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Marder III Ausf.H

(Tristar - Nr. 35030)

Tristar - Marder III Ausf.H

Produktinfo:

Hersteller:Tristar
Sparte:Militärfahrzeuge bis 1945
Katalog Nummer:35030 - Marder III Ausf.H
Maßstab:1:35
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Preis:ca. 30 €
Inhalt:
  • gesamt ca. 860 Einzelteile
  • 13 Spritzlinge aus sandfarbenem Kunststoff
  • 2 Spritzlinge aus transparentem Kunststoff
  • eine umfangreiche Ätzteilplatine
  • ein Decalbogen
  • eine Bauanleitung als DIN A4 Faltblatt
  • Besprechung:

    Tristar - Marder III Ausf.H

    Der Marder III war, wie viele Entwicklungen bei der Wehrmacht, eine aus vielen vorhandenen Teilen zusammengestellte Konstruktion, um schnell und einfach eine mobile Panzerjagdwaffe auf die Beine zu stellen. Auf dem Fahrgestell des Panzer 38(t) wurde die 7,5cm Pak40 aufgebaut und mit einem Kampfraum umgeben, fertig war das Sd.Kfz.138. Das Fahrzeug wog ca. 10 Tonnen und war fast 6m lang und 2,50m hoch. Für die Pak konnten 38 Schuss Munition mitgeführt werden, für das MG etwa 600. Eine nochmals verbesserte Version wurde mit der Ausführung M zur Truppe gebracht, bis der Marder III endgültig vom Jagdpanzer 38(t) „Hetzer“ abgelöst wurde.

    Tristar - Marder III Ausf.H

    Fast zeitgleich sind nun Modelle des Marder III sowohl von Dragon als auch von Tristar auf den Markt gekommen. Wir werden uns hier die Teile des Tristar-Modells näher ansehen. Da von diesem Hersteller bereits der Panzer 38(t) auf dem Markt ist, finden wir einen Großteil der Bauelemente auch in diesem Karton wieder. Hinzu kommen die Spritzlinge die speziell zu dem Marder III gehören, sowie zwei Teileträger für die Pak40 und deren Munition aus dem Hause AFV-Club.

    Der Spritzling ist 3x vorhanden
    Der Spritzling ist 3x vorhanden

    Es macht wirklich Spaß, sich die Bauteile anzusehen, denn sie sind von enorm hoher Qualität. Gestochen scharf sind die Details auf den Bauteilen herausgearbeitet, Grat ist praktisch nicht vorhanden und selbst die Naht, die durch die Werkzeughälften unweigerlich entsteht, ist kaum sichtbar. Sinkstellen gibt es nicht und die Marker der Auswerfer sind eh nur an großen Teilen zu finden und liegen da an später kaum oder gar nicht mehr sichtbaren Stellen. Auffallend ist, dass Tristar sehr filigrane Teile herstellt, ohne dabei eine übermäßige Anzahl von Angußstellen zu hinterlassen, wie es teilweise bei Konkurrenten zu finden ist.

    Einzig die Kettenglieder erfordern etwas Nacharbeit, hier gibt es kleine Häutchen die es zu entfernen gilt. Hat man diese Fleißarbeit hinter sich gebracht, wird man mit einer „Magic Track“ belohnt. Vorsichtig in einander geklickt bleibt die Kette beweglich und sieht erstklassig aus. Doch ist die Belastbarkeit der Verbindungen nicht sehr hoch und so wird man sie nach dem Anpassen doch mit ein wenig Kleber fixieren und stabilisieren müssen.

    Tristar - Marder III Ausf.H

    Die Munitionshalterungen sind so angelegt, dass erst mit dem Einsetzen der Patrone die Halterung voll erscheint, so lassen sich halb oder gänzlich aufgebrauchte Reserven darstellen. Die Gummierung der Laufräder ist ebenfalls als extra Bauteil ausgeführt, das sollte die Bemalung deutlich vereinfachen. Das größte Highlight ist aber sicherlich die hochdetaillierte Inneneinrichtung, mit Fahrer und Funkersitz, den Funkgeräten und dem Getriebe. Hier wird auch der ein oder andere gleich an seine Grenzen stoßen, da der Einsatz von Ätzteilen hier schon einen ersten Höhepunkt erreicht.

    Vergrößerte Details aus den rot markierten Stellen der anderen Gießäste
    Vergrößerte Details aus den rot markierten Stellen der anderen Gießäste

    Tristar - Marder III Ausf.H

    Der Spritzling ist 2x vorhanden
    Der Spritzling ist 2x vorhanden

    Tristar - Marder III Ausf.H

    Vergrößerte Details aus den rot markierten Stellen der anderen Gießäste
    Vergrößerte Details aus den rot markierten Stellen der anderen Gießäste

    Tristar - Marder III Ausf.H

    Munitionskisten und Munition für die Pak40 und…
    Munitionskisten und Munition für die Pak40 und…

    …die Teile für die Pak selbst, beides von AFV-Club.
    …die Teile für die Pak selbst, beides von AFV-Club.

    Sichtblöcke und Winkelspiegel als Klarsichtteile
    Sichtblöcke und Winkelspiegel als Klarsichtteile

    Tristar - Marder III Ausf.H

    Die wirklich umfangreiche Ätzteilplatine
    Die wirklich umfangreiche Ätzteilplatine

    Tristar - Marder III Ausf.H

    Die von Cartograf gedruckten Decals sind von allererster Güte und nicht weniger als acht Markierungsvarianten sind möglich. Die Bauanleitung ist randvoll und sollte aufmerksam studiert werden, um keinen Fehler zu machen. Die vielen Teile, die pro Baustufe montiert werden, aus Plastik und geätzt, teilweise mit Wahlmöglichkeiten, sind sicherlich nicht ganz leicht zu bewältigen. Etwas Erfahrung bei aufwändigeren Modellen kann jedenfalls nicht schaden. In einer etwas kleinen Übersicht werden die möglichen Markierungen vorgestellt und mit Farbangaben für Tamiya und Mr.Hobby Color bleibt auch die Bemalung der Tarnung kein Rätsel.

    Tristar - Marder III Ausf.H

    Tristar - Marder III Ausf.H

    Darstellbare Fahrzeuge:
    • Pz.Jg.Abt. 1LAH Charkow Winter 1942/1943
    • 29.PzGr-Div. Italien Sommer 1944
    • Pz.Jg.Abt. 171 71.Inf.Div.
    • Pz.Jg.Abt. 171 17.Inf.Div. Italien 1943
    • unbekannte Pz.Jg.Abt. Sowjetunion Frühjahr 1944
    • 23.Pz-Div. Ostfront 1944
    • 2.Pz.Jg.Abt.39 21.Pz-Div.Tunesien 1943
    • ein Übungsfahrzeug
    Stärken: Umfangreiche Ausstattung und die Herstellungsqualität
    Anwendung: Nicht gerade ein Anfängerbausatz.

    Fazit:

    Was hier preis-leistungsmäßig geboten wird ist einfach klasse, ein so hochdetailliertes Modell konnte sonst nur durch den Einsatz von Aber, Eduard oder Friul gebaut werden, keinesfalls aus dem Karton. Zwar ist alles noch zu steigern, aber wenn ein Bausatz so aussieht, sollte man beim Öffnen des Kartons einfach nur breit grinsen – sehr empfehlenswert.

    Weitere Infos:

    Referenzen:
    • Nuts & Bolts, Band 18 - Marder III Ausf.H
    • Wings & Wheels Publications, Special Museum Line Nr.38 - Pz.Kpfw 38(t)Ausf.A-D

    Diese Besprechung stammt von Michael Döring - 09. September 2013

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