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Messerschmitt Bf-109 D-1

(AviS - Nr. BX 72010)

AviS - Messerschmitt Bf-109 D-1

Produktinfo:

Hersteller:AviS
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:BX 72010 - Messerschmitt Bf-109 D-1
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2009
Preis:ca. 14,- EUR
Inhalt:
  • 3 Spritzlinge mit 46 Teilen und ein Spritzling mit zwei Klarteilen
  • Markierungsbogen für zwei Maschinen
  • Bauanleitung

Besprechung:

Hier die beiden Rumpfhälften sowie Einbauteile
Hier die beiden Rumpfhälften sowie Einbauteile

Die D-1 Version der Bf 109 basiert auf der B-Reihe unter der Verwendung des leistungsstärkeren DB 600-Triebwerks anstellte des Jumo 210. Da Daimler-Benz jedoch verstärkt an dem DB 601 arbeitet war der DB 600 eher ein ungeliebte Zwischenlösung die zumal noch technisch unausgereift war. Deswegen wird heute vermutet das bei einem Großteil der Bf 109 D-Maschinen tatsächlich das Triebwerk der B-Reihe, also der Jumo 210, eingebaut war. Die ersten Umbauten erfolgten 1937. Jedoch wurde von der D-Reihe nur eine kleine Stückzahl hergestellt (ca. 600 Maschinen). Ein Teil (ca. 13 Maschinen) davon wurden an Ungarn und in die Schweiz verkauft.

Ab 1938 folgte dann die E-Reihe mit dem serienreifen DB 601-Triebwerk. Aber das ist wieder eine andere Geschichte ...

Nur das Seitenruder kann eingeschlagen dargestellt werden.
Nur das Seitenruder kann eingeschlagen dargestellt werden.

Die ukrainische Firma Avis ist ein typischer Kleinserienhersteller. Deswegen muss man die daraus resultierenden Nachteile in Bezug auf den Bausatz bei der Montage berücksichtigen. Nach meinem Wissen ist Avis die vierte Firma, die eine D-Version der Bf 109 in 1:72 auf den Markt gebracht hat (Aeroplast/RPM, AML und Sword).

Die restlichen Kleinteile sowie die nicht benötigten Teile (links)
Die restlichen Kleinteile sowie die nicht benötigten Teile (links)

Die versenkten Gravuren sind für diesen Maßstab stimmig proportioniert. Mit Ausnahme des Seitenruders können keine Klappen/Ruder beweglich dargestellt werden. Hier ist Eigenarbeit angesagt. Eine Reihe von Teilen wird nicht benötigt (für C-Version) und kann in der Grabbelkiste zwischengelagert werden. Im Cockpitbereich sind zwar einige Details angedeutet, aber wer das Modell mit geöffneter Kabinenabdeckung bauen möchte sollte hier noch etwas Mehrarbeit einplanen. Alle Kleinteile bedürfen der Aufbereitung bevor sie final montiert werden. Die Kabinenabdeckung liegt zweifach bei und ist nur einteilig. Am Besten sucht man in seinem Fundus nach besseren Ersatzteilen. Ohne aufwändiges Schleifen und Polieren sind die Klarteile wenig brauchbar.

Wirklich klar sind diese beiden Teile nicht.
Wirklich klar sind diese beiden Teile nicht.

Der Markierungsbogen ist matt und versatzfrei gedruckt. Mit ihm können Maschinen der zwei erfolgreichsten Piloten dargestellt werden, die mit Bf 109 D im Einsatz waren. Es handelt sich zum einen um die „6-79“ von Hptm. Werner Mölders von der 3./J88 der Legion Condor 1938 (14 Abschüsse). Zum anderen um die Maschine von Hptm. Hannes Gentzen der JGr 102 während des Polen-Feldzuges 1939 (7 Abschüsse). Der Bauplan ist übersichtlich gegliedert. Die benötigten Farben sind, teilweise, nach RLM angegeben.

Die versenkten Gravuren sind besser als hier zu erkennen...
Die versenkten Gravuren sind besser als hier zu erkennen...

...hier ist es deutlich zu sehen.Detailmäßig eindeutig ausbaufähig.Auch hier machen die versenkten Gravuren eine gute Figur.Gleiches gilt für die Unterseite.Hier ist die Frage: Überarbeiten oder gegen Resinteile austauschen?Die nicht benötigten Teile der C-Version

...hier ist es deutlich zu sehen.

...hier ist es deutlich zu sehen. 

Ersatz-Klarteil in der Grabbelkiste suchen und Bausatzteile entsorgen.
Ersatz-Klarteil in der Grabbelkiste suchen und Bausatzteile entsorgen.

Die Markierungen für beide Maschinen sind brauchbar. Wartungshinweise fehlen völlig.
Die Markierungen für beide Maschinen sind brauchbar. Wartungshinweise fehlen völlig.

Hier die Markierungsversion für die Maschine von Hptm. Hannes Gentzen, JGr 102.
Hier die Markierungsversion für die Maschine von Hptm. Hannes Gentzen, JGr 102.

Hier die Markierungsversion für die Maschine von Hptm. Werner Mölders, 3./J88 der Legion Condor.
Hier die Markierungsversion für die Maschine von Hptm. Werner Mölders, 3./J88 der Legion Condor.

Hier der Bausatz vom polnischen Hersteller Aeroplast.
Hier der Bausatz vom polnischen Hersteller Aeroplast.

Hier die Version von Sword.
Hier die Version von Sword.

Und hier der Platzhirsch als Specialists Set von AML.
Und hier der Platzhirsch als Specialists Set von AML.

Stärken:
  • Gut dimensionierte, versenkte, Gravuren
  • Brauchbare Markierungen
Schwächen:
  • Kleinserienbausatz = Viele zusätzliche Arbeiten sind nötig.
  • Entweder nur beim sehr gut sortierten Fachhändler zu bekommen oder als Direkt-Import via Internet.

Fazit:

Platzhirsch in Sachen Bf 109 D ist nach wie vor der Bausatz von AML. Jedoch ist er fast nicht mehr zu bekommen. Als Import ist der Avis-Bausatz schon für ca. 13,- US $ (zzgl. Versand) zu bekommen. Bei deutschen Fachhändlern für ca. 14,- EUR (zzgl. Versand). Leistung und Preis halten sich somit in akzeptablen Grenzen.

Weitere Infos:

Referenzen: de.wikipedia.org

Diese Besprechung stammt von Bernd Heller - 03. Januar 2011

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