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Stearman Kaydet

(Revell - Nr. 04676)

Revell - Stearman Kaydet

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:04676 - Stearman Kaydet
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2010
Preis:ca. 5 €
Inhalt:
  • 3 Spritzlinge in Gleb
  • 1 klarer Spritzling
  • Decals
  • Anleitung

Besprechung:

Zum Original

Die Firma Stearman entwickelte bereits 1933 einen Vorläufer des Schulflugzeugs „Kaydet Modell 70“. Im folgenden Jahr wurde die Firma von Boeing übernommen. Das Serienmodell trägt offiziell den Namen Boeing-Stearman Modell 75, in der USAAF wurde die Maschine auch als PT-13, PT-17 und PT-18 und bei der Marine als N2S bezeichnet (der Unterschied lag in der Motorisierung), außerdem wurde sie unter dem Spitznamen „Kaydet“ bekannt, so wie das Flugzeug auch hier im Bausatz bezeichnet wird. Die Flügel bestehen aus Holz, der Rumpf ist eine Stahlrohrkonstruktion, sowohl Flügel als auch Rumpf sind größtenteils mit Stoff bespannt. Obwohl das Flugzeug bereits zu Ausbruch des Krieges veraltet war, wurde es als letzter Doppeldecker bei den Streitkräften der USA eingesetzt. Das Flugzeug wurde als Schulflugzeug, insbesondere für die ersten Flugstünden der neuen Pilotenanwärter, aber auch für die Ausbildung von Bordnavigatoren  während des gesamten Kriegs eingesetzt. Bei den Piloten war die Maschine sehr beliebt und aufgrund des gelben (bei der US-Navy) bzw. des gelb-blauen (bei der Air Force) Anstrichs, wurde sie oft auch als „gelbe Gefahr“ bezeichnet. Der Typ wurde auch in Kanada, China, Brasilien, der Dominikanischen Republik, Guatemala, Kuba und Venezuela eingesetzt. Von 1934 bis Anfang 1945 wurden insgesamt 8.500 Flugzeuge gebaut. Nach dem Krieg wurden viele Flugzeuge als Agrarflugzeug oder Sportmaschine eingesetzt. Mit einem 220 PS starken Continental R-670 oder einem Lycoming R-680-Motor ausgestattet, konnte die Kaydet bis zu 200 km/h schnell werden und 813 km zurücklegen.   

Quelle: Anleitung

Revell - Stearman Kaydet

Der Bausatz

Im Jahr 1965 erschien erstmals der Bausatz der Kaydet bei Revell. In den folgenden 20 Jahren wurde das Flugzeug dann regelmäßig beim Hersteller aufgelegt. Irgendwann in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts verschwand die „Gelbe Gefahr“ dann aus den Katalogen von Revell. Dies änderte sich dann erst im Jahr 2010, als man bei Revell die Stearman nach fast 30 Jahren erneut auflegte. Im Maßstab 1:72 ist das Flugzeug auch nach wie vor fast alternativlos, lediglich der Kleinserienhersteller Pavla hatte noch eine Kaydet in 1:72 im Programm, die trotz Short run-Qualität doch ein wenig mehr Details aufweist als Revells Variante.

Revell - Stearman Kaydet

In dem kleinen und trotzdem noch halbleeren Karton findet man die drei knallgelben Spritzlinge, auf dem sich die 29 Teile befinden. Entsprechend schnell sollte der Bau voran gehen. Insgesamt gibt es wenig Grat und auch kaum Fischhäute. Ein paar Auswerfmarken findet man allerdings.

Revell - Stearman Kaydet

Revell - Stearman Kaydet

Das Cockpit wird am Ende leer sein und nur von den beiden Pilotenfiguren gefüllt werden, was aber bei der Größe dem Flugzeug aber nicht weiter auffallen sollte. Auch der Motor weiß durchaus zu überzeugen. Die Oberflächenstrukturen sind meiner Meinung nach sehr gut wiedergegeben. Zum Teil finden wir versenkte Gravuren und erhabene Nieten, die auch in etwa mit dem Original übereinstimmen. Ein dickes Minus gibt es aber dann bei den Reifen, hier befinden sich jeweils drei Auswerfmarken, die unbedingt versäubert werden sollten. Auch auf den Flügelinnenseiten sind Auswerfmarken zu sehen, die man ebenfalls versäubern muss. Am unteren Flügel befindet sich auch ein Copyright, welches verschliffen werden sollte.        

Revell - Stearman Kaydet

Wegen der geringen Teilezahl und des niedrigen Preises ist das Flugzeug auch gerade für Anfänger, insbesondere für Kinder und Jugendliche gut geeignet (wenn man die Verspannung weg lässt) und macht mit seiner knalligen Farbe auch etwas her.

Revell - Stearman Kaydet

Revell - Stearman Kaydet

Die Bemalung und Abziehbilder:

Hier wird eine Stearman N2S-2 und damit eine Navy-Version des Grundschultrainers vorgeschlagen. Diese ist, wie auf dem Cover zu sehen, komplett Gelb und besitzt ein blaues Seitenleitwerk. Die roten Markierungen liegen jeweils als Abziehbild bei. Dies liegt sicher daran, dass Anfänger das Flugzeug auch ohne aufwändige Lackierung bauen können sollen. Bei der Maschine handelt es sich um eine im Jahr 1943 bei der Naval Air Station Corpus Christi in Texas stationierte Maschine. Wie nicht anders zu erwarten, sind die Abziehbilder auch so völlig in Ordnung.

Revell - Stearman Kaydet

Die Anleitung:

Die Anleitung beginnt mit einem Einleitungstext zum Flugzeugtyp, gefolgt von Sicherheitshinweisen. Anschließend findet man die Farbangaben, wo sich auch der sehr gut gemacht Verspannungsplan befindet. Mit elf übersichtlichen Bauschritten entsteht dann der Flieger. Auf der letzten Seite ist dann die Bemalung zu finden.     

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Stearman Kaydet

 

Darstellbare Maschinen:

Boeing-Stearman Modell 75. N2S-2 „Kaydet“, Naval Air Station Corpus Christi, Texas (USA) 1943

Stärken:
  • Oberflächenstrukturen stimmig
  • einfach und übersichtlich
  • Verspannungsplan
Schwächen:
  • Räder
  • leeres Cockpit
  • Auswerfmarken teilweise sichtbar
Anwendung: Insbesondere für Anfänger geeignet

Fazit:

Auch wenn der Bausatz aus dem Jahre 1965 schon über 50 Jahre auf dem Buckel hat, so muss man doch sagen, dass die Wiederauflage seine Berechtigung hat. Denn hier ist wirklich wenig zu meckern und mit wenig Arbeit erschafft man schnell einen schönen Flieger. Außerdem ist so dieser bekannte Flugzeugtyp auch wieder im Handel erhältlich.    

Diese Besprechung stammt von Andy Hartung - 09. Juli 2020

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