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Minen-U-Boot Typ VIID U-218 (1941/45)

(HP-Models - Nr. WWII-WL-G-118)

HP-Models - Minen-U-Boot Typ VIID U-218 (1941/45)

Produktinfo:

Hersteller:HP-Models
Sparte:Schiffe Militär WK2
Katalog Nummer:WWII-WL-G-118 - Minen-U-Boot Typ VIID U-218 (1941/45)
Maßstab:1:700
Kategorie:Bausätze (Resin, Vacu, ...)
Preis:11 €
Inhalt:6 Resin Teile, 3 DIN A4 Blätter Beschreibung

Besprechung:

Geschichte:

Die sechs U-Boote (U 213 – 218) der Reihe VII D waren eine um eine Sektion verlängerte VII C Variante, die fünf senkrechte Schächte zur Minenaufnahme hatten. In diesen Schächten wurden 15 Minen mitgeführt. Zusätzlich waren anstatt von Torpedos auch Minen über die Torpedorohre einsetzbar, je nach Typ noch mal 26 bzw. 39. Die Boote wurden Ende 1941/Anfang 1942 in Dienst gestellt. Nur U-218 überlebte das Kriegsende und wurde in Bergen an die Alliierten übergeben. Das Boot wurde dann mit anderen U-Booten in der „Operation Deadlight“ nördlich von Irland versenkt, um diese nicht mit Rußland aufteilen zu müssen.

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Bemerkungen zum Ausrüstungsstand:

Die Boote U-214 und U-218 erhielten, wahrscheinlich im Jahre 1943, den Schnorchel, um auch im getauchten Zustand den Diesel benutzen zu können. Die Bewaffnung änderte sich im Kriegsverlauf. Anfänglich war ein 8,8cm Geschütz auf dem Deck vor dem Turm und hinten auf dem Turm eine 2cm Einzel-Flak. Dann gehen leider meine verschiedenen Quellen auseinander. Auf dem Turm wurde der Anbau verbreitert, um dann zwei 2cm Flakgeschütze (Einzel oder Zwilling werden genannt) zu installieren. Eine Quelle besagt, daß die 8.8cm Kanone gegen eine 3,7cm ersetzt wurde. HP-Models geht in seinen Zeichnungen davon aus, daß U-218 die 8,8cm Kanone und nur eine 2cm Einzel-Flak an Bord hatte.

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Die Skizzen zeigen einmal den Zustand im Jahre 1941 und bei den beiden anderen Skizzen ist die Jahresbezeichnung 1941/45. Der einzige Unterschied ist, daß für die Darstellung von 1941 der Schnorchel fehlt. Die Bewaffnung hat sich laut HP-Models also bei diesem Boot in den Kriegsjahren nicht geändert. Es gibt allerdings eine Quelle im Internet - www.u218.de - wo z.B. das Boot am 13.März 1945 im Oslofjord zu sehen ist. Dort sieht man, daß die 8,8cm Kanone vor dem Turm nicht mehr zu sehen ist und der Turmanbau verändert wurde.Der Anbau wurde verbreitert, um zwei 2cm Zwillingsflak nebeneinander zu haben und darunter, auf Höhe der Minenschächte, wurde eine 3,7cm Flak installiert. Die Bilder zeigen das Boot u.a. auch in einem interessanten Tarnanstrich.

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Beschreibung

Dieses und andere Modelle des Typs VII sind im September 2005 auf den Markt gekommen. Der Rumpf des Wasserlinienmodell ist knapp 11cm lang und entspricht den Maßen des Typs VII D. Es liegt als Bauteil noch der komplette Turm mit dem Schachtanbau, der Schnorchel, zwei Geschütze mit Schutzschild und ein Decksgeschütz bei.

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Das Oberdeck und die Rumpfseiten enthalten sehr feine Strukturen, die maßstäblich wirken, d.h. beim Bemalen sollte man darauf achten, daß diese Strukturen nicht unter der Farbe verschwinden. Leider sind die Flutschlitze nicht gleichmäßig und auf beiden Seiten nicht einheitlich gearbeitet. Hier muß nachgearbeitet werden.

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Auch ist auf dem Deck die Vertiefung für den Schnorchel eingearbeitet, d.h. um die Version vor 1943 zu bauen, ist es notwendig diese Vertiefung zu verspachteln und zu verschleifen, was wiederum die Decksstruktur zerstört. Der Turmanbau mit den Schachtöffnungen erscheint mir deutlich zu lang, allerdings kann ich dies nicht mit Zahlen untermauern.

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Um die späte Version zu bauen, müßte allerdings der Turmanbau verbreitert werden, um die zwei Flakgeschütze nebeneinander unterzubringen. Zusätzlich muß die Plattform für die 3,7cm Flak angefertigt werden.

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Hier ist der Aufwand also wesentlich höher um den Zustand richtig zeigen zu können. Die Qualität der vorhandenen Geschütze ist zwar gußtechnisch gut, allerdings wirken die 2cm Flakgeschütze fast so groß wie die 8,8cm Kanone. Hier hätte man besser auf Ätzteile setzen sollen. Das Periskop ist nicht im Bausatz enthalten, dieses soll man mit einem Stück Draht nachstellen. Die Maße dafür sind in der Zeichnung zum Zusammenbau zu erkennen. Leider sind die Positionen der Bauteile nicht eindeutig aus der Zeichnung zu ersehen.

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Stärken: Ein bisher in diesem Maßstab noch nicht erhältliches Modell des Typs VII D. Feine Gravuren.
Schwächen: Um U-218 in einem richtigen Zustand für ein bestimmtes Kriegsjahr zu zeigen, sind Änderungen notwendig. Ein originales Aussehen „out of the box“ ohne Modifizierungen ist nicht möglich. Es fehlen Ätzteile für die Reling und die Geschütze aus Resin sind nicht maßstabsgerecht.

Fazit:

Das Modell hinterlässt bei mir einen zweigeteilten Eindruck. Die Maße und die Feinheiten des Rumpfes sind gut, aber es ist schade, daß HP-Models hier nicht besser recherchiert hat, um das Boot zu einem bestimmten Zeitpunkt zu zeigen. Am ehesten lässt sich das Boot im Zustand vor 1943 darstellen, trotzdem ist einiges an Nach- und Mehrarbeit notwendig. Auch schade ist es, daß keine Ätzteile, wenigstens für die Reling beiligen. Den Bausatz empfehle ich nicht für Anfänger, sondern für Profis, die schon einiges an Erfahrung für das Supern von sehr kleinen Modellen mitbringen. Ein schnelles Erfolgserlebnis bleibt bei diesem Modell leider aus.

Diese Besprechung stammt von Uwe Besken - 08. November 2005

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