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Imperial Japanese Battlecriuser Kirishima

(Kajika - Nr. KM70004)

Kajika - Imperial Japanese Battlecriuser Kirishima

Produktinfo:

Hersteller:Kajika
Sparte:Schiffe Militär Militär bis 1939
Katalog Nummer:KM70004 - Imperial Japanese Battlecriuser Kirishima
Maßstab:1:700
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2018
Preis:ca. 40 €
Inhalt:
  • 7 Gussrahmen in dunkelgrauem Kunststoff
  • 4 Gussteile in dunkelgrauem Kunststoff für den Schiffsrumpf und Decksbeplankung
  • 4 Kleinteile aus dunkelgrauem Kunststoff in einem Tütchen
  • 1 Kontergewicht aus Metall
  • 346 Einzelteile
  • Farbige Bauanleitung
  • 1 Decalbogen

Besprechung:

Kajika - Imperial Japanese Battlecriuser Kirishima

Der japanische Schlachtkreuzer Kirishima wurde von der Werft Mitsubishi in Nagasaki am 17. März 1912 auf Kiel gelegt. Er entstand als einer von vier Kreuzern, die später zu Schlachtschiffen umgebaut wurden, und zwar der Namensgeber Kongo sowie der Hiei und der Haruna. Der Stapellauf fand am 1. Dezember statt, die in Dienststellung aber erfolgte erst am 19. April 1919. Ihr erster Kriegseinsatz war die Beteiligung am Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941. Danach, im Frühjahr 1942, war sie Bestandteil der japanischen Offensive in Ostindien. Nach einigen Einsätzen wurde die Kirishima, nachdem amerikanische Marineinfanteristen auf Guadalcanal gelandet waren, zur Sicherung eigener Transporter Teil des sogenannten Tokyo Expresses.

Außerdem war sie am Beschuss des Henderson Airfields beteiligt. Zur Versenkung des Schlachtkreuzers kam es, als er mit seinem Verband die Insel Savo umrundete und dabei auf die USS Washington und die USS South Dakota traf, die von einigen Zerstörer begleitet wurden. Nach neun Volltreffern aus den Hauptgeschütze der Washington und vielen Treffern kleinerer Granaten musste die Kirishima letztendlich aufgegeben werden. 300 Seeleute gingen mit ihr unter. Die Kirishima war 222,6m lang und 31.2m breit. Sie fuhr maximal 29,8 Knoten schnell und hatte 1.437 Mann Besatzung.

Kajika - Imperial Japanese Battlecriuser Kirishima

Die Kirishima erschien erstmals 1972 von Fujimi auf dem Markt. Fujimi brachte im Jahr zuvor schon die Schwesternschiffe Kongo, Haruna und die Hiei in die Läden, wobei die Haruna als Grundstein für die anderen Schiffe betrachtet werden kann, da sie in etwa baugleich sind. Den Schiffen Kongo, Hiei und Kirishima wurden lediglich neue Teile beigelegt. 1993 erfolgte eine Wiederauflage in neuer Verpackungen ohne die Bausätze oder die Form verändert zu haben. Mit einer neuen Bausatzform und neuer Verpackung meldete sich Fujimi 2011 zurück. Die Kirishima erschien nun gleich zweimal auf dem Markt, ein Schiff einzeln als Modell, und einmal mit ihrem Schwesterschiff Hiei in einem Karton.

Fujimi legte die Kirishima zuletzt 2014 mit zwei Bausätzen auf, mit nochmals neuen Teilen, neuer Verpackung und einem Vollrumpf. Die bisherigen Modelle waren alle Wasserlinien-Modelle. Der Bausatzhersteller Kajika brachte 2017 die Kongo Klasse im Bauzustand von 1915 auf den Markt, zuerst die Kongo, danach die Hiei und Anfang 2018 die Kirishima und Haruna. Zwar wurden alle Modelle wieder als Wasserliniemodell produziert, dafür in einer nagelneuen Form und einer Detailgetreue, die einen sprachlos macht. Außerdem konnte man alle bisherigen Modelle nur im Bauzustand von 1941 bauen, die ursprüngliche Ausführung bei Indienststellung war bisher nicht verfügbar.

Kajika - Imperial Japanese Battlecriuser Kirishima

Schon der Anblick des Karton lässt einen erahnen, dass dieser Bausatz etwas Besonderes ist. Allein die Aufmachung verspricht schon Qualität. Zuerst werfen wir einen Blick auf den Rumpf, er besteht aus der Grundplatte und dem Rumpfteil selbst. Das Gegengewicht muss auf die Grundplatte geklebt werden. Ich persönlich bohre immer die Bullaugen der Schiffshülle mit einem 0,1 – 0,2 mm Bohrer auf, das erhöht den Effekt. Das Aufbringen der Hülle auf die Platte erfordert etwas Geduld, damit es sauber aussieht. Bevor man die große Decksplatte mit der kleinen verbindet, sollte man die kleinen Geschütztürme einbauen, sowohl auf der kleinen Platte wie auch die entlang des Rumpfes. Man bekommt sie später nur noch schlecht eingebaut. Hier stoßen wir auf das erste Problem, denn nach dem Einbau der Geschütze läuft man Gefahr, bei späteren Arbeiten die Rohre abzubrechen. Deswegen schneide ich in solchen Fällen die Führungsstifte ab, so kann man die Geschütze zu einem späteren Zeitpunkt einsetzen.

Die Teile für die kleinen Geschütze findet man auf dem Gussrahmen G. Dort sind auch die mittelgroßen Türme untergebracht. Beim Herauslösen der verschiedenen Bauteile muss man sehr vorsichtig sein, da diese sehr fein gegossen wurden. Obacht geben sollte man auch bei den großen Geschütztürmen in den Gussrahmen V und W. Wenn man will, kann man sämtliche Türme beweglich gestalten. Sehr aufpassen muss man bei Gussast J, der die gerade mal ca. 0,5mm starke Haltestangen für die U-Bootsperre beinhaltet. Diese sind so fein gearbeitet, dass die Arbeit mit eine Micro-Säge durchgeführt werden sollte, da selbst mit einem kleinen Seitenschneider die Gefahr besteht, diese abzubrechen. Die für die Decksaufbauten benötigten Teile befinden sich in den Gussrahmen K, L und X, und auch hier wundert man sich, wie Kajika es schafft, die Kleinstteile so fein zu gießen und zu verarbeiten.

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Imperial Japanese Battlecriuser Kirishima

 

Die kleine Bauanleitung besteht aus lediglich einem Faltblatt, das ein sehr genaues Studieren der verschiedenen Abläufe erfordert, da nicht allen Schritten genau zu folgen ist. Eine farbige Anleitung zum Lackieren befindet sich ebenfalls auf diesem Faltblatt. Sie ist leider nicht so genau ausgeführt, wie man es sich wünschen würde. Die Decals befinden sich auf einem kleinen Bogen und zeigen nur eine wehende und eine starre Flagge und wurden sauber und glänzend gedruckt.

Die vier Bausätze der Kongo-Klasse unterscheiden sich jeweils nur in ganz wenigen Teilen voneinander. Daher zeigen wir euch hier nur die Gesamtübersicht der Teile und die im Vergleich zur Hiei unterschiedlichen Rahmen. In unserer Besprechung zur Hiei und zur Kongo findet ihr jede Menge Detailansichten aller im Bausatz enthaltenen Bauteile und Teilerahmen. 

Kajika - Imperial Japanese Battlecriuser Kirishima

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Fazit:

Dies ist ein sehr schöner Bausatz, der eine große Detailverliebtheit an den Tag legt. Die Bauteile sind äußerst fein, klein und sehr sauber verarbeitet worden und benötigen die ganze Aufmerksamkeit beim Montieren und Bau des Modells. Aber man kann aus diesem Bausatz ein wirklich schönes und detailreiches Modell bauen und es macht sich in jeder Vitrine sehr gut. Er ist aber eher nichts für Anfänger, sondern benötigt schon Erfahrung und Können. Der Preis um die 40 Euro ist absolut gerechtfertigt.

Diese Besprechung stammt von Eric Völker - 03. Mai 2018

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