen Waffenkonzern Vickers-Armstrong fünf leichte Panzer vom Typ Mk. E und erwarb die Lizenz zum Nachbau. Vickers-Armstrong hatte diese Panzer ohne den Auftrag der britischen Regierung entwickelt, in Serie hergestellt und mit großem Erfolg ins Ausland verkauft.

In der Sowjetunion ging dieser Kampfwagen unter der Bezeichnung T-26 in die Produktion. Ab 1933 begann man in der Sowjetunion Selbstfahrlafetten auf dem Fahrgestell des Panzer T-26 zu konstruieren und als Prototypen und Kleinserien im Übungsgelände zu testen.

In der Regel wurde die Turmöffnung mit einer Stahlplatte verschlossen, der Motor in die Fahrzeugmitte versetzt und die Waffe im Heck montiert. Der Nachteil dieser Konstruktion war, dass der Fahrer dann unmittelbar neben dem Motor saß und die Platzverhältnisse äußerst eng waren.

Zur Erprobung 1934 kamen u.a. der Typ SU-5-1 mit Pak 55 mm oder Feldkanone 76,2 mm. Die Pak 55 mm war 1934 ebenfalls in der Erprobung, die Entwicklung endete 1940/41 als ZIS-2 Pak 57 mm.

Die Pak wurde auf einem stabilen Sockel auf der Bodenplatte im Heck und der Trennwand zum Motorraum befestigt. Der Seitenrichtwert betrug 5° beidseitig, der Höhenrichtwert -5° bis + 24°. Rechts am Wannenoberteil war die Motorbelüftung angebracht, links der Auspuff. Auf beiden hinteren Kettenabdeckungen waren Sitzplätze für die Mannschaft, die Wannenbodenplatte mit Holzbohlen als Standfläche verlängert. Da für die Lagerung der Munition kein Platz war, musste die Selbstfahrlafette über Muni-Transporter versorgt werden. Soweit bekannt, ging SU-5-1 nie in Serie.

Selbstfahrlafette Pak 55 mm auf T-26

Technische Daten T-26:

  • Hersteller: Bolshevik-Fabrik Leningrad, 1931/40, 12.000 Stück (alle Typen)
  • Gewicht: ca. 9 ton
  • Maße: 4.90 x 2,40 x 2,45 m
  • Motor/Antrieb: GAZ 4-Zyl. Benzinmotor in Fzg.Mitte, 90 PS, Vollkettenantrieb, Triebrad vorne, je 4 Rollenwagen mit je 2 Doppellaufräder, je 4 Stützrollen und Leitrad, Blattfederung
  • Geschwindigkeit: Straße 30 km/h bei einem Aktionsradius von ca. 300 km
  • Bewaffnung: 55 mm Pak im Heck
  • Besatzung: 4 - 5 Mann

Selbstfahrlafette Pak 55 mm auf T-26

Modell T-26: Zezda 3538

Wie viele andere Prototypen fand ich das Original dieser Selbstfahrlafette im Internet unter T-26 galleries, neben vielen anderen unbekannten Fahrzeugen.

Vom T-26 Modell wurde die Unterwanne mit dem kompletten Antrieb und dem Aufbau laut Bauanleitung fertiggestellt. Die Motorabdeckung und der Turm entfallen, der Auspuff und der Belüftungskrümmer wurden an der Oberwanne befestigt. Die Trennwand mit den großen Belüftungslöchern und die Abdeckplatte der Turmöffnung bestehen aus „Hecki"-Platte, ebenso das Schutzschild und der Sockel für die Pak. Die Traversen für die Leitradlagerung, die Sitzbänke, die Bodenplattenverlängerung u.v.m. stammen aus dem Fundus.

Selbstfahrlafette Pak 55 mm auf T-26

Modell Pak 55 (75): MiniArt 35035

Das Modell wurde nach Bauanleitung, aber ohne Lafette, aus der Box gebaut. Als zentrale Aufnahme diente ein Laufrad der Panzer 50/75-Serie, welches mit dem Sockel verbunden wurde.Für die Farbgestaltung war wieder „Humbrol-Acryl-Spray" und „Revell Aquacolor" verantwortlich. Für die Alterung sorgte ein wenig Graphitstaub.

Das Modell zeigt eine SU-5-1 bei der Erprobung im Herbst 1934.

Erich Rauthe

Publiziert am 06. Juni 2011

Die Bilder stammen von www.PhotALo.de.

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