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Heinkel He177A-3 Greif

(MPM - Nr. 48063)

MPM - Heinkel He177A-3 Greif

Produktinfo:

Hersteller:MPM
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:48063 - Heinkel He177A-3 Greif
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2007
Preis:ca. 60-90 €
Inhalt:
  • 1 praktischer Stülpkarton
  • 2 Rumpfhälften
  • 4 Tragflügelteile
  • 11 unterschiedlich große Spritzgussrahmen in mittelgrauem Kunststoff
  • 1 Rahmen mit den Klarsichtteilen
  • 6 Resinteile
  • 2 Decalbögen
  • 1 20-seitige Bau- und Bemalungsanleitung in Farbe im Format A4

Besprechung:

MPM - Heinkel He177A-3 Greif

MPM - Heinkel He177A-3 Greif

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Heinkel He177A-3 Greif

 

Zur Geschichte:

Die Heinkel He177 wurde als viermotoriger, schwerer Bomber für die Luftwaffe konzipiert, weil diese bisher nur leichte und mittlere Bomber, wie zum Beispiel die Heinkel He 111 und Junker Ju 88 zur Verfügung hatte. Heinkel entwarf daraufhin die He177, die technisch ihrer Zeit weit voraus war. Die Maschine war unter anderem mit ferngesteuerten Waffenständen ausgestattet und Steuergeräten, mit denen die Gleitbomben vom Typ FritzX und Henschel HS 293 in das Ziel gesteuert werden konnten. Es gab damals die unsinnige Forderung des Reichsluftfahrtministeriums, dass alle deutschen Bomber, beruhend auf der Kampfweise und den Erfolgen der Junkers Ju87, sturzkampftauglich sein sollten. Dadurch wurde bei der Heinkel He177 dann versucht, durch das Koppeln der Motoren die Propelleranzahl zu verringern. Dies sollte sich positiv auf das Strömungsverhalten im Sturzflug auswirken und dadurch auch die Belastung der Tragflächen verringern. Bedingt durch die gekoppelten Motoren mit ihren zusätzlichen Getrieben in den engen, windschnittigen Motorgondeln, konnten diese nicht ausreichend gekühlt werden. Dies wiederum führte immer wieder zu Unfällen, wenn aus Undichtigkeiten der Motoren und Getriebe Öl oder Treibstoff austrat und sich entzündete. Diese Brände im Motorenbereich hatten zufolge, dass sich die Feuer schnell auf die schräg hinter den Motoren liegenden Kraftstofftanks ausbreiten konnten. Das Flugzeug bekam dann aufgrund dieser Unfälle auch bald  Spitznamen wie „Brennender Sarg“, „Reichsfackel“ oder „Reichsfeuerzeug“. Diese Probleme mit den Motoren konnten nie ganz beseitigt werden. Es wurde noch ein Nachfolgemuster konstruiert, das die Bezeichnung Heinkel He277 trug. Hier wurden wieder vier einzelne Motoren mit ihren Propellern verbaut. Es blieb bei einigen Prototypen, wovon jedoch nur einer geflogen ist

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Heinkel He177A-3 Greif

 

Zum Modell:

MPM präsentiert uns hier den in Short Run Qualität hergestellten sehr schönen Bausatz der Heinkel He 177A-3 „Greif“ in dem Maßstab 1:48. Dieser Bausatz erschien im Jahr 2007 basierend auf dem Bausatz der 2006 bei MPM erschienenen Heinkel He 177A-5. Wir beginnen mit dem Rumpf des Bausatzes, dessen äußere Struktur schön die Oberfläche wiedergibt. Die Strukturen sind noch ausreichend fein wiedergegeben und wissen gerade im Bereich der Flügel zu gefallen, allerdings sind hier einige Stellen vorhanden, an denen die Gravuren verwaschen wirken. Diese Bereiche sind aber wirklich sehr klein und schnell nachzubearbeiten.

Ein Manko stellt hier jedoch die etwas raue bis manchmal leicht körnige Oberfläche dar. Hier sollte man auf alle Fälle vorher den Rumpf und die Flügel überprüfen und gegebenenfalls leicht mit feinem Schleifpapier glätten.

Das Cockpit der He177 ist durch die großzügige Kanzelverglasung relativ gut einzusehen und sehr gut dargestellt. Ebenso sind die einzelnen Gefechtsstände des Flugzeugs gut dargestellt. Hierbei fallen nur die schlicht gehaltenen Läufe der MG Bewaffnung auf. Detailliert geht es auch im Bereich des Fahrwerks und der Motorgondeln zu. Von den Motoren allerdings sieht man nichts. Die Klappen dieses recht großen Modells können ausgelenkt dargestellt werden, weil sie separat beiliegen.

Es liegen noch ein paar Resinteile für die Lufteinläufe, Abgasrohre und Bewaffnung bei. Es wird erfreulicherweise noch in der Anleitung darauf hingewiesen, dass sich die Propeller bei diesem Flugzeug gegenläufig bewegten. Für eine weitere Detaillierung des Bausatzes wird noch auf einige Sets für den Bombenschacht und das Fahrwerk verwiesen.

MPM - Heinkel He177A-3 Greif

MPM - Heinkel He177A-3 Greif

MPM - Heinkel He177A-3 Greif

Darstellbare Maschinen:
  • Heinkel He177A-3 "Greif" KG100 6N+SM "Marga" Operation Steinbock January 1944
  • Heinkel He177A-3 "Greif" 2./ KG100 Werknr.2367 6N+EK "Edith"Chateaudrun October 1944
Stärken:
  • fein versenkte Gravuren
  • einziger momentan erhältlicher Bausatz in 1:48
Schwächen:
  • Oberfläche leicht körnig
Anwendung:
  • Schwer, für den erfahrenen Modellbauer
  • Schwierigkeitsstufe 4 von 5

Fazit:

Einer der wenigen Bausätze dieses Flugzeuges in diesem Maßstab. Leider nicht ganz ohne Mängel in Bezug auf die Oberfläche. Dafür aber mit vielen schönen Details im Bereich von Cockpit, Motoren und Kampfständen. Der fortgeschrittene Modellbauer wird sich über das von MPM geschnürte Komplettpaket freuen. 

Weitere Infos:

Referenzen: Weitere Informationen gibt es hier
Anmerkungen: Hier gibt es ein interessantes Buch.

Diese Besprechung stammt von Gerald Willing - 14. Dezember 2015

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