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Heinkel He-51

(Classic Airframes - Nr. 96-4072995)

Classic Airframes - Heinkel He-51

Produktinfo:

Hersteller:Classic Airframes
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:96-4072995 - Heinkel He-51
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Inhalt:
  • 2 Spritzgußrahmen in hellgrauem Plastik
  • 1 Ätzteile Platine
  • 1 kleine Tüte mit Resinteilen

Besprechung:

Die Heinkel He 51 versah ihren Erstflug im Jahr 1933 und wurde ab 1935 zu einem der Standartjadgflugzeugmuster der EDL erkoren. Im Spanischen Bürgerkrieg wurde dieses Muster durch Piloten der Legion Condor erfolgreich eingesetzt, darunter von solch bekannten Piloten wie Adolf Galland und Edu Neumann. Noch während des gesamten II. Weltkrieges konnte man die Heinkel He 51 auf Jagdfliegerschulen finden in denen sie später zum Einsatz kam. Von der Heinkel He 51 wurden insgesamt rund 700 Stück gebaut. Genug der trockenen Historie, die He 51 von Classic Airframes gehört schon zu den älteren "Special Kits" die man heute nur noch selten finden wird. Special Kits deshalb, weil seinerzeit die Zugabe von Resin und Ätzteilen noch nicht unbedingt an der Tagesordnung war und bei der Präsentation seinerzeit schon hin und wieder dem interessierten Modellbauer ein andächtiges "Ahh & Ohh.."entlockte.

Die Rumpfhälften. Paßstift und Zentrierbohrungen für die Hälften und Ruder sucht man vergebens.....
Die Rumpfhälften. Paßstift und Zentrierbohrungen für die Hälften und Ruder sucht man vergebens.....

Die Kunststoffteile zeigen typische Short Run Merkmale. Dicke Angüsse, teilweise Fischhaut an den Teilen und manchmal recht herzhafte und robuste Details. Dabei sind kurioserweise hin und wieder aber auch einige Teile so filigran ausgeführt, dass man sich schon wundert wie sich solcher Art von Licht und Schatten der Spritzgußtechnik auf einem Spritzgußrahmen begegnen können! Die wenigen Gravuren die sich an diesem Modell finden sind durchaus fein geraten. Auch können einige der Spritzgußteile alternativ durch die beigefügten Ätz & Resinteile ersetzt werden. Heute würde man zu solch einem Bausatz durchaus schon mal "High Tech" Kit sagen, und gleich 20,-€ mehr verlangen.

Flächen, Cockpitboden und mehr. Die Tragflächenstiele sind weder oval noch lang genug, schade.
Flächen, Cockpitboden und mehr. Die Tragflächenstiele sind weder oval noch lang genug, schade.

Bei den Resinteilen hat man sich seinerzeit allerdings noch auf einige wenige Kleinteile beschränkt. So findet man in dem kleinen Tütchen neben dem Staurohr und den Kanonenmündungen auch den "Greifring" des Steuerknüppels und ein paar Stangen und Streben. Die Ätzteileplatine beherbergt neben dem Gurtzeug für den Sitz auch diverse sinnvolle Kleinteile für das Cocpkit. Das Armaturenbrett ist zweiteilig als Ätzteil ausgeführt, der beiligende Reprofilm für die Instrumente ist sauber gedruckt und klar lesbar. Auch hat CA seinerzeit die Windschutzscheibe aus dem selben Filmmaterial angedacht und nicht etwa aus Vaku oder gar Spritzguß beigelegt. Gesetzt dem Fall der Modellbauer bekommt diese Scheibe gefaltet und befestigt, maßstäblich dünner geht´s nimmer!

Zusatztank und Hauptfahrwerksbeine mit Radhalbschalen.
Zusatztank und Hauptfahrwerksbeine mit Radhalbschalen.

Der Decalbogen beinhaltet trotz seiner Größe lediglich zwei Maschinen. Zum einen kann man eine recht farbenfrohe Maschine der 1./JG 132 aus dem Jahr 1935 dekorieren, zum anderen kommen die Freunde des Tarnmusters mit einer von Edu Neumann geflogenen Maschine der Legion Condor auf ihre Kosten. Der Decalbogen an sich präsentiert sich sauber und versatzfrei gedruckt. Die Form und Größe der Buchstaben und Zahlen erscheint durchgehend maßstäblich und stimmig in Form und Proportion. Trägerfilm läßt sich nur im Bereich der Kreuze und der Scheiben übermäßig erkennen, hier sollte man bei Bedarf randgenau ausschneiden um ein Silbern der Decals zu verhindern!

Ätzteile und Reprofilm für Instrumente und Frontscheibe.
Ätzteile und Reprofilm für Instrumente und Frontscheibe.

Die beigefügten Resinteile.
Die beigefügten Resinteile.

Classic Airframes - Heinkel He-51

Darstellbare Maschinen:
  • He 51 der 1./JG 132 "Richthofen" 1935
  • He 51 der 1./J88 "Legion Condor", geflogen von Eduard Neumann aus dem Jahre 1937
Stärken: Der Bausatz zeigt sich sauber aufgeteilt und gegliedert dargestellt. Die durchaus geringe Teilezahl erscheint sinnig, ohne dabei den Eindruck zu erwecken, dass etwas vergessen wurde.
Schwächen: Das Alter und die Art der Spritzgußform, nämlich die Short Run Technik, stellen hier das eigentliche Manko dar. Auch sind einige Details, wie z.B. die in den Verkleidungen angegossenen Räder oder die Stärke einiger Teile wie dem Sitz nicht wirklich toll. Ärgerlich auf jeden Fall sind die zu kurzen Tragflächenstiele die den Erbauer erwarten werden. Hier ist Eigeninitative gefordert.
Anwendung: Mittel bis eher schwer. Neben den zu versäubernen Angüssen sind es doch wohl mehr Kleinteile und Kleinigkeiten die sich erst beim Bau zeigen werden die den Bau dieses Kits erschweren. Hier sollten nur erfahrene Modellbauer zugreifen, zumal dieser Bausatz nicht mehr in den gängigen Listen der Modellbauhändler zu finden ist.

Fazit:

Es sind wie immer die Kleinigkeiten die den Bau eines solchen Kits erschweren werden. Dabei spielen Alter und Art der Spritzgußtechnik eine ausschlaggebende Rolle. Auch ist der Bausatz nicht mehr in den gängen Händlerregalen zu finden, was den Kauf durchaus erschweren dürfte. Da "Liebe" aber bekanntlich auch blind macht, wird so manch Interessierter zuschlagen so fern dieser Bausatz zu bekommen ist, lohnenswert ist er allemal auch wenn er arbeitsintensiver im Bau ist!

Diese Besprechung stammt von Jörg Bohnstedt - 09. August 2005

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