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Pilatus PC-21

(MK72 - Nr. 72101)

MK72 - Pilatus PC-21

Produktinfo:

Hersteller:MK72
Sparte:Flugzeuge Zivil
Katalog Nummer:72101 - Pilatus PC-21
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Oktober 2013
Preis:ca.24,95€
Inhalt:
  • 2 graue Spritzrahmen
  • 1 transparenter Spritzrahmen
  • 1 Decalbogen
  • Bauanleitung mit farbigen Bemalungsvarianten

Besprechung:

Etwas Historie:

Die PC-21 ist im Bereich der militärischen Trainingsflugzeuge das derzeit modernste, was auf dem Weltmarkt zu bekommen ist. Damit schließt Pilatus übergangslos an seine Vorgängermuster PC-7 und PC-9 an. Ausgehend von einer modifizierten PC-7Mk.II mit neuem Flügel und mit einem PT6 Triebwerk begann 1997 die Entwicklung zu einem der innovativsten Turbotrainern. Das flexible PC-21Trainingssystem deckt das komplette Spektrum des Anfängertrainings bis zur Fortgeschrittenenschulung mit einem einzigen Muster ab. Eine programmierbare Software kann verschiedene Flugzeugtypen fliegerisch simulieren und man kann damit entsprechende Flugaufgaben abarbeiten.

Gegenüber der PC-9 unterscheidet sich dieses Flugzeug durch eine neue Flügelstruktur, durch eine Propellerturbine PT6A-68B von Pratt& Whitney mit elektronischer Leistungsregelung und einen Fünfblattpropeller. Das Cockpit ist voll digitalisiert mit drei EFIS Bildschirmen, vorn ein HUD, Druckkabine und Mk.16L Zero-Zero Schleudersitze von Martin Baker. So viel schweizer Qualitätsarbeit weckt natürlich Begehrlichkeiten und findet 2006 mit 19 Exemplaren für die Luftwaffe Singapur ihre ersten Käufer. Erst ein Jahr später greift auch die Schweizer Flugwaffe vorsichtig, die Kosten im Auge behaltend, mit vorerst acht Exemplaren zu. Wer Erdöl hat, der kann sich auch solche Maschinchen kaufen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Vereinigten arabischen Emirate (25), die Luftwaffe von Katar (24) und die Royal Saudi Air Force mit 55 Exemplaren in den Auftragsbüchern von Pilatus stehen.

Die PC-21 auf dem Flugplatz Samedan/CH
Die PC-21 auf dem Flugplatz Samedan/CH

Das Modell:

Was neben den Marktführern noch so geht, zeigen uns immer wieder die Kleinen. So ist es der privaten Initiative einiger schweizer Privatpersonen zu verdanken, dass wir dieses Modell, im beliebten Sammlermaßstab, auf unsere Basteltische bekommen. Freuen wir uns auf etwas Solides, Feingespritztes.

MK72 - Pilatus PC-21

Die zwei grauen Spritzlinge mit 57 Teilen und eine transparente Cockpithaube machen einen sehr guten Eindruck. Ich bin noch am Zweifeln, ob das wirklich Short-run ist, qualitative, gut Arbeit. Saubere, gleichmäßige Paneellinien, wenn das alles dann auch so passt - Gratulation. Vielleicht ist die Modelloberfläche ein wenig rau? Das ist aber mit einem guten, feinen Schleifpad schnell behoben.

MK72 - Pilatus PC-21

Die Cockpithaube ist glasklar. Für eine geschlossene Haube ist das Cockpit gut ausgestattet. Zwei Sitze, zwei Steuerknüppel und die Gerätebretter. Aber das Original Cockpit sieht ohnehin sehr "aufgeräumt" aus. Leider sind die Gerätebretter nicht strukturiert und mit recht einfachen Decals versehen. Hier wird es den einen oder anderen Modellfreund geben, der da noch mehr machen möchte. Vielleicht muss man einfach noch etwas warten und auf die Innovationen der Resingießer hoffen. Die Propellerblätter bedürfen noch etwas der Nacharbeit, die sind mir zu dick.

MK72 - Pilatus PC-21

Stichwort Decals. Wünschenswert wären auch Decals der entsprechenden Einsatzländer. Aber vielleicht ist da ja schon was in Arbeit. Was in dem Kit vorhanden ist, ist hochwertig, sehr fein und sauber gedruckt. Drei Bemalungsvarianten stehen zur Auswahl. Der Demonstrator HB-HZA in Schwarzgrau (der übrigens auch in Rot geflogen ist), die HB-HZB in Silber und eine knallrote PC-21 der Schweizer Flugwaffe (A-107).

MK72 - Pilatus PC-21

MK72 - Pilatus PC-21

Mit der gutgemachten und übersichtlichen Bauanleitung kann eigentlich nichts mehr schief gehen. So ist auch der Anfänger mit der Anzahl der Bauteile und der einfachen Bemalung nicht überfordert. Bei den Farben orientiert man sich an Vallejo. Hingewiesen wird auch auf die schräge Anbringung des Propellers von 3,5° nach rechts, zum Ausgleich des Drehmomentes.

MK72 - Pilatus PC-21

MK72 - Pilatus PC-21

MK72 - Pilatus PC-21

Darstellbare Maschinen:
  • Schweizer Flugwaffe A-107
  • Demo- Flugzeug Pilatus HB-HZA
  • Demo- Flugzeug Pilatus HB-HZB
Stärken:
  • Erster Spritzgussbausatz in diesem Maßstab
  • Einfacher Aufbau
  • Drei attraktive Dekovarianten
Schwächen:
  • Detaillierung Cockpit
  • der Propeller
Anwendung:
  • Problemlos für Anfänger
  • Einfache Montage
  • Einheitliche Farbgebung

Fazit:

In der Bauanleitung findet man den Hinweis, dass dieses Modell einem Fliegerkameraden und Piloten Andy Ramseier gewidmet ist. Wer war Andy Ramseier? Er war Cheftestpilot bei Pilatus, hatte mit knapp 40 Jahren auf 74 Flugzeugtypen 8.500 Stunden in der Luft verbracht. Am 13. Januar 2005 stürzte er mit dem zweiten Prototypen der PC-21 ab. In diesem Lichte betrachtet ist den Machern dieses schönen Bausatzes ein Vermächtnis gelungen, auf das einige schon gewartet haben und das nun so ohne Vorankündigung auf die Basteltische flattert und trotz des Preises von unter 25 € seine Käufer finden wird. Danke an die Macher.

Und noch etwas. Ich fände es schade, wenn dieser Kit ein Einzelstück bleiben würde.

Weitere Infos:

Anmerkungen: Bezug über TOM- Modellbau

Diese Besprechung stammt von Bernhard Pethe - 02. Dezember 2013

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