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Supermarine Seafire Mk.XV

(Revell - Nr. 04835)

Revell - Supermarine Seafire Mk.XV

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:04835 - Supermarine Seafire Mk.XV
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Januar 2013
Preis:ca. 20 €
Inhalt:
  • 3 Gießäste aus grauem Kunststoff
  • 1 Gießast aus klarem Kunststoff
  • 1 Anleitung in Schwarz-Weiß
  • 1 Decalbogen
  • Besprechung:

    Revell - Supermarine Seafire Mk.XV

    Die Supermarine Seafire Mk.XV war die erste Version, bei der der Rolls Royce Griffon-Motor verwendet wurde. Gebaut nach Vorgaben der Spezifikation N. 4/43, hob der erste von sechs  Prototypen im November 1943 ab. Die Herstellung der insgesamt 384 Flugzeuge aus der Serienproduktion verteilte sich auf die Firmen Cunliffe-Owen Aircraft Ltd. In Eastleigh/Hampshire und Westland Aircraft Ltd. in Yeovil/Somerset. Die letzten Maschinen des Typs wurden im Oktober 1945 ausgeliefert. Die Mk.XV hatte hochklappbare Tragflächen, um auf Flugzeugträgern unter Deck untergebracht werden zu können, und als erste Seafire-Version auch ein einziehbares Spornrad. Spätere Maschinen waren mit Starthilferaketen ausrüstbar. Der "stachelförmige" Fanghaken war ein Standardbauteil, allerdings nicht bei den ersten 50 Maschinen, und ersetzte den vorher gebräuchlichen "A- förmigen" Typ, mit dem die meisten Marineflugzeuge ausgerüstet waren.

    Revell - Supermarine Seafire Mk.XV

    Die Seafire Mk.XV wurde erstmals bei der No. 802 NAS auf dem Stützpunkt Royal Naval Air Station Arbroath/Schottland im Mai 1945 in Dienst gestellt. Flugzeuge des Typs Seafire Mk.XV wurden bei neun Royal Navy-Squadrons an der Front eingesetzt und bei drei RN Volunteer Reserve Squadrons. Nicht benötigte Seafire Mk.XV wurden an die Royal Canadian Navy, die französische Aéronavale und in einer Version ohne die typischen Marineelemente an die Union of Burma Air Force abgegeben. Mit dem Griffon VI-Motor erreichte sie eine Höchstgeschwindigkeit von 623 km/h auf 4.115 m Höhe. Die Reichweite mit internem Treibstofftank betrug 692 km.

    Revell - Supermarine Seafire Mk.XV

    Der Bausatz ist wie bereits aus den Ankündigungen im Januar bekannt aus den Formen von Special Hobby. Genauer gesagt wurden nur die Kunststoffteile übernommen, die Fotoätzteile fehlen natürlich und auch die Decals sind andere. Die Seafire-Reihe von Special Hobby ist eine der besseren Bausätze, wenn nicht gar der beste unter den Spitfire/Seafire Modellen. Klar, mit Eduard kann er nicht ganz mithalten, die Bausätze von Airfix lässt er aber ein gutes Stück weit hinter sich - mal ganz abgesehen davon, dass dies der derzeit einzige Bausatz der Baureihe XV ist. Gut 120 Bauteile in dunkelgrauem Plastik verteilen sich auf drei Gießäste, plus einer in klarem Plastik. Einige Teile werden nicht benötigt und wandern in die Restekiste. Die Klarsichtteile machen einen guten Eindruck. Eine extra Haube für ein geschlossenes Cockpit liegt nicht bei.

    Revell - Supermarine Seafire Mk.XV

    Der Bausatz verfügt über feine versenkte Gravuren mit erhabenen Details wo erforderlich. Nietenreihen sind keine vorhanden, lediglich die Schnellverschlüsse ausgewählter Klappen und Deckel sind nachgebildet. Sehr schön wiedergegeben sind die charakteristischen Verstärkungen der Außenhaut unter dem Cockpit und da wo die Startvorrichtung angebracht wird, direkt hinter den Tragflächen. Die gute Detaillierung setzt sich auch im Inneren fort, das Cockpit besteht immerhin aus gut 25 Einzelteilen. Das heisst aber nicht, dass man nicht noch etwas nachlegen könnte, speziell an den Seitenwänden kann man noch so einiges ergänzen, vor Allem die vielen Leitungen. Nettes Detail: Der Steuerknüppel ist zweiteilig ausgeführt, womit sich die Auslenkung des Seitenruders auch im Cockpit wiederfindet. Aufgrund der fehlenden Fotoätzteile sind auch keine Gurte vorhanden, es gibt aber reichlich Material am Markt zu kaufen, um diese zu ergänzen. Die angedeuteten Bohrungen in den Schotts sollte man aufbohren, da man diese im geöffneten Cockpit noch sehr gut sehen kann.

    Revell - Supermarine Seafire Mk.XV

    Die Fahrwerksschächte sind jeweils dreiteilig ausgeführt und sehr schön detailliert. Der Radausschnitt besitzt die für Faltflügel charakteristische eckige Aussparung. Die Fahrwerke selbst sind sehr filigran und detailreich, sogar die Federbeinscheren sind separate Teile mit durchbrochenen Bohrungen, letztere müssen allerdings zuerst von etwas Grat befreit werden. Die Räder sind mit einem leichten Längsprofil versehen, die Felgen sind in Vierspeichen-Ausführung beigelegt. Die Flügel sind leider einteilig ausgeführt, es gibt auch keinerlei Hinweise auf der Innenseite der Teile wo man die Säge ansetzen müsste. Wenigstens die Steuerflächen sind separat ausgeführt und können ausgelenkt dargestellt werden, gleiches gilt für das Seitenruder, jedoch nicht für die Höhenruder. Der Fanghaken ist vom späteren Typ, wie er für die darstellbaren Maschinen benötigt wird. Der A-Typ liegt auch bei und kann unter Verwendung passender Decals alternativ eingesetzt werden. Als Außenlast liegt dem Bausatz ein einzelner Zusatztank für die zentrale Unterrumpfstation bei. Der Propeller ist mehrteilig mit einzelnen Blättern ausgeführt, die einfache und korrekt ausgerichtete Montage wird durch kräftige, eckige Passstifte erleichtert. Die Abgasstutzen weisen eine umlaufende Naht auf und müssen erst mühselig gesäubert werden, bevor man sie aufbohrt (es gibt aber auch Resinteile dafür zu kaufen).  

    Revell - Supermarine Seafire Mk.XV

    Der recht mager ausgefallene Decalbogen erlaubt die Darstellung zweier nahezu identischer Maschinen. Der Druck der in Italien gefertigten Decals ist wie gewohnt sehr sauber und versatzfrei ausgeführt. Es gibt einige Wartungshinweise auf dem Bogen, allerdings nur die nötigsten. Das Instrumentenbrett-Decal sieht sehr spielzeughaft aus, da haben wir schon Besseres von Revell gesehen. Beide Maschinen sind im Standard-Tarnschema gehalten und unterscheiden sich lediglich in der Farbe des Spinners und der Kennung. Im Warpaint Heft zur Seafire sind beide als Farbprofil enthalten. Das Grün und das Himmelblau sind als eigenständige Farben im Revell-Sortiment verfügbar, das Dark Grey muss man sich selber zusammen mischen. Die Bauanleitung ist von gewohnt guter, übersichtlicher Machart und führt in 32 Schritten ans Ziel.

    Revell - Supermarine Seafire Mk.XV

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    Supermarine Seafire Mk.XV

     

    Revell - Supermarine Seafire Mk.XV

    Darstellbare Maschinen:
    1. Seafire Mk.XV, SW786, 11-4/Y, No. 806 Naval Air Squadron, HMS Glory, Britische Pazifikflotte, September 1946
    2. Seafire Mk.XV, SR527, 13-2/N, No. 801 Naval Air Squadron, HMS Implacable, Britische Pazifikflotte, Dezember 1946
    Stärken:
    • Gute Detaillierung
    • Angemessener Preis
    • Gute Originaltreue
    Schwächen:
    • Eher langweilige Decals
    • Keine Option für gefaltete Flügel
    Anwendung:
    • Mittel

    Fazit:

    Ein guter Bausatz zu einem guten Preis, was will man mehr? Die möglichen Markierungen sind allerdings sehr einseitig und wenig abwechslungsreich.

    Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 04. Juli 2013

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