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Japanischer Zerstörer Yukikaze Operation Ten-Go 1945

(Hasegawa - Nr. 40022)

Hasegawa - Japanischer Zerstörer Yukikaze Operation Ten-Go 1945

Produktinfo:

Hersteller:Hasegawa
Sparte:Schiffe Militär WK2
Katalog Nummer:40022 - Japanischer Zerstörer Yukikaze Operation Ten-Go 1945
Maßstab:1:350
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2006
Preis:ca. 55 €
Inhalt:16 Spritzlinge, zwei Weißmetallteile, eine Ankerkette, ein Decalbogen, eine Bauanleitung

Besprechung:

Geschichte

Die "Yukikaze" stellte die achte Einheit der heute als "Kagero"-Klasse bekannten Typ Koh-Zerstörer dar. Die neue Klasse war der erste Post-Treaty-Zerstörer der Japanischen Marine, der in Konzeption der früheren Fubuki- (Typ Toku-)Serie folgte. Sie vereinigte eine hohe Geschwindigkeit von 36 Knoten, eine Reichweite von 9200 Seemeilen bei 15 Knoten mit einer schweren Bewaffnung von sechs 127mm Geschützen und acht Torpedorohren. "Yukikaze" selbst wurde auf der Marinewerft von Sasebo gebaut und am 20. Januar 1940 der Marine übergeben. Erstes Einsatzgebiet waren die Philippinen. Ende 1942 wurde sie im Solomonengebiet im Tokio-Express eingesetzt, der Verstärkungen nach Guadalcanal bringen sollte. Von Glück reichlich gesegnet, erhielt sie während der gesamten Dienstzeit nur leichteste Beschädigungen, während sie selbst als Begleitschutz fungierend den Untergang der Schlachtschiffe "Hiei" und "Kongo", des Flottenträgers "Shinano" und der Superschlachtschiffe "Yamato" und "Musashi" miterleben musste.

Nach dem Krieg wurde sie zur Rückführung der Soldaten nach Japan eingesetzt und am 6. Juli 1947 China als "Tang Yang" übergeben. Am 7. Juli traf sie ohne Bewaffnung in Shanghai ein. Am 16.1.1952 wurde sie in Taiwan liegend von der neuen taiwanesischen Marine übernommen. Im Raum der Philippinen wurden wieder erste Übungen absolviert. Die Bewaffnung bestand zu diesem Zeitpunkt aus 127-mm-Küstenartilleriegeschützen vorn und 100 mm L/65 der Akizuki-Klasse achtern. 1956 wurde sie für Angriffsoperationen an der chinesischen Küste eingesetzt. Im Anschluss erfuhr sie einen Umbau der Bewaffnung auf 127-mm-Geschütze amerikanischen Ursprungs. In dieser Konfiguration konnte sie die chinesische "Tai Ping" versenken sowie polnische und russische Tanker an der chinesischen Küste abfangen. Am 16.11.1966 zum Schulschiff reklassifiziert, lief sie 1970 während eines Orkans auf ein Riff. Da sich eine Reparatur nicht mehr lohnte, wurde das Schiff im folgenden Jahr zum Abbruch freigegeben. Das Bestreben, die ex-Yukikaze als Denkmal zurück nach Japan zu holen, scheiterte am Widerstand der japanischen Regierung. Vor dem endgültigen Verschrotten wurden jedoch die beiden Schiffsschrauben und die Schiffsglocke an Japan übergeben. Ein Propeller befindet sich heute vor einer Universität, der zweite vor der Marineakademie. Die Schiffsglocke ist in der Gedenkstätte der Akademie ausgestellt. Ausgerechnet am 8. Dezember 1971 (Japan-Zeit), dem 30. Jahrestages des Angriffs auf Pearl Harbor, wurden noch die beiden Anker und das Steuerrad übergeben. Sie befinden sich heute ebenfalls an der Akademie.

Technische Daten:

  • Länge 118,49 m x Breite 10,82 m x Tiefgang 3,75 m
  • Standardverdrängung 2033 Tonnen, Maximalverdrängung 2529 Tonnen
  • 3 Kessel, 2 Turbinen mit zusammen 52000 PS, Antrieb über 2 Wellen
  • Geschwindigkeit 35,5 Knoten
Bewaffnung 1940
  • 6 x 127 mm in 3 Zwillingstürmen
  • 4 x 25 mm in 2 Zwillingstürmen
  • 8 x 610 mm Torpedos in 2 Vierlingstürmen
  • 16 x Wasserbomben

Bewaffnung 1945

  • 4 x 127 mm in 2 Zwillingstürmen
  • 2x 13 mm Einzelflak
  • 14 x 25 mm Einzelflak
  • 15 x 25 mm in Drillingstürmen
  • 8 x 610 mm Torpedos in 2 Vierlingstürmen
  • 36 x Wasserbomben

Das Modell

Das Modell stellt die Yukikaze, die bereits auf Modellversium (Yukikaze auf MV) in einem frühen Bauzustand vorgestellt wurde, zur Zeit der Operation "Ten Go" mit diversen Umbauten und zusätzlicher Flakbewaffnung dar. Dafür wurden vom Ursprungsbausatz einige Spitzlinge entfernt und durch andere erstetzt, die die entsprechenden Teile beinhalten. Markantes Hauptmerkmal zur früheren Version ist, dass achtern der überhöht angeordnete Zwillingsturm weggefallen ist, dort ein Deckshaus ergänzt wurde und auf diesem zwei Plattformen mit Drillings-Flaks installiert waren. Außerdem ist vor dem Brückenaufbau eine weitere Plattform hinzugekommen, auf der ein weiterer Flak-Drilling steht. Des Weiteren stehen auf dem gesamten Schiff 18 Flakgeschütze in Einzellafette. Am Fockmast ein ein Radargerät hinzugekommen. Interessant auch, dass eine TBM-3 Avenger mit eingezogenem Fahrwerk aus Weißmetall mitgeliefert wird, zu dem es eine ganze Seite Anleitung gibt. Für diese Maschine gibt es auf dem Decalbogen entsprechende Markierungen. Zwei Versionen sind möglich, einmal eine Maschine der USS Bunker Hill sowie eine Maschine der USS Bennington.

Gussast mit BB Rumpfschale
Gussast mit BB Rumpfschale

Gussast mit STB Rumpfschale
Gussast mit STB Rumpfschale

Die Decksteile
Die Decksteile

Heckdecksteil sowie Flakplattformen
Heckdecksteil sowie Flakplattformen

Gussast D, 2x im Kit mit Waffenteilen und Zubehör
Gussast D, 2x im Kit mit Waffenteilen und Zubehör

Rückseite von Gussast D
Rückseite von Gussast D

Der Vierfach-Torpedowerfer
Der Vierfach-Torpedowerfer

Der Geschützturm
Der Geschützturm

Gussast T und R. Diese Teile weichen vom Ursprungskit ab.
Gussast T und R. Diese Teile weichen vom Ursprungskit ab.

Der Sockel
Der Sockel

Die Messingbedampften Schrauben und Stützen für den Sockel.
Die Messingbedampften Schrauben und Stützen für den Sockel.

Polycaps, Klarsichtteil für die Brücke, Ankerkette
Polycaps, Klarsichtteil für die Brücke, Ankerkette

Die beiden Weißmetallteile der Avenger
Die beiden Weißmetallteile der Avenger

Das Decal mit entsprechenden Markierungen für die Avenger
Das Decal mit entsprechenden Markierungen für die Avenger

Anleitungsblatt für die Avenger
Anleitungsblatt für die Avenger

Auszug aus der Bauanleitung: Platzierung der Einzelflak
Auszug aus der Bauanleitung: Platzierung der Einzelflak

Bemalungsschema
Bemalungsschema

Der Takelplan
Der Takelplan

Stärken:
  • Nach wie vor sehr gute Gussqualität
  • Übersichtliche Bauanleitung
  • Umfangreiches Decalblatt
  • Zusatzteile aus Weißmetall
Schwächen:
  • Preis etwas hoch
  • Avenger aus Weißmetall, Klarmaterial wäre besser
  • Nur Vollrumpfoption

Fazit:

Wer seine Yukikaze auf einem Display mit der Yamato zeigen möchte, kommt mit dieser Bausatzvariante der späten Yukikaze zum Zuge. Die gewohnte Hasegawaqualität lässt die Modellbauherzen höher schlagen. Wer einen Fotoätzteilesatz verwendet, bekommt ein noch weitaus besseres Ergebnis, als das schon aus der Box gebaute sehenswerte Modell.

Diese Besprechung stammt von Martin Kohring - 12. März 2007

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