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Q-Ship

(Lindberg - Nr. HL400/12)

Lindberg - Q-Ship

Produktinfo:

Hersteller:Lindberg
Sparte:Schiffe Militär Militär bis 1939
Katalog Nummer:HL400/12 - Q-Ship
Maßstab:1:390
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2014
Preis:ca. 18 €
Inhalt:
  • 3 Spritzrahmen
  • 1 Decalbogen
  • Bauanleitung

Besprechung:

Historie

Während des 1. Weltkrieges ab 1915 suchte man eine Möglichkeit, der ständig wachsenden Gefahr durch U-Boote eine geeignete Waffe entgegenzusetzen. Dazu wurden alte Frachter mit Geschützen ausgerüstet, die sich hinter falschen Decksaufbauten verbargen. Diese Frachter trugen keine oder falsche Flaggen. Daher tauchte das feindliche U-Boot auf und nach der Prisenordnung wurde das Schiff gestoppt, durchsucht und, nach freundlicher Aufforderung das Schiff zu verlassen, versenkt. Das geschah meist durch Geschütze, denn Torpedos waren teuer.

Das Q-Ship hingegen nahm mit den eigenen Waffen den Kampf auf. Das waren neben Geschützen auch Torpedos, die unter der Wasserlinie abgefeuert werden konnten. Es wurden sogar U-Boote der C-Klasse hinterher geschleppt, die über eine Telefonleitung die Koordinaten des Deutschen Bootes bekamen. Der Name Q-Ship leitet sich aus der Werft in Irland ab, die diese Schiffe umbaute: Queensland. Als ab 1917 ohne Vorwarnung alles torpediert wurde, was über der Wasserlinie fuhr, hatte sich auch der Einsatz der Q-Ships erledigt.

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Q-Ship

 

Das Modell

Wie alle Bausatzhersteller kramt auch Lindberg von Zeit zu Zeit alte Formen heraus und bringt sie zur Freude der Fans und zum Ärger der Sammler wieder auf den Markt.

Als nun dieser alte Frachter aus dem 1. WK bei einem Internethändler stand, gab es für mich nur noch die „sofort kaufen" Taste. Anschließend habe ich mich auf die Suche begeben nach meinem Q-Ship, gebaut vor ca. 40 Jahren.

Das Modell kommt in einer bunten Box daher und alle 41(!) Bauteile sind in einer Tüte verpackt. Der Maßstab wird mit 1:390 angegeben, und damit ist das Schiff 30cm lang. Man darf bei einem Modell aus den 50ern keine hohe Detaillierung erwarten, und so sind die Gravuren aufgesetzt und die Details eher rudimentär. Das Modell werde ich diesmal mit Motor und Fernsteuerung schwimmfähig ausstatten. Die Schiffsmodelle von Lindberg hatten damals fast alle einen Motor und einen Batteriehalter. Damit konnte der junge Baumeister die Modelle auf dem Teich fahren lassen. Wie das wirkt, könnt ihr auf den letzten Bildern sehen. Der Motor ist natürlich fest, doch meine Trimmsteine vom damaligen Kiesteich sind noch drin. Ein wenig schütteln, und schon liegt das Q-Ship wieder auf der Lauer und wartet auf ein U-Boot...

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Q-Ship

 

Fazit:

Ein historischer Bausatz eines seltenen Modells aus einer vergangenen Epoche. Ein wiederauferstandener Jugendtraum!

Diese Besprechung stammt von Carsten Haake - 31. Dezember 2014

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