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Fouga CM.170 R Magister

(Wingman Models - Nr. WMK48008)

Wingman Models - Fouga CM.170 R Magister

Produktinfo:

Hersteller:Wingman Models
Sparte:Flugzeuge Militär Modern
Katalog Nummer:WMK48008 - Fouga CM.170 R Magister
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Mai 2014
Preis:ca. 55,-Euro
Inhalt:
  • zwei Plastikmodelle (Basis: Kinetic)
  • 2x4 Gussäste aus Polystyrol, davon 2 transparent
  • 22 Zurüstteile aus Resin, davon eines transparent
  • 49 Fotoätzteile aus Messing (für zwei Modelle)
  • Kabuki Maskierfolie für Cockpithauben, Reifen und Markierungsvarianten (für ein Modell)
  • "Super Abziehbild" von Cartograf mit einer Vielzahl von Maschinen der Luftwaffe, u.a. Flugzeugführer Schule A Landsberg, Arco Kunstflug-Team, MFG 1 u. 2, 6 Fouga Magister des Irish Air Corps.

Besprechung:

Wingman Models - Fouga CM.170 R Magister

Das Original:

Als sogenannter Strahltrainer war die Fouga Magister, ein zweisitziges Ganzmetallflugzeug mit einem 110-Grad-V-/"Schmetterlings"-Leitwerk, das zweite düsengetriebene Schulflugzeug der Welt nach der Fokker S.14 Machtrainer. Die Maschine war auch einsetzbar als leichtes Aufklärungs- bzw. Kampfflugzeug.

Das Flugzeug wurde bereits ab 1949 aus dem Turbinenmotorsegler CM.8-R13 entwickelt. Die Vorstellung des Prototyps am 23. Juli 1952 war so beeindruckend, dass die Armée de l'Air zunächst eine kleine Serie von zehn Flugzeugen bestellte. Ein Folgeauftrag über 90 - nach anderen Quellen: 95 - Maschinen erging im Jahre 1954.

Für die deutsche Luftwaffe fertigte die Sud Aviation ab 1955 einen Lizenzbau. Das Flugzeug war äußerst erfolgreich, jedoch erfolgte bereits zu Beginn der 1960er-Jahre die Ausmusterung des Typs, nachdem die Luftwaffe ihre Pilotenausbildung in die USA verlegt hatte. Die nun nicht mehr benötigten Maschinen wurden sowohl an andere NATO-Luftwaffen als auch an die algerische Luftwaffe abgegeben. Ende der 1960er Jahre wurden einige Maschinen zu einem symbolischen Preis von 1 DM an Flugsportvereine verkauft. Auf diesem Wege landeten dann auch einige Fouga Magister bei der israelischen Luftwaffe. Israel Aircraft Industries fertigte einen bewaffneten Lizenzbau mit dem Namen 'Tzukit'. Sie kam als leichtes Jagdflugzeug auch zum Kampfeinsatz. Außerdem gab es eine Lizenzfertigung bei Valmet O.Y. in Finnland.

Geflogen wurde die Magister auch von der französischen Kunstflugstaffel Patrouille de France, dort war dieses Flugzeug bei über 800 Flugvorführungen bis zur Einführung des Nachfolgemodells Alpha Jet 1981 im Einsatz.

Insgesamt wurden über 900 Magister hergestellt, davon 576 in Frankreich. Die Magister war in 17 Staaten im Einsatz, darunter Frankreich, Kamerun, Belgien, Brasilien, Deutschland, Finnland, Israel, Marokko und Österreich.

(Textinhalte nach: Wikipedia)

Der Schachtelinhalt:

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Fouga CM.170 R Magister

 

Zur Sache:

Der chinesische Modellhersteller Kinetic aus Hong Kong bot 2013 einen  - erstmals aus Spritzguss gefertigten - sauber detaillierten Bausatz des Jet-Trainers Fouga Magister im Maßstab 1:48 an. 

Der Kinetic-Bausatz löste den betagten Resin-"Short Run"-Kit des französischen Herstellers Fonderie Miniatures (ehemals auch "Karo As") ab, der auf dem Modellbaumarkt rar verfügbar war, aufgrund seiner Seltenheit jahrelang exorbitante Verkausfpreise erzielt hatte, allerdings gemäß einiger vorliegender Erfahrungen beim Bau aufgrund verschiedener "Herausforderungen" scheinbar eher Last als Freude produzierte.

Wingman Models aus Erlangen, eine Kooperation zwischen dem AirDOC-Verlag von Andreas Klein und IsraDecal von Ra´Anan Weiss, greift unter Beigabe zahlreicher "Gimmicks" aus eigenem Hause auf den Kinetic-Bausatz zurück und beschert uns zahlreiche attraktive Varianten. So bringt die innovative Firma aus Süddeutschland die Magister bereits als israelische und libanesische "Kampfjet"-Version auf den Markt. Der hier vorliegende Kit stellt die deutsche Trainervariante bzw. Versionen der irischen Luftwaffe dar. 

Umfangreiche Detailfotos ersparen den Kauf eines Referenzwerkes.
Umfangreiche Detailfotos ersparen den Kauf eines Referenzwerkes.

Wingman Models - Fouga CM.170 R Magister

Da man mit dem Original Kinetic-Kit keine "deutsche" oder "irische" Version dekorieren kann, hat Wingman Models an alle notwendigen Decals gedacht und den Kinetic-Basisbausatz, der bereits Ätzteile enthält, auch um weitere versionsspezifische Zurüstteile ergänzt. Im Ergebnis heißt das erfreulicher Weise, dass man zwei Flugzeuge mit unterschiedlichen Markierungen bauen kann, allerdings nur eines unter Einsatz der Resinteile, die lediglich für eine Maschine vorgesehen sind. Egal - dafür muss man sich beim Bau nicht auf eine Decalvariante versteifen, und hat dann die Wahl zwischen ganzen 19 (!) Markierungsmöglichkeiten. Die umfangreiche Dekoration ist die eindeutige Stärke dieses Bausatz-Kombi-Paketes, denn die Markierungen lassen das Herz eines jeden Luftwaffen-Nostalgikers höher schlagen. Der Hingucker schlechthin ist die Markierungsvariante Nr. 1 - eine Maschine des Acro-Teams aus Landsberg/Lech mit knallroten Blitzen auf Naturmetall-Untergund! (nebenbei: diese Markierungen werden zum Teil mit den beiliegenden Maskierschablonen realisiert.) Die "kultigen" Luftwaffen-Tarnschemen der 1960/70er Jahre aus Basaltgrau und Gelboliv mit den leuchtorangefarbenen Rumpfflächen - wer kann da schon widerstehen? Oder darf es erneut klassisches Naturmetall der Jets der späten 50er Jahre sein, mit den jeweiligen bunten Staffelmarkierungen dazu? Oder vielleicht eine knallgelbe Trainermaschine aus Celle? Ein Flugzeug der Marineflieger? Und wer es noch exotischer haben möchte, greift auf die Markierungen des Irish Air Corps zurück, mit denen sich derer drei Maschinen in Mattsilber mit "Dayglo"-roten Applikationen fertigen lassen.

Fouga CM.170 R MagisterFouga CM.170 R MagisterFouga CM.170 R MagisterFouga CM.170 R MagisterFouga CM.170 R MagisterEin kleines Korrektur-Blättchen liegt ebenfalls bei.

Fouga CM.170 R Magister

 

Doch zurück zum Bausatz selbst. Als Resinteile liegen zum einen Triebwerkseinlässe und -tunnel, Düsen, Cockpitwanne, Hauptinstrumentenbretter, vordere Instrumentenabdeckung und Sitze mit modelliertem Gurtzeug bei. Diese Teile ersetzen die im Basisbausatz enthaltenen und stellen eine definitive Verbesserung dar. Einmal versäubert und ordentlich an das Modell angepasst, kann man hier insbesondere im Cockpitbereich ein "Modell im Modell" zaubern, das keine Wünsche offen lässt. 

Versionsspezifisch ("deutsch"/ "irisch") liegen weitere Resinteile bei für die Darstellung des Funkgerätes und der Räder (Längs- oder Lochprofil). Diese Teile müssten, einmal verbaut, beim Bau eines zweiten Modells "gescratcht" werden, um eine weitere entsprechende Variante darzustellen. Das dürfte zwar für den geübten Modellbauer kein Problem sein, wenn man sich das jeweilige Resinteil zum Vorbild nimmt. Die Mehrheit der Bastler wird beim Bau des zweiten in der Schachtel enthaltenen Magister-Modells allerdings sicherlich großzügig auf Modifikationen verzichten und sich dank der umfangreichen Markierungen auch an einem Bausatz ohne jegliche Zurüstteile erfreuen können. Die Kinetic-Bauanleitung für das Modell ohne Zurüstteile kann man sich direkt bei Airdoc/shopofphantoms.com herunterladen.

Weitere Details:

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Fouga CM.170 R Magister

 

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Fouga CM.170 R Magister

 

Fouga CM.170 R MagisterFouga CM.170 R MagisterBeachte die Instrumentenanzeigen für die beiliegenden Bausatzteile.Oben detailreiches Resin, unten 'mageres' Polystyrol - die Zurüstteile sind dem Basisbausatz deutlich überlegen.Auch die Resinsitze (links) überzeugen im Vergleich zu den Originalteilen des Spritzgussbausatzes.

Fouga CM.170 R Magister

 

Darstellbare Maschinen:
  • CM.170, AA-011, Acro-Team FFS A, Landsberg, 1961
  • CM.170, AA-133, FFS A, Landsberg/Lech, 1959
  • CM.170, AA-134, FFS A, Landsberg/Lech, 1959
  • CM.170, AA-139, FFS A, Landsberg/Lech, 1959
  • CM.170, AA-247, FFS A, Landsberg/Lech, 1960
  • CM.170, SC-603, 1.MFG, Schleswig-Jagel, 1961
  • CM.170, AA-238, FFS A, Landsberg/Lech, 1966
  • CM.170, AA-248, FFS A, Landsberg/Lech, 1967
  • CM.170, SA-101, MFG 1, Schleswig-Jagel, 1967
  • CM.170, 93+03, MFG 1, Schleswig-Jagel, 1968
  • CM.170, SC-609, 2.MFG, Nordholz, 1963
  • CM.170, SB-205, MFG 2, Tarp-Eggebek, 1965
  • CM.170, SB-201, MFG 2, Tarp-Eggebek, 1967
  • CM.170, AA-106, FFS A, Celle, 1962
  • CM.170, EC-392, AG 53, Leipheim, 1965
  • CM.170, YA-203, E-Stelle 61, Manching, 1967
  • CM.170, 215, 1 FS, Baldonnel AB, Irland, 1977
  • CM.170, 216, 1 FS, Baldonnel AB, Irland, 1983
  • CM.170, 220, Silver Swallows, Baldonnel AB, Irland, 1997.
Stärken:
  • exzellent recherchiertes Produkt in ansprechender Aufmachung
  • überzeugende Kombination eines zeitgemäßen Basisbausatzes und sinnvoller Zubehörteile
  • schier umwerfende Markierungsmöglichkeiten
  • umfangreiche "Walkaround"-Dokumentation des Originals
  • längst überfällige Ablösung betagter Exotenbausätze dieses Flugzeugtyps
  • absehbare Wertsteigerung des Bausatzes durch limitierte Edition.
Schwächen:
  • durch "Limited Edition"-Konzept absehbar geringe Verfügbarkeit auf dem Modellbaumarkt.

Fazit:

Applaus für Wingman Models! Mit diesem preiswerten und umfangreichen "Komplett-Paket" lassen sich zwei ansehnliche Klassiker der Luftfahrt zaubern. Empfehlenswert!

Weitere Infos:

Referenzen: Der Artikel ist direkt auf der Website von Wingman Models/ Little Shop of Phantoms zu beziehen.
Anmerkungen:

Wingman Models/ Air Doc führt übrigens im Zeitraum April bis Oktober 2014 einen virtuellen Modellbauwettbewerb durch - Thema: "Magister Mania - Schulflugzeuge und Trainer"

Mehr Infos gibt es bei originalundmodell.de und den dort verlinkten Seiten des Herstellers.

Diese Besprechung stammt von Alexander Jost - 17. Juli 2014

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