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Hans Philipp

Ritterkreuzträger Profile

 - Hans Philipp

Zusammenfassung:

Autor:Gerhard Steinecke
Verlag:Unitec-Medienvertrieb
ISBN:ohne
Erscheinungsjahr:2012
Sprache:deutsch
Inhalt:
  • 50 Seiten mit 40 Schwarz-Weiß und 12 Farbfotos
  • 22 Abdrucke historischer Dokumente
  • 2 Farbprofile und 1 Karte mit der genauen Absturzstelle
Preis:11,80 Euro

Besprechung:

Geboren am 17.März 1917 in Meißen als unehelicher Sohn von Alma Philipp war Hans Philipp mit 206 Abschüssen eines der erfolgreichsten Fliegerasse des III. Reiches. Dabei sah es in der Kindheit überhaupt nicht danach aus, als würde aus dem kleinen Hans jemals „etwas“ werden. Wegen der ärmlichen Verhältnisse in denen Hans Philipp aufwuchs, war es zunächst sogar fraglich ob er jemals einen anerkannten Schulabschluss erhalten würde (damals war die Aushändigung der Abschlusszeugnisse noch an die vollständige Entrichtung des Schulgeldes gebunden). Es gelang ihm mit viel Wohlwollen seines damaligen Rektors und der Tatsache, dass Hans Philipp umgehend in die Wehrmacht bzw. Reichsluftwaffe eintreten würde, was dann auch im April 1936 erfolgte. In den ersten Jahren bei der Luftwaffe war es keineswegs abzusehen, dass hieraus ein späteres Fliegerass hervorkommen würde, denn zunächst waren seine Ausbilder nicht wirklich von seinem Können überzeugt.

 - Hans Philipp

Anfang 1938 schaffte er schließlich den Abschluss der Pilotenausbildung und wurde umgehend den Kampfverbänden zugeteilt, zunächst beim I./KG253 (dem späteren KG4). Seinen ersten Abschuss, wenn auch ohne eigenes Zutun, erzielte er an der Ostfront im Rahmen des Polenfeldzuges beim I./JG76, was ihm auch seine erste Auszeichnung, das Eiserne Kreuz 2. Klasse, einbrachte. Es folgten weitere Einsätze an der Westfront (I./JG76 und II./JG54 „Grünherz“) und bei der Luftschlacht um England, während derer er das Ritterkreuz für seinen 20. Abschuss erhielt. In den Jahren 1941 und 1942 wurde er an verschiedenen Fronten eingesetzt, zunächst in Jugoslawien und schließlich an der Ostfront in Russland. Zu seinem Ritterkreuz erhielt er noch die Schwerter und das Eichenlaub, seine letzte Auszeichnung, nämlich die Frontflugspange für Jäger in Gold, wurde ihm im Oktober 1942 verliehen. 1943 wurde er von der Front abgezogen und man übergab ihm die Führung des JG1, welches den Luftraum über den Niederlanden und des Ruhrgebietes gegen die anfliegenden feindlichen Bomberverbände verteidigte, wo er schließlich am 8. Oktober 1943 von einer P-47 abgeschossen wurde und den Absprung aus seiner Maschine aus nur 50 Meter Höhe nicht überlebte.

 - Hans Philipp

Das Heft ist in dem typischen Stil dieser Reihe aufgemacht. Auf gut 50 Seiten erfährt der interessierte Leser zahlreiche Details aus dem recht kurzen Leben von Hans Philipp. Zahlreiche zeitgenössische Fotos und Faksimiles von Zeitungartikeln, Briefen und offiziellen Schreiben begleiten den stellenweise mit überlangen Schachtelsätzen durchsetzten Text. Etwas arg kurz geraten ist die - für uns Modellbauer interessante - Beschreibung der Einsatzmaschinen, lediglich zwei Farbprofile und einige wenige Fotos sind darin enthalten. Neben dem militärischen Werdegang von Hans Philipp werden auch zahlreiche Episoden aus dem Privatleben beschrieben, angefangen von seiner Kindheit bis hin zu einer ausführlichen Beschreibung zu seiner Beisetzung und der Zeit danach (immerhin 12 Seiten).

Stärken:

  • Zahlreiche Faksimiles historischer Dokumente (Zeitungsartikel, Briefe, offizielle Schreiben etc)
  • Neutrale, wertungsfreie Sicht des Autors bei diesem hierzulande heiklen Themas der Kriegshelden

Schwächen:

  • Stellenweise liest sich der Text wegen des exzessiven Gebrauchs des guten alten deutschen Schachtelsatzes recht zäh. 

Fazit:

Eine für alle Intessierten des Genres lesenswerte Lektüre. Der Schreibstil ist allerdings sicher nicht jedermanns Sache. Text und Bilder halten sich wie üblich gut die Waage.

 - Hans Philipp

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 12. Juni 2012

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