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PzKpfw. VI Ausf. E (früh)

von Lukas Kanczik (1:72 Dragon)

PzKpfw. VI Ausf. E (früh)

Das Original:

Der Tiger 1 war wohl der gefürchtetste Gegner auf Seiten der Alliierten. Allein die Gewissheit, dass man bei einem Gefecht auf einen Tiger 1 treffen könnte, zermürbte die Moral der Alliierten. Nichtsdestotrotz bot der Tiger 1 mit seiner 100mm starken Stirnpanzerung einen exzellenten Schutz gegen die meisten gegnerischen Fahrzeuge. Zusätzlich zu seiner guten Panzerung wurde er mit einer leistungsstarken Bordkanone ausgerüstet, nämlich der 8,8 cm Kw. K 36, auch besser bekannt als „Acht-Acht". Die Bordkanone war eine umgebaute Version einer Flugabwehrkanone (Flak 18/36/37), die ca. 2000 m entfernte Ziele erfolgreich bekämpfen konnte und somit den Tiger zu einer ernsthaften Bedrohung machte.

PzKpfw. VI Ausf. E (früh)

Laut der Tigerfibel (Bedienungsanleitung für Panzerbesatzungen) steckte ein Tiger 1 während eines Gefechtes 14 Treffer von 5,7 cm Pak, 11 Treffer von 7,62 cm Bk und 227 Treffer von Panzerbüchsen ein. Der Panzer konnte sich noch aus eigener Kraft zurückziehen, was meiner Meinung nach eine beachtliche Leistung darstellt.

PzKpfw. VI Ausf. E (früh)

Um einen schnellen Transport zu den Fronten gewährleisten zu können, nutzte die Wehrmacht den Bahntransport. Dazu musste der Tiger allerdings seine 725 mm breite Marschkette gegen eine schmalere 600 mm breite Verladekette tauschen. Selbst bei guten Verhältnissen und einer gut eingespielten Mannschaft benötigte man für den Wechsel mehrere Stunden. Im Verlauf des Krieges wurden von 1942 bis 1944 1.350 Fahrzeuge hergestellt.

Es gab drei unterschiedliche Ausführungen, die frühe Ausführung, die mittlere und späte Ausführung. Wesentliche Unterschiede waren im Turmbereich und im Fahrwerkbereich auszumachen.

PzKpfw. VI Ausf. E (früh)

Frühe Ausführungen besaßen Laufrollen, die mit einem Gummibellag ausgestattet waren oder eine Nebelwurfanlage, die am Turm befestigt war.

Bei der späten Ausführung dagegen fielen die Nebelwurfarme weg, da sie durch feindlichen Beschuss zünden konnten, und die Besatzung zum Aussteigen zwangen.

Bei Instandsetzungsarbeiten wurden die Tiger weitgehend nachgerüstet und überholt, wobei Mischversionen keine Seltenheit waren.

PzKpfw. VI Ausf. E (früh)

Das Modell:

Das hier gezeigte Modell ist von der Firma Dragon (7376) und soll einen Tiger1 als frühe Ausführung darstellen. Der Bausatz war von guter Qualität und bereitete mir keinerlei nennenswerte Probleme. Im Bausatz enthalten waren die Dragon-typischen DS Ketten, ein Decalbogen, eine Ätzteilplatine und Draht, die den Bausatz aufwerten sollten. Ich allerdings verwendete anstelle der Ätzteile Kupferlitze als Luken-Griffe und als Leitungsanschlüsse für die Frontlichter. Ansonsten baute ich ihn ohne weitere eigene Zurüstteile nach Plan auf. Mit meinem Schleifbohrer modellierte ich Geschoss-Abpraller ins Modell ein. Als Farbanstrich wählte ich Panzergrau (78 Matt) von Revell und für die Gummibandagen griff ich zur Anthrazitfarbe (9 Matt). Für die Ösen, Werkzeuge und die DS Ketten nahm ich die Eisenfarbe (91) von Revell.

PzKpfw. VI Ausf. E (früh)

Um Rostspuren, Schmutz und Abnutzungen zu realisieren, verwendete ich die Farben Rost (83 Matt), Lederbraun (84 Matt), Weathering Set A und Panzergrau (78 Matt) + Weiß (5 Matt). Darüber hinaus nutzte ich das Weathering-Set B von Tamiya, um Pulverrückstände und Abgasrückstände am Modell zu imitieren. Mit Hilfe des Weathering-Set B malte ich eine improvisierte und abgenutzte Wintertarnung auf den Tiger auf. Dies wurde damals oft von den Panzerbesatzungen mit Hilfe eines Kalkanstrichs praktiziert, um sich der gegnerischen Sicht entziehen zu können. Als Decals verwendete ich die im Bausatz enthaltene Variation der s. Pz. Abt. 502 Tosno, September 1942.

PzKpfw. VI Ausf. E (früh)

Lukas Kanczik

Publiziert am 22. August 2012

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