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Airbus A400M "Atlas"

(Revell - Nr. 04859)

Revell - Airbus A400M

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Sparte:Flugzeuge Militär Modern
Katalog Nummer:04859 - Airbus A400M "Atlas"
Maßstab:1:144
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2014
Preis:UVP 27,99 €
Inhalt:
  • 7 Spritzlinge mit total 160 Bauteilen (gem. Herstellerangabe)
  • 1 Bauanleitung
  • 1 Markierungsbogen für 3 Versionen
  • 1 Werbeflyer Deutscher Plastik-Modellbau-Verband e.V. (DPMV) 

Besprechung:

Revell - Airbus A400M "Atlas"

Das Original

Gab es noch 2011 so einige Fragezeichen bei dem realen Flugzeug, so hat sich 2014 schon deutlich mehr entwickelt. So erhielt die Maschine im März 2013 die vollständige zivile Musterzulassung. Die militärischen Fähigkeiten des A400M sind derzeit in sechs Stufen unterteilt und aktuell in Entwicklung bzw. die Freigabe zur Nutzung wurde erteilt:

- Transport von mil. Gerätschaften und Personen bis zu 32 Tonnen Gewicht. (Freigabe 2013 erteilt)

- Eingeschränkter Selbstschutz und eingeschränktes Absetzen aus der Luft. (etwa Ende 2014)

- Voller Selbstschutz und Absetzten aus der Luft, eingeschränkte Luftbetankung. (etwa 2015)

- Leistungssteigerungen und erweiterte, taktische Einsatzmöglichkeiten. (etwa 2016)

- Vollständige Möglichkeit der Luftbetankung und SAR-Einsatz. (etwa 2017)

- Fähigkeit für Tiefflug. (etwa 2019)

Die erste Serienmaschine wurde im September 2013 bei der französischen Luftwaffe (total 50 Stück) in Dienst genommen. Die erste Maschine für die Türkei (total 10 Stück) wurde im April 2014 überführt. Die erste englische Maschine (total 22) folgte im November 2014 und im Dezember 2014 die erste deutsche Maschine (total 53 Stück). Zusätzlich haben noch folgende Länder den A400M bestellt: Spanien (27 Stück), Belgien (7 Stück), Luxembourg (1 Stück) und Malaysia (4 Stück). Südafrika hatte die Bestellung von 8 Maschinen storniert. Somit sind derzeit 174 Maschinen bestellt. Deutschland und Großbritannien haben angekündigt, dass jeweils 13 Maschinen ihres Kontingentes weiterverkauft werden sollen. Der momentane Herstellerpreis liegt bei etwa 130 bis 140 Millionen EUR pro Stück.

Revell - Airbus A400M "Atlas"

Der Bausatz

So viel kostet der aktuelle Bausatz von Revell natürlich nicht. Auch wenn die Aufteilung der Teile nicht den Teilen vom „großen Bruder" entspricht, so kann man wohl davon ausgehen, dass ein Teil der Daten auf 1:144 heruntergerechnet wurden. Revell wird das Rad dafür nicht zum 2. Mal erfunden haben.

Die sieben Spirtzlinge weisen keine groben Unsauberkeiten in Form vom „Fischhaut" oder Formversatz auf. Auch Sinkstellen oder verzogene Bauteile sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Die Auswerfermarkierungen bei den größeren Bauteilen sind alle an unkritischen Stellen zu finden. Ein wenig Schleifarbeit betrifft die Propellerblätter in der Segelstellung. Das sollte aber leicht zu erledigen sein. Die versenkten Gravuren und erhabenen Details passen zu einem Modell zu diesem Maßstab.

Wie auch der 72er Bausatz gibt es es mehrere Bauoptionen für den A400M. Dafür sorgt der detaillierte Laderaum und eine ebenso ansprechende Cockpitsektion. So gibt es die Option, das Flugzeug mit ein- oder ausgefahrenem Fahrwerk zu bauen und dort dann noch zusätzlich mit geschlossener oder offener Laderampe. Entsprechend müssen in Baustufe 1 zwei Teile getrennt werden. Also fallen hier schon die Würfel, was für eine Version es werden soll. Zusätzlich kann man sich später noch entscheiden, ob die Tür in der Bugsektion offen oder geschlossen gebaut werden kann. Und wem das noch nicht genug Optionen sind, so können die Propeller in Segel- oder Flugstellung montiert werden.

Es wäre wünschenswert gewesen, wenn die Steuerflächen als separate Bauteile dargestellt worden wären. Bausatztechnisch wäre das bestimmt möglich gewesen. Vermutlich wäre der Bausatz aber dann auch deutlich teurer geworden. Wer als Modellbauprofi das darstellen möchte, muss selbst zur Säge greifen. 

Die Bauanleitung besteht aus zwölf Seiten im Format A4 und führt in 49 Schritten zum fertigen Modell. Wenn man sich von Anfang an darüber im klaren ist, welche Version des A400M man bauen möchte, so sollte man Vorab die nicht benötigten Teile/Bauschritte durchstreichen. So werden Verwechslungen ausgeschlossen. Die Zeichnungen sind leicht verständlich, auch wenn sie an einigen Stellen vielleicht etwas größer hätten sein könnten. Abweichend von der Bauanleitung sollte das Fahrwerk erst so spät wie möglich eingebaut werden. Sonst ist das Risiko von Bruch während der Bauphase zu groß. Gleiches gilt für weitere Kleinteile, die außen zu montieren sind.

Die Bauteil E77 in Bauabschnitt 38 bzw. 40 sind Stützen, die am Original zur Be- und Entladung ausgefahren werden. Wer das Modell in dieser Variante bauen möchte, sollte diese Teile durch Stahldraht ersetzen. Das verleiht dem Modelle eine deutlich bessere Stabilität. Revell empfiehlt 40 Gramm Gewicht in die Rumpfspitze als Gegengewicht zu packen. Diese Empfehlung sollte man beherzigen und lieber etwas großzügiger als angegeben sein. Sicher ist sicher...

Der Markierungsbogen ist matt und versatzfrei gedruckt. Er erlaubt die Darstellung von drei Maschinen. Am attraktivsten dürfte hier die Version der Werknummer 0006 sein. Sie lockert die eintönige Lackierung etwas auf. Jedoch gilt es bei allen drei Versionen 28 Propellerblattspitzen-Markierungen aufzubringen. Dafür wird man dann mit einem fertigen Modell entschädigt, das für 1:144 eine stolze Länge von 32 cm und eine Spannweite von 29 cm haben wird.

Revell - Airbus A400M "Atlas"

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Airbus A400M "Atlas"

 

Darstellbare Maschinen:
  • Airbus A400M, Werknummer 0018, Kennung 54+01, Deutsche Luftwaffe, LTG 62, Wunstorf, 2014
  • Airbus A400M „Atlas", Werknummer 0006, Kennung F-WWMZ, 2013
  • Airbus A400M „Ville de Toulouse", Werknummer 0008, Kennung F-RBAB, Französische Luftwaffe, 2014
Stärken: Neuer Bausatz im platzsparenden Format.
Schwächen:

Erst der Bau des Modells muss zeigen, ob es "echte" Schwächen hat. Kleinere diskussionswürde Punkte sind im Text angesprochen.

Anwendung:

Schwirigkeitsgrad 4 (von 5) ist angemessen.

Wegen der Komplexität nicht für Modellbauanfänger geeignet.

Fazit:

Sehr empfehlenswert.

Weitere Infos:

Referenzen:

Eine mögliche Bezugsquelle direkt beim Hersteller gibt es hier.

Informationen zum Original gibt es hier bei Wikipedia. 

Diese Besprechung stammt von Bernd Heller - 07. Januar 2015

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