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Dornier Do 26

Transatlantik-Flugboot und Transporter der Luftwaffe

 - Dornier Do 26

Zusammenfassung:

Autor:Manfred Griehl und Manfred Franzke
Verlag:Unitec-Medienvertrieb
ISBN:ohne
Erscheinungsjahr:2012
Sprache:deutsch
Inhalt:
  • knapp 50 Seiten mit 6 farbigen und über 90 Abbildungen in Schwarz-Weiß
  • diverse Zeichnungen, Tabellen und Skizzen
  • 3 Seiten mit farbigem Dreiseitenriss
Preis:11,80 Euro

Besprechung:

In der neuesten Ausgabe der FLUGZEUG-Profile Reihe dreht sich alles um das wohl eleganteste Flugboot aus deutscher Produktion, nämlich die legendäre Dornier Do 26. Die beiden Autoren Manfred Griehl und Manfred Franzke haben dabei sämtliche verfügbaren Unterlagen neu gesichtet und mit einigen Mythen rund um die Geschichte und den Einsatz der Do 26 aufgeräumt. So einiges was bislang als richtig angenommen wurde, war mehr ein Produkt der Propaganda als der Realität.

 - Dornier Do 26

Die Do 26 wurde in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre als Nachfolger der Do 18 für den Einsatz als Langstrecken-Linienmaschine der Lufthansa und als Fernaufklärer der Luftwaffe konzipiert. Die extreme Fokussierung auf eine maximale Reichweite führte schließlich zum eleganten Äußeren der Do 26. Der Erstflug fand im Mai 1938 statt, insgesamt wurden sechs Maschinen gebaut (Do 26 V1 bis V6). Schon im Rahmen der Flugerprobung kam es zum ersten spektakulären Langstreckeneinsatz über 10722 km, nämlich die Lieferung von Medikamenten und Hilfspaketen in das im Januar 1939 von einem schweren Erdbeben getroffene Chile. Nach einem kurzen Einsatz als Linienmaschine wurden die ersten Do 26 bereits für den Einsatz bei der Luftwaffe rekrutiert und entsprechend ausgerüstet. Bereits im April 1940 wurden die ersten Einsätze über dem Atlantik geflogen, allerdings hatte man bereits früh mit dem Mangel an Ersatzteilen zu kämpfen. Schon Ende 1940 waren von den sechs Maschinen nur zwei übrig, die V4 und die V6, die restlichen gingen durch Feindbeschuss bzw. durch Absturz (V5, beim Schleuderstart im November) verloren. Die beiden verbliebenen Maschinen wurden bis Ende 1943 über Norwegen eingesetzt und schließlich Mitte 1944 zur Einlagerung freigegeben.

 - Dornier Do 26

Das Heft behält die bewährte Aufmachung der Profile-Reihe bei, reichlich Bilder und wenig, nichtsdestotrotz informativer Text. Die Abbildungen sind durchweg von sehr guter Qualität und überwiegend großformatig (zwei Bilder pro Seite). Neben den Fotos - darunter auch einige Detailfotos des Innenraumes - gibt es auch eine Reihe von Faksimiles der Originaldokumentation, insbesondere vom Innenausbau der Maschinen. Im Mittelteil erhält man einige Informationen zu den Katapultschiffen Ostmark und Friesenland. Dem Hilfseinsatz für Chile sind ganze fünf Seiten gewidmet, aufgebaut als eine Art Fotostory. Schwerpunkt des Heftes bildet die recht detaillierte Beschreibung des Einsatzes der Do 26 bei der ehemaligen deutschen Luftwaffe. Einige Farbprofile und eine farbige Dreiseitenansicht runden das durchweg empfehlenswerte Heft ab.

Stärken:

  • sehr gute Druckqualität
  • Überwiegend großformatige Abbildungen

Schwächen:

  • keine ersichtlichen

Fazit:

Ein kurzweiliges Heft, die zahlreichen Abbildungen, der kurze, aber dennoch informative Text machen es zu einem nützlichen Nachschlagewerk für den Bau der wenigen verfügbaren Bausätze. Vielleicht hätte man noch den einen oder anderen Auszug aus den technischen Unterlagen einfügen sollen.

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 15. August 2012

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