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Convair Space Shuttle Craft

(Revell - Nr. H-1828)

Revell - Convair Space Shuttle Craft

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Sparte:Science-Fiction
Katalog Nummer:H-1828 - Convair Space Shuttle Craft
Maßstab:1:160
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:1996
Preis:Sammlerstück
Inhalt:
  • 39 Einzelteile
  • Markierungsbogen
  • Bauanleitung

Besprechung:

Hier die größten Teile des Bausatzes
Hier die größten Teile des Bausatzes

In den 1950er Jahren gab es in den USA die bemannte Raumfahrt zwar schon auf dem Zeichenbrett und in den Köpfen von vielen Wissenschaftlern. Viele von ihnen kamen im Zuge der „Operation Paperclip“ aus Deutschland in die USA. Unter ihnen war auch Ehricke A. Krafft (* 24.03.1917 Berlin, Deutschland, † 11.12.1984 La Jolla, USA). Dort wurde er Mitarbeiter bei der Consolidated Vultee Aircraft Corporation wo er an der Entwicklung der Atlas-Rakete beteiligt war. 1959 wurde er zum Direktor des Centaur-Programms ernannt. Ab 1974 war er Chefwissenschaftler bei North American Rockwell Space Systems Division und entwickelte Pläne zur interplanetaren Raumfahrt und Rohstoffgewinnung auf dem Mond und Mars. Ein Teil seiner Asche wurde bei der ersten Weltraumbestattung 1997 in das Weltall geschossen.

Und hier alle restlichen Teile
Und hier alle restlichen Teile

Eines seiner Konzepte stellte ein mehrstufiges, wiederverwendbares Raumfahrzeug dar. Diese Funktionsweise wurde später mit dem Space Shuttle umgesetzt. Revell brachte diese Konzept-Studie 1959 erstmals als Bausatz auf den Markt. 1968 folgte eine erste Wiederauflage in dem Set „Space Pursuit“. Eine separate Wiederauflage im Design der Erstauflage folgte erst 1996. Dieser Bausatz wird hier vorgestellt. Fertig montiert hat er eine Länge von ca. 26 cm.

Die Stützstreben für die Startplattform
Die Stützstreben für die Startplattform

Er besteht aus 39 hellblauen/mintgrünen Einzelteilen. Darin enthalten sind Teile für eine angedeutete Startplattform, acht Figuren (unterschiedliche Maßstäbe!) sowie Teile für eine rudimentäre Cockpitinneneinrichtung. Dieser Bereich der Außenhülle kann abnehmbar montiert werden.

Natürlich kann man für diesen Bausatz keine heutigen Maßstäbe anhalten. Über 50 Jahre Unterschied machen diesen Bausatz zu einem wahren Modellbau-Dinosaurier. Entsprechend wenige Details sind an den Teilen zu finden und sollen auch nicht weiter kommentiert werden. Eine Trockenprobe offenbart Verzug bei den beiden größten Bauteilen der ersten Stufe. Hier kann ein heißes Wasserbad oder ein Fön helfen.

Rechts die rudimentäre Cockpiteinrichtung für die fünf Besatzungsmitglieder
Rechts die rudimentäre Cockpiteinrichtung für die fünf Besatzungsmitglieder

Die nostalgische Kopie des ursprünglichen Bauplans leitet durch die restliche Montage. Jedoch schweigt diese über die Lackierung des Modells. Hier hat man allen künstlerischen Freiraum. Beim Markierungsbogen fallen die runden und dekorativen Decals mit dem amerikanischen Wappentier, dem Weißkopf-Seeadler, positiv auf. Klarteile oder entsprechende Decals für Fenster sind nicht vorhanden.

Bei der späteren Präsentation hat man die Wahl entweder alle Teile zu verkleben und das Modell als eine Einheit darzustellen oder man separiert jede Stufe. So würde sich das Funktionsprinzip viel besser darstellen lassen.

Man beachte den Größenunterschied zwischen Besatzung und Bodenpersonal.Der Raumgleiter mit der kleinen zweiten RaketenstufeSo soll es später einmal aussehen.Mit einem heißen Wasserbad oder Fön ist der Verzug leicht zu korrigieren.Die nostalgische BauanleitungRechts die auffälligen Adler-Decals

Man beachte den Größenunterschied zwischen Besatzung und Bodenpersonal.

Man beachte den Größenunterschied zwischen Besatzung und Bodenpersonal. 

Stärken:
  • Der Bausatz ist ein gutes Beispiel für ein Konzept-Raumschiff aus der Anfangszeit des Modellbaus.
Schwächen:
  • Bei einem Formenalter von über 50 Jahren darf man keine hohen Ansprüche an Passgenauigkeit und Details haben.
  • Nur noch als Sammlerstück zu bekommen.
Anwendung:

Leicht / Einfach

Fazit:

Wer sich für dieses Thema interessiert und die Gelegenheit hat, sich diesen Bausatz aus der letzten Auflage zuzulegen, sollte zugreifen. Die beiden vorherigen Auflagen sind so hochpreisig, dass sie sich wohl nur zur Wertsteigerung, und nicht zum Modellbau, eignen.

Weitere Infos:

Diese Besprechung stammt von Bernd Heller - 05. Januar 2011

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