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Berlin House

(Italeri - Nr. 6086)

Italeri - Berlin House

Produktinfo:

Hersteller:Italeri
Sparte:Militärfahrzeuge bis 1945
Katalog Nummer:6086 - Berlin House
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Preis:ca. 27 €
Inhalt:
  • Gesamt 51 Teile
  • Bauanleitung

Besprechung:

In der Gründerzeit, also ab 1871, kam es durch die französischen Reparationszahlungen zu einem starken Wirtschaftsboom mit rasanter Industrialisierung. In dieser Zeit entstanden auch solch imposante Gebäude wie es das Berlin House von Italeri darstellt. Imposant sind auch die Ausmaße des fertigen Modells, gerade wenn man den Maßstab bedenkt. Grundmaße von ca. 21 mal 23 cm bei einer Höhe von ca. 14 cm ergeben einen ganz ordentlichen Klotz. Unter ein oder mehrfacher Verwendung der Berlin House Extension (Italeri Nr.6089) kann um jeweils eine Etage aufgestockt werden, so dass ein 2-4 geschossiges Gebäude entsteht.

Der Gussast der ersten Etage ist doppelt vorhanden.
Der Gussast der ersten Etage ist doppelt vorhanden.

Die Teile sind durchweg in sehr hoher Qualität hergestellt. Es dürfte bis auf das Versäubern der Angüsse kaum Nacharbeit erforderlich sein. Selbst an den großen Fassadenteilen lassen sich keinerlei Sinkstellen oder Schlieren im Plastik feststellen. An den Innenseiten der Bauteile zeigen sich dann allerdings die Auswerfermarken, natürlich nur störend bei einem eventuell geplanten Innenausbau des Häuschens…

Das Fassadenteil der ersten Etage nochmals einzeln.
Das Fassadenteil der ersten Etage nochmals einzeln.

Vergrößertes Detail aus der rot markierten Stelle der ersten Etage.
Vergrößertes Detail aus der rot markierten Stelle der ersten Etage.

Wie man sieht, macht das ganze von außen schon einen wirklich guten Eindruck. Doch wenn man das ganze nicht völlig ausgebrannt oder zerstört darstellen will, bleibt einiges zu tun und in dem Fall würde eine Ruine eh die bessere Grundlage bieten. Das Ziel bei diesem Modell wäre also meiner Meinung nach, ein teilausgebranntes Haus, in dem aber eben noch ein Großteil unzerstört geblieben ist. Da sich der Innenausbau also anbietet, geradezu aufzwingt, bedaure ich das Fehlen der Türen sowie der Fensterrahmen und der Glasscheiben, wobei sich diese noch am leichtesten selbst herstellen lassen. Für den Rest bleibt vorerst nur der komplette Eigenbau bzw. die Inanspruchnahme des Zubehörmarktes. Dass Italeri noch ein bisschen passendes Zubehör für dieses eindrucksvolle Modell auf den Markt bringt, wäre natürlich auch eine schöne Sache…

Der Gussast des Erdgeschoss ist doppelt vorhanden.
Der Gussast des Erdgeschoss ist doppelt vorhanden.

Das Fassadenteil des Erdgeschosses nochmals einzeln.
Das Fassadenteil des Erdgeschosses nochmals einzeln.

Vergrößertes Detail aus der rot markierten Stelle des Erdgeschosses.
Vergrößertes Detail aus der rot markierten Stelle des Erdgeschosses.

Der Gussast der Dachumrandung ist doppelt vorhanden.
Der Gussast der Dachumrandung ist doppelt vorhanden.

Vergrößertes Detail aus der rot markierten Stelle der Dachumrandung.
Vergrößertes Detail aus der rot markierten Stelle der Dachumrandung.

Die Bodenplatte ist 3x vorhanden.
Die Bodenplatte ist 3x vorhanden.

Die Bodenplatten die 3mal in gleicher Ausführung beiliegen, ergeben den Boden aller Etagen, inklusive des Daches. Da das Fliesenmuster dort eher deplatziert wirken würde, sollte das Dach mit feinen Steinchen bedeckt werden oder man beklebt es mit etwas, das schwarze Dachpappe simuliert.

Ein Ausschnitt aus der Bodenplatte
Ein Ausschnitt aus der Bodenplatte

Der Zusammenbau sollte völlig problemlos von jedem zu meistern sein. Die Anleitung zeigt die einzelnen Schritte jedenfalls übersichtlich angeordnet und gibt mit einigen Grundfarben auch die erste Hilfe zur erfolgreichen Bemalung des Ganzen. Decals liegen dem Bausatz keine bei, sie sind ja auch nicht nötig.

Italeri - Berlin House

Italeri - Berlin House

Stärken:
  • mal keine Ruine
  • gute Detaillierung der Außenwand
  • lässt sich erweitern
Schwächen:
  • keine Fensterrahmen oder Scheiben
  • keine Türen
  • nach innen nicht detailliert

Fazit:

Der erste Gedanke ist: „Endlich einmal keine Ruine, sondern ein vollständiges großes Stadthaus“. Das ist soweit ja auch richtig. Danach stellt sich dann wahrscheinlich die Frage nach Türen oder Fenstern. Will man den Räumen Leben einhauchen, bleibt eine ganze Menge Arbeit bis zum ersten Tapezieren.

Diese Besprechung stammt von Michael Döring - 11. Mai 2007

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