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Grumman F7F-3N Tigercat

Wirklich fertig?

von Bernhard Schrock (1:48 AMT/Ertl)

Grumman F7F-3N Tigercat

Es begann wohl 2003,

als in der MF Redaktion die Idee geboren wurde, einen mehrteiligen Beitrag zum Thema 50 Jahre Ende des Koreakrieges zu veröffentlichen. Es wurden Tabellen mit den wichtigsten Typen erstellt, willige Modellbauer rekrutiert und Aufgaben verteilt. Für mich als Navy-Fan stand sofort fest, dass ich die zweisitzige Tigercat bauen möchte, auch wenn diese in Korea „nur“ durch die Marines geflogen wurde. Der Bausatz lag ja bereits seit geraumer Zeit im Keller, und so begann ich mit der Recherche und mit dem "Hamstern" von Zurüstsätzen.

 

Grumman F7F-3N Tigercat

Die Augen waren sehr groß, viel größer wohl als der Magen, und so nahm vor dem geistigen Auge das Projekt geradezu gigantisch ambitionierte Ausmaße an. Na ja, es war aus der damaligen BS-Sicht nicht verwunderlich, denn der Bausatz von AMT war sehr einfach gestrickt und in vielerlei Hinsicht nicht korrekt: falsche Form der Nase, eine gähnende Leere in den Fahrwerksschächten/Motorgondeln, falsche Propellerblattstellung, zu flache Lufteinlässe in den Tragflächenvorderkanten, nicht überzeugende Wiedergabe der stoffbespannten Steuerflächen, unbrauchbare Verglasung des Radaroperators und und und. Die Liste ließe sich an dieser Stelle noch viel weiter ergänzen.

Mit großem Eifer wurde der Bausatz auseinandergesägt, mit dem Fräser traktiert und mit vielen Plastikteilen ergänzt.

Inzwischen schrieben wir das Jahr 2004 und bedingt durch die im März dieses Jahres schlagartig geänderten Prioritäten kam das Projekt ins Stocken. Der restliche Schwung reichte gerade noch aus, um eine Motorgondel mit allen Spanten und Stringern sowie der Motoraufhängung zu komplettieren, die Ruder mit neuer Stoffstruktur zu versehen und die Rumpfhälften zusammenzukleben.

Die Lust, Geduld und Motivation waren weg und da lag sie nun, die stolze Tigercat, zu einem Drittel fertig…

Grumman F7F-3N Tigercat

6 Jahre und 1 mm dicke Staubschicht später…

Bei einem Plastikschnack-Treffen bei BS, inzwischen nicht mehr in Hamburg sondern in Kölln-Reisiek, kam das Thema der F7F-3N auf die Liste der offenen Punkte: dass es doch schade wäre, die vorhandene Substanz verkommen zu lassen. Und was nun zu tun sei.

Der Besuch war weg und langsam nahm ein Gedanke vage Gestalt an, die Tigercat mit einem Minimalaufwand fertigzustellen. Bereits zwei Wochen später wurde als Zeichen guten Willens die Stoffbespannung der Querruder und der äußeren Landeklappen fertiggestellt.

Grumman F7F-3N Tigercat

Fast ein weiteres Jahr später

Nach mehreren verworfenen Farbgestaltungsideen stand das endgültige Gerüst fest: das Modell wird eine noch nicht komplette Tigercat während der Produktion darstellen. So würde sich für Teile, die nicht aufbereitet werden müssen, wie Kanonen, Raketen, Pylone, Antennen, Motoren, etc. viel Zeit sparen lassen. Immerhin waren bereits vor sieben Jahren der Motor für die geschlossene Gondel und seine Auspuffanlage fertig geworden.

Dann ging ich noch einen Schritt weiter und beschloss (wohl aus Faulheit) nur ein Fahrwerksbein zu installieren, Ein Bock mit einer Spindel und Kurbel ließen sich bestimmt schneller fertig stellen, als ein Fahrwerk samt Aufhängung. Zum Glück lies sich der Jack-Punkt unter der Tragfläche in dem uralten Heft aus der Serie Monografie Lotnicze schnell ausfindig machen.

Die Lackierung war dann nur noch „Formsache“ und machte durch den sehr bunten Mix wirklich sehr viel Freude.

Grumman F7F-3N Tigercat

Die Beweistücke für die große Motivation der Jahres 2003.

Grumman F7F-3N Tigercat

Grumman F7F-3N Tigercat

Grumman F7F-3N Tigercat

Grumman F7F-3N Tigercat

Die Auslässe für den Ölkühler sind bei AMT nur als Beule vorhanden und wurden nach dem Aussägen neu aufgebaut.

Grumman F7F-3N Tigercat

Nach dem Heraustrennen der Landeklappen klafften in der Gondel große Löcher und mussten verschlossen werden.

Grumman F7F-3N Tigercat

Gerade zu abenteuerlichen Handgriffen war ich gezwungen, die fotogeätzten Gitter für der Lufteinlässe passend zu gestalten und von hinten zu platzieren.

Grumman F7F-3N Tigercat

Das Bugfahrwerk ist OK und wurde mit vier Drahtstücken ergänzt.

Grumman F7F-3N Tigercat

Immerhin hat sich das Warten wegen der Verglasung gelohnt. 2004 habe ich mir noch den Kopf wegen des hinteren Glasteils zerbrochen: das Originalteil war nicht richtig, über dem Toaster ein neues zu ziehen (wegen der Ausbeulung) würde ohnehin nicht klappen und der Aftermarket gab nichts her…. Groß war die Freude ca. 2006 oder 2007, als ich dann in Holland doch ein Teil von Squadron sah und es sofort mitnahm.

Grumman F7F-3N Tigercat

Die Ausrüstung mit Kanonen steht der Tigercat noch bevor: zuerst muss aber noch die Zelle in der Endfarbe lackiert werden.

Grumman F7F-3N Tigercat

Die Lage des Landelichtes in der Vorderkante ist im Bausatz falsch. Das Licht wurde an die richtige Stelle verschoben, mit einer MV-Products Linse ergänzt und mit Tesa verglast.

Grumman F7F-3N Tigercat

Die äußeren Tragflächensektionen wurden in einer anderen Produktionshalle vormontiert und bereits in der Endfarbe lackiert.

Grumman F7F-3N Tigercat

Der Propeller mit der richtigen Blattstellung stammt von Cutting Edge.

Bernhard Schrock, 2003 bis 2011
Bernhard Schrock, 2003 bis 2011

Bernhard Schrock

Publiziert am 29. Oktober 2011

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