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XP-79B Flying Ram

(RS Models - Nr. 92111)

RS Models - XP-79B Flying Ram

Produktinfo:

Hersteller:RS Models
Sparte:Flugzeuge Militär Modern
Katalog Nummer:92111 - XP-79B Flying Ram
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2013
Preis:ca. 18 €
Inhalt:
  • 1 Spritzling mit 34 Einzel- und 2 Klarteilen
  • 1 Markierungsbogen
  • 1 Bauanleitung

Besprechung:

RS Models - XP-79B Flying Ram

Historie

Der Flugzeugkonstrukteur Jack Northrop war immer bereit, sein Nurflügel-Konzept bei sich jeder bietenden Gelegenheit anzuwenden (siehe N-1/N-9, XP-56, XB/YB-35). Sein Projekt der XP-79 war ein Nurflügelflugzeug mit Raketenantrieb für hohe Geschwindigkeiten. 1943 wurde ein Vertrag über den Bau von drei Prototypen geschlossen. Die MX-334 war ein antriebsloser Gleiter aus Holz. Die MX-324 war ein Gleiter mit Raketentriebwerk. Dieser wurde im Juli 1944 von einer P-38 auf Höhe geschleppt und ausgeklinkt. Der Raketenmotor wurde gezündet und die Maschine landete als Gleiter, nachdem der Treibstoff aufgebraucht war. Die MX-324 war das erste Raketenflugzeug der USA.

Der dritte Prototyp für das Projekt sollte die XP-79 sein. Hier war ursprünglich auch ein Raketentriebwerk vorgesehen. Jedoch befand sich dies noch in der Entwicklung und war nicht verfügbar. Statt dessen sollten zwei Westinghouse 19B-Düsentriebwerke verwendet werden. Jedoch musste die Maschine deswegen umkonstruiert werden. Auch das Fahrwerk musste daraufhin neu untergebracht werden. Die Lösung war ein Fahrwerk auf vier einzelnen Rädern.

Die Maschine bestand überwiegend aus einer – damals – nicht kriegswichtigen Magnesiumlegierung. Zusätzlich war sie stark gepanzert. Der Pilot steuerte die Maschine in einer liegend Position. Als Bewaffnung waren vier 12,7mm Maschinengewehre geplant. Eine weitere Kampftaktik wäre gewesen, feindliche Flugzeuge zu rammen und so zum Absturz zu bringen.

Der Erstflug der XP-79B erfolgte nach einigen Verzögerungen erst am 12. September 1945. Jedoch geriet die Maschine 15 Minuten nach den Start außer Kontrolle, so dass der Pilot aus der Maschine aussteigen musste. Leider öffnete sich sein Fallschirm nicht richtig, so dass Maschine und Pilot verloren gingen. Wegen des hohen Magnesiumanteils verbrannte die Maschine so gut wie vollständig. Kurze Zeit später wurde das Programm beendet. Der erste Flug der XP-79B war auch gleichzeitig ihr letzter.

RS Models - XP-79B Flying Ram

Der Bausatz

Die Herstellungsqualität des Bausatzes entspricht einer guten Kleinserienproduktion. Die Modelloberfläche weist nur relativ wenige Details auf. Auch im Cockpitbereich kann noch zusätzlich detailliert werden. Ebenso wie in den Fahrwerkschächten. Jedoch sind diese später nur noch dann zu erkennen, wenn das Modell auf eine Spiegelplatte gestellt wird. Auch sollte man zur Sicherheit noch etwas Gewicht in den vorderen Rumpfbereich packen. Sicher ist sicher. Die Klarteile sind augenscheinlich vielleicht einen Tacken zu dickwandig, aber das mag nur subjektiv sein. Beide Teile müssen vertikal zusammengeklebt werden, was wohl mit einer sichtbaren Nahtstelle verbunden sein wird. Hier wäre ein einteiliges Bauteil von Vorteil gewesen.

Das fertige Modell hat eine Spannweite von etwa 16 cm und eine Länge von etwa 6 cm. Die Bauanleitung ist leicht verständlich und verfügt über Zeichnungen von angenehmer Größe. Der Markierungsbogen ist glänzend gedruckt und erlaubt die Darstellung des einzigen Prototypen, sowie zweier zusätzlicher fiktiver Maschinen.

RS Models - XP-79B Flying Ram

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XP-79B Flying Ram

 

Darstellbare Maschinen:
XP-79B Flying Ram, Prototyp, Muroc Salzsee, USA, September 1945.
Stärken: Einziger Spritzgussbausatz der XP-79
Schwächen:

Da Kleinserierherstellung bleibt noch genug Spielraum für eigene Verbesserungen, z.B. bei den Klarteilen oder am Fahrwerk.

Anwendung: Nicht für Modellbaueinsteiger zu empfehlen.

Fazit:

Für Freunde von Experimentalflugzeugen oder Nurflügelflugzeugen ein "must have".

Weitere Infos:

Referenzen:

Weitere Informationen zur XP-79 gibt es in der deutschen und englischen Ausgabe von Wikipedia.

Eine empfehlenswerte Literatur zu den Maschinen von Jack Northrop ist z.B. das Heft „The flying wings of Jack Northrop“ von Schiffer Military, ISBN 0-88740-597-5 (siehe Bild oben).

Diese Besprechung stammt von Bernd Heller - 09. November 2013

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