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UH-72A Lakota

(Revell - Nr. 04927)

Revell - UH-72A Lakota

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Sparte:Hubschrauber
Katalog Nummer:04927 - UH-72A Lakota
Maßstab:1:32
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2016
Preis:ca. 20-25euro;
Inhalt:
  • 204 benötigte Teile
  • 12 verschiedenfarbige Spritzlinge
  • Decalbogen für 2 Versionen
  • Farbige 20 seitige Bauanleitung

Besprechung:

Revell - UH-72A Lakota

Es gab mal Zeiten, als die Bauanleitung von Revell einige Informationen über das Modell hervorbrachte. Dies ist nun bei den neuen Bauanleitungen nicht mehr so, und lediglich auf dem Karton steht in einem Satz: “Modellbausatz zu dem ersten europäischen Hubschrauber, der bei den US-amerikanischen Streitkräften in großer Stückzahl zum Einsatz kommt.“ Man muss also Informationen selber suchen, oder bei Revell im Sortiment nachschauen, denn ein Spritzling ist von 2005, Basis ist also die alte EC 145- Familie, von der es schon einige Rettungsflieger-Versionen gab. Da von diesen Spritzlingen noch einige beiliegen, wandern viele Teile in die Restekiste. Was ich nervig finde, die Spritzlinge haben keine Buchstaben, wie man es von anderen Bausätzen kennt. Das macht eine Bausatzbeschreibung nicht einfach. Man kann nicht schreiben, z.B.: „....Spritzling A....“

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Anderes als bei einigen anderen Bausätzen ist diese Faltschachtel groß dimensioniert und alle Spritzlinge passen nach dem Anschauen wieder in den Karton. Die Spritzlinge sind in mehreren Tüten verpackt. Allerdings sind beide klaren Spritzlinge zusammen in einer Tüte. Es kommt mir durchaus so vor, als ob auf der Frontscheibe Nr. 65 schon Scheuerstellen sind. Es fällt die unterschiedliche Farbe der Spritzlinge auf, was bei Revell nicht üblich ist. Die zwei größeren weißen mit den Rumpfteilen aus der alten EC-145. Sechs hellgraue Spritzlinge beinhalten auch Teile der Inneneinrichtung und die zwei dunkelgrauen sind die neuen für diese US-Version.

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Der Bausatz enthält eigentlich 260 Teile, es werden aber nur 204 benötigt. Die etwa 50 übrigen Teile entstammen größtenteils den früheren Rettungsfliegern. Auch von dem neuen Spritzling werden zwei Teile nicht verwendet, da wird wohl noch eine weitere Version kommen.

Ich möchte mal nur auf diese beiden neuen eingehen, denn der Ursprungsbausatz wurde schon vorgestellt. Man stellt schon einen technischen Vorschritt fest. Die dunkelgrauen Teile von 2016 sind feiner detailliert. Das fällt besonders bei den Sicherheitsgurten auf. Aber schon der Grundbausatz ist nicht schlecht detailiiert. Feine Nietenreihen, gravierte Wartungsklappen, eine komplette Inneneinrichtung. Sogar die Innenverkleidungen der Türen sind ein separates Bauteil. Dagegen sind die Hecktüreninnenseiten „nackt“, vielleicht ist das auch im Original so? Diese lassen sich offen ankleben. Wäre schön, wenn die Fronttüren auch ein separates Teil wären, dann wäre auch ein Blick auf das Cockpit möglich. Allerdings verzerren die Glasteile bedingt durch die Wölbung den Blick ins Innere. Wie das am fertigen Modell wirkt, kann ich nicht beurteilen.

Allerdings hat dieser Bausatz durch die zigste Variante auch wieder den Nachteil, dass viel Eigenarbeit notwendig ist. So sollen z.B. vorhandene Bohrungen verspachtelt und neue Löcher gebohrt werden. Oder einige Bauteile abgetrennt oder abgeschliffen werden. Für einen erfahrenen Modellbauer kein Problem, aber für einen Anfänger nicht hilfreich.

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Spritzling Lakota

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Trotz des Alters des Grundbausatzes machen die Teile noch einen guten Eindruck. Gusshaut ist kaum vorhanden. Auch Sinkstellen, die mir bei dickeren Teilen an Militärfahrzeugen oft auffallen, habe ich hier keine gefunden. Und Auswerfermarker sind immer so platziert, dass sie nachher nicht auffallen. Der umfangreiche Decal-Bogen ist versatzfrei gedruckt und beinhaltet auch zahlreiche Beschriftungen der Inneneinrichtung. Man hat also während des Zusammenbaues immer Decals anzubringen.

Bei sorgfältiger Vorgehensweise dürfte der Zusammenbau kein Problem werden. Aus eigenen Erfahrungen kann ich aber sagen, dass es beim Vorhandensein einer Inneneinrichtung, und wie hier mit Innenverkleidung, beim Zusammensetzen der Rumpfschalen etwas kneifen könnte.

Die neuen Bauanleitungen machen einen übersichtlichen Eindruck. Zu lackierende Teile sind schon im Plan farbig eingezeichnet. 75 Arbeitsschritte führen zum fertigen Modell.

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Darstellbare Maschinen:
  • US Army Joint Multinational Readiness Center, Hohenfels 2015
  • Falcon Observer Controler Team, Hohenfels 2015
Stärken:
  • Sehr gute Detaillierung
  • Inneneinrichtung
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
Schwächen:
  • Keine nennenswerten Schwächen erkennbar
  • Etwas ausstattungsspezifische Eigenarbeit 
Anwendung:

Wegen der zusätzlichen „Eigenarbeit“ nicht für Anfänger geeignet.

Fazit:

Nach den vielen Rettungsfliegern auch mal ein Militärhubschrauber aus der EC-145 Familie.

Diese Besprechung stammt von Diethelm Berlage - 16. Juli 2016

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