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Focke Wulf Triebflügel

(Huma - Nr. 3502)

Huma - Focke Wulf Triebflügel

Produktinfo:

Hersteller:Huma
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:3502 - Focke Wulf Triebflügel
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:1990
Preis:antiquarisch
Inhalt:
  • 2 Spritzgußrahmen weiß, insgesamt 43 Teile
  • 1 Cockpithaube farblos transparent
  • 1 Decalbogen
  • 1 Bauanleitung

Besprechung:

Zum Vorbild

Das ist wieder so ein "Papierflieger", der nie vom Reißbrett in die Halle fand, ich wollte ihn schon unter Science Fiction einreihen, weil er nie gebaut wurde. Aber nachdem es dazu bereits einen Beitrag in der Rubrik Militärflugzeuge 2.Weltkrieg gibt, soll es so sein. Huma schreibt in der Bauanleitung, dass 1944 bei Focke Wulf unter Leitung von Professor Pabst dieses Projekt eines VTOL-Abfangjägers entstand. Die Aufgabe dieses Flugzeuges war eindeutig der Objektschutz ohne Start- und Landebahnen. Der Antrieb erfolgte mittels 3 Lorin-Staustrahltriebwerke, also keine Düsentriebwerke im heutigen Sinn, welche ähnlich wie bei einem Hubschrauber die 3 Rotorblätter zum Drehen brachten, die wiederum für den Auftrieb sorgten. Man hatte 3 x 840 kp Schub vorgesehen, bei einem MTOW von 5,3 t sollte eine Steigleistung von 120 m/sec sowie eine (horizontale?) Höchstgeschwindigkeit von 990 km/h möglich gewesen sein. Die Steigleistung hört sich spektakulär an, man hätte feindliche Bomber in 10.000 m Höhe innerhalb von 2 Minuten erreichen können! Soweit die Angaben von Huma.

Der Bausatz

Ich baue sehr selten Militärflugzeuge, und wenn, dann fast immer Experimentalflugzeuge, bei denen man etwas Neues ausprobieren wollte. Aber als ich diesen Bausatz für überraschend wenig Geld (siehe Deckelbild) erwerben konnte, mußte es sein. Laut Scalemates ist der Kit vor 1990 erschienen, und so sieht er auch aus. Aber es ist mir auch manch Schönes aufgefallen: die Hinterkanten der Rotorblätter sind sehr dünn, beinahe scharf. Das Konzept der Teilung der Rumpfviertel (vorne links/rechts, hinten links/rechts) sieht sehr vernünftig aus, mit ein bißchen Geduld und sauberen Arbeiten sollte der Rotor drehbar bleiben. Leider fehlen die für Staustrahltriebwerke notwendigen Hilfsantriebe, z.B. Raketen. Schwach ist auch das Cockpit samt Pilotenfigur, auch die zwangsläufig sparsamen Decals haben einen sehr dicken Hochglanzfilm - für militärische Zwecke eher ungünstig. Nachdem auf meinen Decalbogen die Hakenkreuz-Decals sogar vierfach vorhanden waren, dürfte damals eine andere Rechtslage geherrscht haben oder der Kit war nicht für den deutschen Markt vorgesehen. Ich habe diese NS-Logos etwas verfremdet, damit niemand daran Anstoß nehmen muß.

In der Schachtel ist alles noch mal in einem BeutelRahmen 1 außenRahmen 1 innenRahmen 2 außenRahmen 2 innendie Cockpithaube kommt soloFocke Wulf Triebflügel

In der Schachtel ist alles noch mal in einem Beutel

In der Schachtel ist alles noch mal in einem Beutel 

Darstellbare Maschinen:
Nur ein mit "V1" gekennzeichneter Prototyp mit (vollständigen) Hoheitszeichen der deutschen Luftwaffe.
Stärken:
  • einfacher Aufbau
  • absolut unverwechselbar
Schwächen:
  • schwer erhältlich
  • manchmal Liebhaberpreise
  • Starthilfe-Raketen fehlen
Anwendung: einfach

Fazit:

Für Fans der "Luftwaffe 46" oder Liebhaber von exotischen Entwürfen (wie mich...)

Diese Besprechung stammt von Johannes Wipauer - 04. März 2020

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