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Französisches Schlachtschiff Richelieu

(Hi-Mold - Nr. HM-018)

Hi-Mold - Französisches Schlachtschiff Richelieu

Produktinfo:

Hersteller:Hi-Mold
Sparte:Schiffe Militär WK2
Katalog Nummer:HM-018 - Französisches Schlachtschiff Richelieu
Maßstab:1:700
Kategorie:Bausätze (Resin, Vacu, ...)
Preis:im Augenblick leider OOP
Inhalt:44 Resin-Teile; 3 Messingstäbe; 181 Weißmetall-Teile; Decal-Bogen (Pit-Road 700-031 WW-II US Warships & Lend Ships); Anleitung (5 Seiten)

Besprechung:

Das Original:

Die Richelieu wurde am 22. Oktober 1935 am Arsenale de Brest auf Kiel gelegt, der Stapellauf war am 17. Januar 1939 und die Fertigstellung am 15. Juni 1940. Das Schiff war äußerlich sehr ähnlich der Dunkerque-Klasse, die ebenfalls zwei Vierlingstürme als Hauptartillerie vor der Brücke hatte. Es sollten ursprünglich vier Schiffe dieser Klasse gebaut werden, drei wurden auf Kiel gelegt, jedoch nur noch die Jean Bart nach dem Krieg fertig gestellt. Noch während des Baus wurde die Mittelartillerie reduziert. Statt fünf Türmen wurden durch Weglassen der seitlichen Türme nur drei eingebaut und so eine Verstärkung der Flak um sechs 10 cm Doppellafetten ermöglicht.

Werdegang:

Das Schiff wurde direkt nach der Fertigstellung nach Dakar verlegt und dort von Flugzeugen der HMS Hermes durch einen Torpedo beschädigt. Am 23. und 25.09.1940 Gefecht mit HMS Resolution. Beim ersten Gefecht Explosion in Turm 2, im zweiten Gefecht zwei 38 cm Treffer erhalten. In der Folge schloss sie sich den Alliierten an und blieb in Nordafrika. Von Januar bis Oktober 1943 Große Werftliegezeit in den USA bei der Marinewerft Brooklyn. Dort erhielt sie Geschütze von ihrem Schwesterschiff Jean Bart für die durch die Explosion zerstörten eigenen. Neben neuer Flak kam auch US-Radar an Bord, das später durch Geräte britischer Herkunft ergänzt wurde. Bis Ende Februar 1944 bei der britischen Home Fleet mit Unternehmungen gegen die norwegische Küste. Danach zur britischen Eastern Fleet im Indischen Ozean. Ab Oktober 1944 zur Überholung nach Gibraltar. Danach wieder ab März 1945 in Fernost. Nach dem Krieg Besuchsreisen und Einsatz als Schulschiff. 1958 in Reserve versetzt. 1968 zum Abbruch verkauft.

Hi-Mold - Französisches Schlachtschiff Richelieu

Technische Daten:

  • Wasserverdrängung Standard 39.116 t
  • Einsatzverdrängung 48.309 t
  • Länge ü. a. 247,85 m
  • Breite 33,00 m
  • mittlerer Tiefgang 9,63 m
  • Antrieb 150.000 WPS auf 4 Wellen für 30 kn

Bewaffnung (ursprünglich):

  • 2x4 38 cm
  • 3x3 15,2 cm (max. 90° Rohrerhöhung)
  • 8x2 3,7 cm Flak, 2x4 13,2 mm
  • 3 Bordflugzeuge, zwei Katapulte
  • Später: zusätzlich 6x2 10,0 cm; 4x8,8 cm seitlich der Hauptgeschütze zu Übungszwecken
  • 8x4 13,2 mm

Nach Werftliegezeit in den USA:

  • Ausbau der Flugzeuganlage und der 3,7 cm Flak
  • 14x4 40 mm
  • 14-50x1 20 mm

Hi-Mold - Französisches Schlachtschiff Richelieu

Der Bausatz:

Die Resinteile sind äußerst sauber gegossen, wodurch sehr wenig Nacharbeit notwendig sein wird. Es sind auch keine Luftblasen zu sehen.

Hi-Mold - Französisches Schlachtschiff Richelieu

Sehr schön die Darstellung der Ankerketten und Winden. Die Planken des Holzdecks sind fein graviert, kommen aber nicht in der Qaulität an Modelle von WEM heran.

Hi-Mold - Französisches Schlachtschiff Richelieu

Auch die Geschützwannen für die 40 mm Vierlinge sind gut detailliert.

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Die kleineren Resinteile befinden sich an einem Ast. Nach einem vorsichtigen Abtrennen ist nur wenig Schleifarbeit gefragt. Beachte die Einbauten der Boote.

Hi-Mold - Französisches Schlachtschiff Richelieu

Beachte die Aussparungen zum besseren Lokalisieren der Einbaustellen der Aufbauten.

Hi-Mold - Französisches Schlachtschiff Richelieu

Die Plattformen des Brückenturmes sind auch an der Unterseite detailliert.

Dryfit

Hier einige Ansichten des Modells mit aufeinandergesetzten Teilen.

Hi-Mold - Französisches Schlachtschiff Richelieu

Hi-Mold - Französisches Schlachtschiff Richelieu

Hi-Mold - Französisches Schlachtschiff Richelieu

Beachte auch die schönen Details an den Seitenwänden der Aufbautenteile, sowie die feinen Aufkantungen der Splitterschutzwannen.

Hi-Mold - Französisches Schlachtschiff Richelieu

Die Weißmetallteile sind fein gegossen, könnten an der Oberfläche etwas glatter sein. Hier ist etwas Nacharbeit fällig.

Hi-Mold - Französisches Schlachtschiff Richelieu

Auch die Geschützrohre können gefallen, wenn auch nicht gedreht.

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Manche Teile sind von Plastikbausätzen her bekannt. Abgegossen?

Hi-Mold - Französisches Schlachtschiff Richelieu

Material für Masten und Stengen liegt bei.

Hi-Mold - Französisches Schlachtschiff Richelieu

Die beigelegten Abziehbilder. Universaldecal!

Hi-Mold - Französisches Schlachtschiff Richelieu

Die Bauanleitung

Die Bemalungsanleitung bezieht sich auf Gunze-Farben (G) und Pit-Road-Farben (PC). Sehr hilfreich ist auch die Teileliste. Die Anleitung ist leider komplett in Japanisch. Der Zusammenbau sollte aber durch die klar gegliederte Explosionszeichnung kein größeres Problem darstellen. Es gibt einige Anmerkungen, bei denen nur Raten oder ein Japaner im Bekanntenkreis hilft.

Hi-Mold - Französisches Schlachtschiff Richelieu

Hi-Mold - Französisches Schlachtschiff Richelieu

Hi-Mold - Französisches Schlachtschiff Richelieu

Hi-Mold - Französisches Schlachtschiff Richelieu

Stärken: Schön detaillierter Bausatz, gut gezeichnete Anleitung, Material für Masten ist enthalten.
Schwächen: recht teuer, Anleitung in Japanisch

Fazit:

Es handelt sich hier um einen Bausatz eines architektonisch schönen Schiffes, den es in absehbarer Zeit wohl nicht in Plastik geben wird. Der Zusammenbau dürfte kein größeres Problem darstellen. Aufgrund des hohen Anschaffungspreises dürfte er aber eher für versierte Modellbauer sinnvoll sein. Lediglich Reling könnte noch zu einem besseren Aussehen beitragen.

Weitere Infos:

Referenzen: Daten nach Breyer: Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer 1905 – 1970 und Whitley: Schlachtschiffe des II. Weltkriegs

Diese Besprechung stammt von Ralf Schuster - 17. Januar 2006

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